The National Times - Esken nicht überzeugt von Steinmeiers Pflichtdienst-Vorstoß

Esken nicht überzeugt von Steinmeiers Pflichtdienst-Vorstoß


Esken nicht überzeugt von Steinmeiers Pflichtdienst-Vorstoß
Esken nicht überzeugt von Steinmeiers Pflichtdienst-Vorstoß / Foto: © AFP/Archiv

SPD-Chefin Saskia Esken will den Vorstoß von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Einführung eines Pflichtdienstes für alle junge Menschen nicht unterstützen. Esken wies am Montag in Berlin darauf hin, dass gerade die jungen Menschen in den mehr als zwei Jahren der Corona-Pandemie "besonders gelitten" hätten. "Diesen Belastungen sollten wir vielleicht nicht noch eine weitere Belastung zufügen", sagte sie.

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Steinmeier hatte die Debatte über einen Pflichtdienst am Wochenende angestoßen. "Ich weiß, dass es nicht einfach werden wird, aber ich wünsche mir, dass wir eine Debatte über eine soziale Pflichtzeit führen", sagte er der "Bild am Sonntag". Es gehe um die Frage, "ob es unserem Land nicht gut tun würde, wenn sich Frauen und Männer für einen gewissen Zeitraum in den Dienst der Gesellschaft stellen."

Esken verwies darauf, dass es freiwillige Angebote wie etwa das Freiwillige Soziale Jahr gebe, die jungen Menschen "eine großartige Chance" böten, sich weiterzuentwickeln - dieses Angebot sei aber auch deshalb so sinnvoll, "weil es freiwillig ist".

Die Reaktionen auf Steinmeiers Vorschlag waren gespalten ausgefallen. Aus der Union kam Zustimmung; von FDP, Linken und Grünen kam Kritik.

R.Campbell--TNT

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