The National Times - Geldspenden der Deutschen für Ukraine mit Rekordwert seit Ende von Zweitem Weltkrieg

Geldspenden der Deutschen für Ukraine mit Rekordwert seit Ende von Zweitem Weltkrieg


Geldspenden der Deutschen für Ukraine mit Rekordwert seit Ende von Zweitem Weltkrieg
Geldspenden der Deutschen für Ukraine mit Rekordwert seit Ende von Zweitem Weltkrieg / Foto: © AFP/Archiv

Die Deutschen haben für die Ukraine so viel Geld gespendet wie für keine andere Katastrophe seit dem Ende des Zeiten Weltkriegs. Bislang kamen 812 Millionen Euro für die vom Krieg betroffenen Menschen in und aus der Ukraine zusammen, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) bei den elf Hilfswerken und Spendenbündnissen ergab.

Textgröße ändern:

Tatsächlich dürften die Geldspenden für die Ukraine noch höher liegen, weil auch viele kleinere Initiativen Geld sammeln, die von der Umfrage nicht erfasst wurden. Zudem zeigt sich dem DZI zufolge das große Engagement der Bevölkerung in Deutschland auch im ehrenamtlichen Einsatz sowie in Sachspenden, die kaum mit einem Geldwert zu beziffern seien.

Der bisherige Spendenrekordwert nach dem Tsunami in Südostasien im Jahr 2004 lag bei 670 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Geldwertentwicklung ist dem DZI zufolge das damalige Spendenaufkommen immer noch das höchste, weil es verglichen mit dem heutigem Preisniveau einem Wert von 904 Millionen Euro entspricht.

Die Spenden- und Unterstützungsbereitschaft für die Ukraine sei zwar weiter hoch. "Niedriger geworden ist aber das täglich neu gespendete Volumen von Geld und Sachen", erklärte DZI-Geschäftsführer Burkard Wilke. Zu neuen oder zusätzlichen Spenden könnten jetzt vor allem transparente Berichte über den erfolgreichen Einsatz geleisteter Spenden und über den konkreten weiteren Bedarf beitragen.

Wilke betonte zugleich, dass es neben der Hilfe für Menschen in und aus der Ukraine auch weiterhin viel Bedarf an Spenden etwa wegen der Hungerkrise im Sudan und anderen afrikanischen Staaten gebe. Auch dieser Teil der Welt sei "auf Hilfe der Weltgemeinschaft dringend angewiesen".

R.Evans--TNT

Empfohlen

Libanesische Armee stationiert Truppen in weiterer "Pilotzone" - Präsident Aoun in Washington

Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben damit begonnen, Soldaten in einer weiteren von drei mit Israel vereinbarten "Pilotzonen" im Süden des Libanon zu stationieren. Einheiten der libanesischen Armee hätten "heute Morgen mit dem Einsatz in Sautar al-Gharbija" in der Region Nabatijeh begonnen, erklärte die libanesische Armee am Dienstag. Der libanesische Präsident Joseph Aoun hielt sich derweil zu einem Besuch in Washington auf, wo er am Dienstag US-Präsident Donald Trump treffen wollte.

Neuer Premier Burnham kappt Stromsteuer für britische Haushalte

Zur Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Großbritannien hat die neue Regierung von Premierminister Andy Burnham eine Abschaffung der Mehrwertsteuer bei der Stromrechnung für Privathaushalte angekündigt. Die Politik habe "schon viel zu lange nicht mehr im Sinne der Menschen gearbeitet", erklärte Burnham am Dienstag in London. Er wolle ihnen nun wieder "Luft zum Atmen" verschaffen.

Präsidentenamt in Ungarn: Regierungschef Magyar bedauert Ablehnung von Schach-Großmeisterin Polgar

Ungarns Regierungschef Peter Magyar hat die Ablehnung des Präsidentenamtes der Schach-Großmeisterin Judit Polgar bedauert. Er respektiere aber die Entscheidung der 49-Jährigen, erklärte Magyar am späten Montagabend in Onlinediensten. Wen Ungarns Ministerpräsident als nächstes für das Präsidentenamt vorschlagen wollte, war zunächst unklar.

Neuer britischer Premier besetzt vor erster Kabinettssitzung Ministerposten neu

Vor der ersten Kabinettssitzung am Dienstag hat der neue britische Premierminister Andy Burnham mehrere Ministerposten neu besetzt. Der frühere Gesundheitsminister Wes Streeting soll in der neuen britischen Regierung Verteidigungsminister werden, wie das Büro des Regierungschefs mitteilte. In seiner Antrittsrede hatte der Labour-Politiker Burnham am Vortag einen "Zehn-Jahres-Plan" mit ehrgeizigen Zielen angekündigt. Kurz nach der Amtsübernahme telefonierte er mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CSU), US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj.

Textgröße ändern: