The National Times - Trump fährt neue Attacke gegen Selenskyj und auch die Europäer

Trump fährt neue Attacke gegen Selenskyj und auch die Europäer


Trump fährt neue Attacke gegen Selenskyj und auch die Europäer
Trump fährt neue Attacke gegen Selenskyj und auch die Europäer / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat am Montag seine Verbalattacken gegen den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj mit unverminderter Härte fortgesetzt. Trump schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social über Selenskyj: "Dieser Typ will keinen Frieden, solange er die Rückendeckung Amerikas hat."

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Trump zitierte einen Bericht, demzufolge Selenskyj gesagt habe, ein Ende des Ukraine-Kriegs sei noch weit entfernt. "Dies ist die schlimmste Erklärung, die Selenskyj hätte abgeben können, und Amerika wird sich das nicht länger gefallen lassen", kommentierte der US-Präsident.

Am Freitag war es beim Besuch Selenskyjs im Weißen Haus zu einem Eklat von historischen Ausmaßen gekommen. Vor laufenden Kameras im Oval Office griffen Trump und sein Stellvertreter JD Vance den ukrainischen Präsidenten heftig an. In dem lautstarken Wortgefecht warfen sie Selenskyj fehlende Dankbarkeit für die US-Militärhilfe und Respektlosigkeit vor. Trump drohte zugleich mit dem Ende der US-Unterstützung, sollte Selenskyj nicht einem "Deal" mit Russland zustimmen.

Trump kritisierte am Montag dann auch die europäischen Staats- und Regierungschefs, die sich am Vortag in London zu einem Unterstützungsgipfel für die Ukraine getroffen hatten. Unter Bezug auf die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs schrieb der US-Präsident, die europäischen Staatenlenker hätten bei dem Treffen "rundweg erklärt, dass sie den Job nicht ohne die Vereinigten Staaten machen können". Dies sei aber "wahrscheinlich nicht ein großartiges Statement", um "Stärke gegenüber Russland" zu demonstrieren. "Was denken die sich?" fügte Trump hinzu.

Der US-Präsident will ein rasches Ende des Ukraine-Kriegs erreichen, setzt dabei aber auf einen Kurs der starken Annäherung an den russischen Staatschef Wladimir Putin. Während er Putin mit Kritik verschont, bezeichnete er Selenskyj als "Diktator". Zudem gab dem ukrainischen Staatschef die Schuld am russischen Angriffskrieg.

Beim europäischen Krisengipfel am Sonntag in London bekam Selenskyj dann jedoch demonstrative Rückendeckung. Am Tag nach dem Gipfel übte der französische Premierminister François Bayrou in der Nationalversammlung in Paris harte Kritik am Umgang von Trump und Vance mit dem ukrainischen Präsidenten. Im Oval Office habe sich eine "schockierende Szene" abgespielt, die von "Brutalität" und dem "Versuch der Erniedrigung" geprägt gewesen sei. Doch Selensky habe die "Ehre der Ukraine" und die "Ehre Europas" verteidigt, indem er "nicht eingeknickt" sei, sagte Bayrou.

Es gebe "zwei Opfer" dieses Vorfalls, resümierte der französische Regierungschef: "die Sicherheit der Ukraine" sowie "die Identität und Einheit des Westens".

P.Jones--TNT

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