The National Times - Klingbeil in Paris: "Wir wissen um die gemeinsame Verantwortung"

Klingbeil in Paris: "Wir wissen um die gemeinsame Verantwortung"


Klingbeil in Paris: "Wir wissen um die gemeinsame Verantwortung"
Klingbeil in Paris: "Wir wissen um die gemeinsame Verantwortung" / Foto: © AFP

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat angesichts der von Frankreich erhofften Offenheit für eine gemeinsame Schuldenaufnahme in der EU zur Kompromissbereitschaft aufgerufen. "Wir wissen um die gemeinsame Verantwortung, dass wir Europa jetzt auf die nächste Ebene heben", sagte Klingbeil bei seinem Antrittsbesuch am Freitag in Paris. "Da müssen beide Seiten mutig sein und sich auch bewegen", sagte er im Beisein seines französischen Kollegen Eric Lombard.

Textgröße ändern:

"Es braucht ein starkes Europa. Dafür müssen wir gemeinsame Wege gehen", sagte Klingbeil. Es sei ihm wichtig, bereits am dritten Tag im Amt nach Paris zu reisen. Dies sei ein Zeichen dafür, dass er die deutsch-französische Freundschaft "pflegen und ausbauen" wolle.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hätten bei ihrem Treffen am Mittwoch dafür bereits "einen guten Grundstein gelegt". "Wir beide tragen auch eine hohe Verantwortung, (...) und wir werden sie wahrnehmen", sagte er über sich und den französischen Finanzminister.

"Wir wollen zusammenarbeiten, um mit mehr Energie die Beziehung unserer Länder und unseren Beitrag für die EU voranzubringen", sagte Lombard. Er nannte die Kapitalmarktunion, die europäische Wettbewerbsfähigkeit und die Deregulierung als dringendste Aufgaben.

Lombard verwies auch auf eine gemeinsame Verteidigungspolitik, etwa bei der Anschaffung von Rüstungsgütern. Mit Blick auf die USA und China rief er zu Verhandlungen auf, "um zu einer Situation zurückzukommen, die die Entwicklung von Handel ermöglicht".

Klingbeil und Lombard wollen sich am Montag erneut zu zweit treffen. Sie nehmen dann am Treffen der EU-Finanzminister und am G7-Treffen in Kanada teil. Nach Angaben aus dem Umfeld Lombards sprechen die beiden Englisch miteinander und stehen sich inhaltlich nahe.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

Sicherheitskreise: Erneut Drohnenangrif auf US-Botschaft in Bagdad

Die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen erneut mit einer Drohne angegriffen worden. "Eine Drohne hat die Botschaft direkt getroffen", teilte ein Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch mit, ohne Angaben zu etwaigen Schäden zu machen. Ein zweiter Sicherheitsvertreter sagte AFP, die Drohne sei "nahe dem Sicherheitszaun der Botschaft" abgestürzt. Ein AFP-Journalist hörte eine Explosion.

Iran bestätigt Tod von mächtigem Sicherheitschef Laridschani

Er galt als "De-facto-Führer des iranischen Regimes" seit Beginn des Krieges - nun ist der mächtige Sicherheitschef Ali Laridschani von der israelischen Armee getötet worden. Der Tod des 68-Jährigen wurde am Dienstagabend von Teheran bestätigt. Zudem wurde der Anführer der für die innere Sicherheit im Iran zuständigen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, getötet.

Iran bestätigt Tod von Sicherheitschef Ali Laridschani

Der Iran hat den Tod seines wichtigen Sicherheitschefs Ali Laridschani bestätigt. Eine entsprechende Erklärung wurde am Dienstagabend vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Iran veröffentlicht, dessen Chef Laridschani war. Die israelische Armee hatte bereits am Dienstagvormittag verkündet, dass Laridschani bei einem Luftangriff getötet worden sei.

Wadephul hält Regimewechsel im Iran für "nicht realistisch"

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hält einen Regimewechsel im Iran für "nicht realistisch". Dies sagte er am Dienstagabend nach Angaben des "Tagesspiegel" auf einer Konferenz in Berlin. "Ich glaube nicht, dass das passiert."

Textgröße ändern: