The National Times - Kleinerer Bundestag: IW sieht Einsparungen bei bis zu 125 Millionen Euro jährlich

Kleinerer Bundestag: IW sieht Einsparungen bei bis zu 125 Millionen Euro jährlich


Kleinerer Bundestag: IW sieht Einsparungen bei bis zu 125 Millionen Euro jährlich
Kleinerer Bundestag: IW sieht Einsparungen bei bis zu 125 Millionen Euro jährlich / Foto: © AFP/Archiv

Die Verkleinerung des Bundestags nach der Wahl könnte nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) jährlich einen dreistelligen Millionenbetrag einsparen. Wie das Forschungsinstitut am Donnerstag in Köln mitteilte, würde der Bundeshaushalt um bis zu 125 Millionen Euro pro Jahr entlastet. Hintergrund ist die unter der Ampel-Koalition beschlossene Wahlrechtsreform: Durch sie schrumpft das Parlament von derzeit 733 auf 630 Abgeordnete.

Textgröße ändern:

Die Diäten der Abgeordneten fallen bei den Einsparungen laut IW relativ wenig ins Gewicht. Sie machen demnach bei 103 Abgeordneten jährlich rund 13 Millionen Euro aus. Der größte Posten sind den Angaben zufolge die Einsparungen bei den Mitarbeitergehältern der Abgeordneten. Sie beliefen sich auf rund 44 Millionen Euro.

Auch die Geldleistungen an die Fraktionen könnten um bis zu 20 Millionen Euro sinken, hieß es. Dies sei aber abhängig davon, wie viele Parteien tatsächlich in den Bundestag einziehen und dann Fraktionen bilden - derzeit ist nicht sicher, ob FDP, BSW und womöglich auch die Linke erneut im Parlament vertreten sind.

Hinzu kämen Einsparungen bei Reisen, Kosten im Krankheitsfall und sonstigen Sozialleistungen, Büroausstattung und Computertechnik. Das IW ging in seinen Berechnungen von den Angaben im Bundeshaushalt 2024 aus und rechnete diese dann anteilsmäßig auf die wegfallenden Abgeordneten um.

Zu Buche schlagen würde dabei auch eine steuerfreie Aufwandspauschale von monatlich 5349,58 Euro pro Abgeordneten. Sie dient zur Finanzierung von Wahlkreisbüros oder Zweitwohnungen in Berlin. Bei 103 Abgeordneten summiert sich dies auf Einsparungen von auf 6,6 Millionen Euro.

Bei den Gebäuden bleibe der Effekt dagegen gering, erklärte das IW. Und auch in der Bundestagsverwaltung dürfte sich dem Institut zufolge demnach vorerst wenig verändern.

Die in den Umfragen führende Union hat allerdings dort unabhängig von der Verkleinerung des Parlaments Einsparungen geplant. In ihrem Wahlprogramm hat die Union angekündigt, sie wolle das Personal nicht nur in der Ministerial-, sondern auch in der Bundestagsverwaltung um "mindestens zehn Prozent" verringern.

W.Phillips--TNT

Empfohlen

Nach Explosion im Grenzgebiet: Kim-Schwester bezeichnet Südkorea als "abscheulich"

Nach einer Explosion im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea hat die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un Südkorea als "abscheulich" bezeichnet. In der ersten öffentlichen Reaktion aus Pjöngjang zu dem Vorfall in der Entmilitarisierten Zone sagte Kim Yo Jong am Freitag, Seoul habe "sogar eine Entschuldigung gefordert". Dies sei "wirklich abscheulich".

Sprecher: Regierung zu Einigung bei Zuckersteuer "in guten Gesprächen"

Die Bundesregierung geht davon aus, dass es im Streit um die Zuckersteuer zeitnah zu einer Einigung kommt. Die betroffenen Ministerien seien "bei dem Thema in guten Gesprächen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Freitag in Berlin. Er sei "zuversichtlich, dass wir auch bei dem Thema zu einer guten Einigung kommen".

Albaniens Regierungschef: EU belügt die Ukraine hinsichtlich eines EU-Beitritts

Albaniens Regierungschef Edi Rama hat das Vorgehen der EU in den Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine scharf kritisiert. "Schauen Sie die Ukraine an. Was man ihr verspricht, ist eine Lüge", sagte Rama der "Welt am Sonntag" in einem am Freitag vorab verbreiteten Interview. "Auf dem regulären Beitrittsweg, mit allen Kriterien, wird sie nie aufgenommen. Das wissen alle."

Verkehrschaos in Kiew nach russischen Drohnenangriffen auf wichtige Brücke

Russische Drohnenangriffe haben zur Sperrung einer der wichtigsten Brücken in Kiew geführt und den Verkehr in der ukrainischen Hauptstadt zum Erliegen gebracht. Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten am Freitag lange Schlangen stehender Autos und Busse auf den Hauptstraßen der ukrainischen Hauptstadt, da Verkehrsteilnehmer angesichts der Sperrung der Südbrücke Ausweichrouten suchten. Diese ist eine von acht Brücken, die den Osten und Westen Kiews über den Dnipro verbinden, sie wurde in beide Richtungen voll gesperrt.

Textgröße ändern: