The National Times - Biden ruft auf Amerika-Gipfel zur Verteidigung der Demokratie auf

Biden ruft auf Amerika-Gipfel zur Verteidigung der Demokratie auf


Biden ruft auf Amerika-Gipfel zur Verteidigung der Demokratie auf
Biden ruft auf Amerika-Gipfel zur Verteidigung der Demokratie auf / Foto: © AFP

US-Präsident Joe Biden hat die beim Amerika-Gipfel versammelten Staaten aufgerufen, die Demokratie zu verteidigen und wirtschaftlich stärker zusammenzuarbeiten. Die Demokratie sei "das bestimmende Element der amerikanischen Geschichten" und "die wichtigste Zutat für die Zukunft Amerikas", sagte Biden am Mittwoch in eine Rede vor den Staats- und Regierungschefs in Los Angeles.

Textgröße ändern:

Der US-Präsident hatte den Amerika-Gipfel im Vorfeld als Chance bezeichnet, die Position seines Landes in Mittel- und Südamerika zu stärken. Das Treffen wird allerdings vom Fernbleiben des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador überschattet - der damit gegen die Nicht-Einladung Kubas, Nicaraguas und Venezuelas protestiert. Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard, der López Obrador vertrat, nannte die Entscheidung der USA auf dem Gipfel einen "strategischen Fehler".

Biden ging in seiner Rede am Mittwoch indirekt auf die Differenzen ein. Die amerikanischen Staaten seien "nicht immer in allem einig." Er ergänzte: "Aber da wir Demokratien sind, gehen wir unsere Unterschiede mit gegenseitigem Respekt und im Dialog an."

Biden sprach zudem über die wirtschaftliche Strategie seiner Regierung. Sie wolle Wachstum "von unten und aus der Mitte und nicht von oben." Wirtschaftspolitik nach der "Trickle-down-Theorie" funktioniere weder in den USA noch anderswo, sagte Biden und erntete dafür Applaus. Die Trickle-down-Theorie besagt im Wesentlichen, dass der Wohlstand der Reichsten nach und nach in ärmere Schichten durchrieselt.

Am Donnerstag soll Biden auf dem Gipfel den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro treffen. Das Gespräch birgt Konfliktpotenzial: Der rechtsextreme Bolsonaro ist bekennender Unterstützer von Ex-US-Präsident Donald Trump und hat unter anderem die Rechtmäßigkeit von Bidens Wahlsieg im Jahr 2020 in Frage gestellt.

Die USA hatten zuvor auf dem Amerika-Gipfel bereits mehrere Investitionsprogramme für Mittel- und Südamerika angekündigt. Am Mittwoch gaben US-Vertreter eine Initiative im Umfang von 100 Millionen Dollar (rund 93 Millionen Euro) unter Beteiligung der USA bekannt, um 500.000 Gesundheitsfachkräfte in Lateinamerika auszubilden.

Am Dienstag hatte US-Vizepräsidentin Kamala Harris ein von Privatunternehmen zu stemmendes Investitionspaket in Höhe von 1,9 Milliarden Dollar für die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Mittelamerika angekündigt. Ebenfalls am Dienstag hatte US-Außenminister Antony Blinken Investitionen seines Landes im Kampf gegen digitale Desinformation in Lateinamerika angekündigt.

F.Lim--TNT

Empfohlen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig gewinnt Direktmandat in Schwerin

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bei der Landtagswahl am Sonntag das Direktmandat in ihrem Wahlkreis verteidigt. Im Wahlkreis Schwerin I kam die 52-Jährige nach Angaben der Wahlleitung aus der Nacht zum Montag auf 54,4 Prozent der Erststimmen und setzte sich damit gegen den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Leif-Erik Holm durch. Dieser erreichte 28,2 Prozent der Erststimmen.

AfD gewinnt Wahl in Mecklenburg-Vorpommern vor SPD - CDU verpasst Landtagseinzug

Die AfD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern vor der SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gewonnen. Die Partei von Ministerpräsidentenkandidat Leif-Erik Holm erreichte am Sonntag 38,2 Prozent der Stimmen, wie die Wahlleitung in der Nacht zum Montag mitteilte. Die Sozialdemokraten verbuchten 35,5 Prozent für sich.

Schwesig kann trotz AfD-Sieg weiterregieren - CDU scheitert an Fünfprozenthürde

Trotz ihrer Niederlage gegen die AfD kann Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig voraussichtlich mit ihrer SPD die nächste Landesregierung bilden. Da bei der Landtagswahl im Nordosten erstmals in ihrer Geschichte die CDU voraussichtlich aus einem Landesparlament fliegt, verfügt Schwesig zusammen mit Linkspartei und Grünen über eine Mehrheit. Die AfD reklamierte als Wahlsieger den Regierungsauftrag für sich - allerdings fehlen ihr die Koalitionspartner.

Merz hält an Reformkurs fest - trotz Wahlfiasko für die CDU

Kurs halten - trotz beispielloser Wahlschlappe: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die geplanten Reformen umsetzen, obwohl seine Partei in Mecklenburg-Vorpommern nach Hochrechnungen sogar erstmals aus einem Landtag flog und sich in Berlin der Linkspartei geschlagen geben musste. "Die Reformen müssen kommen", sagte der Kanzler am Sonntagabend in Berlin, der dabei Spekulationen über einen Rücktritt als Kanzler oder Parteivorsitzender eine Absage erteilte. Auch der Koalitionspartner SPD bekräftigte das Festhalten am Reformkurs, meldete jedoch Nachbesserungsbedarf an.

Textgröße ändern: