The National Times - Von der Leyen: EU und Indien wollen Freihandelsabkommen vorantreiben

Von der Leyen: EU und Indien wollen Freihandelsabkommen vorantreiben


Von der Leyen: EU und Indien wollen Freihandelsabkommen vorantreiben
Von der Leyen: EU und Indien wollen Freihandelsabkommen vorantreiben / Foto: © AFP

Die EU will ein lange geplantes Freihandelsabkommen mit Indien vorantreiben und prüft Möglichkeiten einer Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft mit dem Land. Dies erklärte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag zum Auftakt eines zweitägigen Besuchs bei Indiens Premierminister Narendra Modi in Neu Delhi. "Ich kann ankündigen, dass wir eine künftige Sicherheits- und Verteidigungspartnerschaft mit Indien nach dem Vorbild der Partnerschaften mit Japan und Südkorea prüfen", sagte die EU-Kommissionspräsidentin in der indischen Hauptstadt vor dem Treffen mit Modi.

Textgröße ändern:

Dies werde dabei helfen, "unsere Arbeit zur Bekämpfung gemeinsamer Bedrohungen zu intensivieren, sei es in Bezug auf grenzüberschreitenden Terrorismus, Bedrohungen der maritimen Sicherheit, Cyberangriffe" oder Angriffe auf die kritische Infrastruktur. Von der Leyen wird bei ihrem zweitägigen Besuch vom Großteil ihrer 26 Brüsseler Kommissarinnen und Kommissare begleitet. Die Bemühungen um bessere Beziehungen der EU zu Indien erfolgen vor dem Hintergrund der Ankündigung von US-Handelszöllen gegen zahlreiche Länder durch US-Präsident Donald Trump.

Von der Leyen bekräftigte in Neu Delhi auch Pläne für ein Freihandelsabkommen. "Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien wäre das größte Abkommen dieser Art in der Welt", sagte sie. Sie und Modi hätten vereinbart, daran zu arbeiten, dass das Abkommen noch in diesem Jahr zustande kommt.

Die EU hofft zudem, durch bessere Beziehungen mit Indien dem wachsenden Einfluss Chinas im asiatisch-pazifischen Raum besser entgegentreten zu können - etwa beim Aufbau widerstandsfähiger Lieferketten und der Regulierung neuer Technologien, einschließlich künstlicher Intelligenz. Es wurde erwartet, dass auch der Ukraine-Krieg ein Thema der Gespräche sein dürfte.

D.Kelly--TNT

Empfohlen

Frankreich: Streit um politische Verantwortung für Schülerproteste

Die gewaltsamen Schülerproteste in Frankreich haben am Donnerstag einen heftigen Streit darüber ausgelöst, ob die linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI) hinter der Bewegung steht. Die Regierung berief sich dabei auf Geheimdiensterkenntnisse, die LFI wies den Vorwurf zurück. Bis in die Abendstunden wurden nach Angaben des Innenministeriums 1949 Menschen festgenommen, 305 Polizisten und Gendarmen wurden demnach verletzt.

Paris: Macron und Milei beraten über Rohstoffe und Investitionen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat seinen argentinischen Kollegen Javier Milei am Donnerstag zu Wirtschaftsgesprächen in Paris empfangen. Dabei berieten die beiden Staatschefs nach Angaben des französischen Präsidialamts unter anderem über Rohstoffe wie Lithium und Kupfer. Der französische Energiekonzern TotalEnergies kündigte Investitionen von knapp zehn Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro) in dem südamerikanischen Land an.

US-Außenminister Rubio reist nach Island und Südeuropa

US-Außenminister Marco Rubio reist kommende Woche nach Island und Südeuropa. Erste Station der am Montag beginnenden viertägigen Reise ist die isländische Hauptstadt Reykjavik, wie das Außenministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Dort werde Rubio mit Regierungsvertretern über die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft und Sicherheit sprechen.

Von ICE-Mitarbeiter getötet: Familie von Renee Good verklagt Trump-Regierung

Die Familie der von der US-Einwanderungsbehörde ICE getöteten US-Bürgerin Renee Good verklagt die Regierung von Präsident Donald Trump. Wie aus Gerichtsdokumenten vom Donnerstag hervorgeht, wurden zwei Klagen auf Bundesebene eingereicht, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Die Angehörigen von Good fordern zudem Schadenersatz. Die 37-jährige Good war am 7. Januar in der Stadt Minneapolis am Rande von Protesten gegen Abschieberazzien erschossen worden.

Textgröße ändern: