The National Times - Nach Bürgerschaftswahl in Hamburg: SPD billigt Koalitionsvertrag mit Grünen

Nach Bürgerschaftswahl in Hamburg: SPD billigt Koalitionsvertrag mit Grünen


Nach Bürgerschaftswahl in Hamburg: SPD billigt Koalitionsvertrag mit Grünen
Nach Bürgerschaftswahl in Hamburg: SPD billigt Koalitionsvertrag mit Grünen / Foto: © AFP/Archiv

Die SPD in Hamburg hat den Weg zur Fortsetzung ihrer seit zehn Jahren bestehenden Regierungszusammenarbeit mit den Grünen freigemacht. Ein Landesparteitag mit rund 300 Delegierten stimmte am Samstag in der Hansestadt einstimmig für die Annahme des nach der Bürgerschaftswahl vom März zwischen beiden Parteien ausgehandelten Koalitionsvertrags, wie ein SPD-Sprecher in Hamburg mitteilte. Es gab eine Enthaltung. Bei den Grünen ist am Montag ein Landesparteitag geplant.

Textgröße ändern:

In der Hansestadt war am 2. März eine neue Bürgerschaft gewählt worden. Die Sozialdemokraten um ihren Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher gewannen trotz Verlusten mit deutlichen Abstand vor den anderen Parteien, danach begannen sie Koalitionsverhandlungen mit den Grünen. Zwischenzeitlich hatten sie zuvor auch mit der CDU sondiert. SPD und Grünen regieren in Hamburg bereits seit 2015 durchgehend in einer rot-grünen Koalition.

Die Spitzen beider Parteien hatten den in den vergangenen Wochen zwischen ihnen ausgehandelten Koalitionsvertrag am Donnerstag vorgestellt. Er sieht unter anderem milliardenschwere Investitionen in Infrastruktur, Verkehr, Bildung und Klimaschutz bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2030 vor.

Der Parteitag billigte auch die von Tschentscher vorgeschlagenen Senatsmitglieder. Neben Tschentscher als Regierungschef stellt die Partei im künftigen Senat sieben Senatorinnen und Senatoren.

Stimmen auch die Grünen dem Koalitionsvertrag am Montag zu, könnte die Regierungsbildung am 7. Mai abgeschlossen werden. An diesem Tag findet eine Bürgerschaftssitzung statt, in der sich Tschentscher zu Wiederwahl stellen könnte. Rot-Grün verfügt im Hamburger Landesparlament über komfortable Mehrheit von 70 der 121 Sitze. Für die absolute Mehrheit reichen 61 Sitze.

A.Davey--TNT

Empfohlen

Krise in Rumänien: Wahl von neuem Regierungschef im Parlament erneut gescheitert

In Rumänien hat das Parlament den pro-europäischen Politiker Siegfried Muresan als neuen Regierungschef abgelehnt und damit die seit Monaten anhaltende politische Krise in dem EU- und Nato-Land weiter verschärft. Der Europaabgeordnete erhielt am Mittwoch 182 Stimmen, nötig gewesen wären 233 Stimmen für die Bestätigung seiner Regierung.

Hessen: Wegen Anschlagsplans verurteilter früherer Soldat Franco A. aus Haft entlassen

Der vor mehr als vier Jahren wegen der Planung eines rechtsextremen Anschlags verurteilte frühere Bundeswehroffizier Franco A. ist aus der Haft entlassen worden. Die Polizei überwache die Einhaltung der Auflagen, sagte ein Sprecher der Polizei in Offenbach am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Zuerst hatte die "Offenbach-Post" darüber berichtet.

Kiew: Russland startet vor Wintereinbruch neue Offensive gegen Energieinfrastruktur

Im Vorfeld des nahenden Wintereinbruchs hat Russland nach Angaben Kiews mit einer Offensive zur Lahmlegung der Strom- und Wärmeversorgung in der Ukraine begonnen. Einen "derart großangelegten kombinierten Angriff" auf die Energieinfrastruktur wie in der Nacht zum Mittwoch habe es seit dem Ende der letzten Heizperiode nicht mehr gegeben, erklärte Regierungschef Serhij Korezky auf Instagram. Zuvor hatte die russische Armee massive Drohnen- und Raketenangriffe in und um Kiew ausgeführt. Dabei wurden vier mindestens Menschen getötet.

Berufungsgericht in Ungarn verringert Haftstrafe für Maja T. auf sieben Jahre

Ein Berufungsgericht in Budapest hat die Haftstrafe für Maja T. aus Deutschland wegen Angriffen auf Rechtsextreme von acht auf sieben Jahre verringert. Die nicht-binäre Person sei nicht mehr als Mittäterin eingestuft worden, sondern nur noch als Komplizin, erklärte der Vorsitzende Richter am Mittwoch. Unterstützer von T. hoffen nun auf eine Rücküberstellung nach Deutschland, ihre Anwälte unternahmen umgehend die nötigen Schritte.

Textgröße ändern: