The National Times - Vor Commonwealth-Tag: König Charles III. ruft zu Zusammenhalt "in unsicheren Zeiten" auf

Vor Commonwealth-Tag: König Charles III. ruft zu Zusammenhalt "in unsicheren Zeiten" auf


Vor Commonwealth-Tag: König Charles III. ruft zu Zusammenhalt "in unsicheren Zeiten" auf
Vor Commonwealth-Tag: König Charles III. ruft zu Zusammenhalt "in unsicheren Zeiten" auf / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Der britische König Charles III. hat anlässlich des bevorstehenden Commonwealth-Tages zum Zusammenhalt "in unsicheren Zeiten" aufgerufen. Der "bemerkenswerte Zusammenschluss von Nationen und Völkern des Commonwealth" komme "im Geiste der Unterstützung und vor allem der Freundschaft zusammen", sagte Charles laut einer am späten Samstagabend auszugsweise vorab veröffentlichten Rede anlässlich des Feiertags am Montag. In diesen "unsicheren Zeiten" sei es "allzu leicht zu glauben, dass unsere Unterschiede Probleme darstellen, anstatt eine Quelle der Stärke und eine Gelegenheit zum Lernen zu sein".

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Der Commonwealth-Tag ist in Großbritannien ein wichtiger Feiertag. Dem Zusammenschluss ehemaliger britischer Kolonien gehören 56 Nationen an. 14 Staaten betrachten Charles III. als ihr Staatsoberhaupt. Die Ansprache des Monarchen soll am Montag in voller Länge veröffentlicht werden.

Traditionell ist die Rolle des britischen Staatsoberhauptes politisch neutral. Allerdings könnte Charles in den diplomatischen Bemühungen Großbritanniens zur Unterstützung der Ukraine eine Schlüsselrolle zukommen: So hatte der 76-jährige Monarch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vergangene Woche in seiner Privatresidenz empfangen. Auch hatte Charles zuvor US-Präsident Donald Trump eine Einladung zu einem historischen zweiten Staatsbesuch übermittelt.

Die vom britischen Premierminister Keir Starmer bei einem Besuch in Washington Ende Februar überbrachte Einladung war ein klarer Versuch, Trump - einen großen Fan des britischen Königshauses - zu umwerben.

Angesichts des drohenden Verlusts jeglicher US-Unterstützung für die Ukraine ringen Großbritannien und die europäischen Länder verstärkt um eine einheitliche Haltung. Starmer hatte angesichts der Hinwendung der US-Regierung zu Moskau am vergangenen Sonntag bei einem Ukraine-Krisengipfel in London eine "Koalition der Willigen" angekündigt.

Er und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten angesichts der Annäherung zwischen den USA und Russland eine Entsendung von Truppen in die Ukraine ins Spiel gebracht, die dort möglicherweise nach einem Waffenruheabkommen mit Moskau den Frieden im Sinne Kiews absichern könnten. Russland lehnt die Entsendung europäischer Streitkräfte zur Einhaltung eines möglichen Friedensabkommens ab.

Laut einem britischen Beamten führen britische Regierungsvertreter dazu Gespräche mit rund 20 Ländern, die Interesse an der Beteiligung an einer solchen Friedensmission bekundet haben. Demnach handelt es sich "größtenteils um europäische und Commonwealth-Partner".

S.Mitchell--TNT

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