The National Times - Bayerisches Gericht muss Urteil über Quarantäne in Pandemiezeit korrigieren

Bayerisches Gericht muss Urteil über Quarantäne in Pandemiezeit korrigieren


Bayerisches Gericht muss Urteil über Quarantäne in Pandemiezeit korrigieren
Bayerisches Gericht muss Urteil über Quarantäne in Pandemiezeit korrigieren / Foto: © AFP/Archiv

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof muss eine Entscheidung über Quarantänemaßnahmen während der Coronapandemie korrigieren. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hob ein Urteil aus München am Mittwochnachmittag auf. Dabei geht es um eine Verordnung aus dem November 2020. (Az. 3 CN 5.23)

Textgröße ändern:

Das bayerische Gericht erklärte sie im August 2023 nachträglich für unwirksam. Die Verordnung regelte den Umgang mit Menschen, die aus einem Risikogebiet nach Bayern einreisten. Sie mussten für zehn Tage in häusliche Quarantäne gehen. Als Risikogebiete galten Staaten, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Coronainfektion bestand. Maßgeblich dafür war die jeweilige aktuelle Einstufung des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Dagegen wandten sich Antragsteller, die im Januar 2021 nach Dubai gereist waren und nach Bayern zurückkamen. Dubai galt damals als Risikogebiet. Der Verwaltungsgerichtshof erklärte, dass die bayerische Regelung nicht auf das Infektionsschutzgesetz habe gestützt werden können. Die Einreise aus einem ausländischen Risikogebiet allein begründe keinen Ansteckungsverdacht. Die Regelung dürfe dabei nicht auf die RKI-Veröffentlichungen verweisen.

Der Freistaat Bayern wandte sich gegen diese Entscheidung an das Bundesverwaltungsgericht, das dem bayerischen Gericht nun widersprach. Dessen Urteil verletze Bundesrecht. Die Umstände, die zur Einstufung als Risikogebiet führten, konnten dem Bundesverwaltungsgericht zufolge in der damaligen Infektions- und Kenntnislage einen generellen Ansteckungsverdacht begründen. Darum habe die Regelung auf das RKI verweisen dürfen.

Da im konkreten Fall noch Feststellungen zur Sache fehlten, konnte das Bundesverwaltungsgericht aber nicht selbst abschließend entscheiden. Es verwies das Verfahren zurück an den bayerischen Verwaltungsgerichtshof.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Nach Explosion im Grenzgebiet: Kim-Schwester bezeichnet Südkorea als "abscheulich"

Nach einer Explosion im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea hat die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un Südkorea als "abscheulich" bezeichnet. In der ersten öffentlichen Reaktion aus Pjöngjang zu dem Vorfall in der Entmilitarisierten Zone sagte Kim Yo Jong am Freitag, Seoul habe "sogar eine Entschuldigung gefordert". Dies sei "wirklich abscheulich".

Sprecher: Regierung zu Einigung bei Zuckersteuer "in guten Gesprächen"

Die Bundesregierung geht davon aus, dass es im Streit um die Zuckersteuer zeitnah zu einer Einigung kommt. Die betroffenen Ministerien seien "bei dem Thema in guten Gesprächen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Freitag in Berlin. Er sei "zuversichtlich, dass wir auch bei dem Thema zu einer guten Einigung kommen".

Albaniens Regierungschef: EU belügt die Ukraine hinsichtlich eines EU-Beitritts

Albaniens Regierungschef Edi Rama hat das Vorgehen der EU in den Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine scharf kritisiert. "Schauen Sie die Ukraine an. Was man ihr verspricht, ist eine Lüge", sagte Rama der "Welt am Sonntag" in einem am Freitag vorab verbreiteten Interview. "Auf dem regulären Beitrittsweg, mit allen Kriterien, wird sie nie aufgenommen. Das wissen alle."

Verkehrschaos in Kiew nach russischen Drohnenangriffen auf wichtige Brücke

Russische Drohnenangriffe haben zur Sperrung einer der wichtigsten Brücken in Kiew geführt und den Verkehr in der ukrainischen Hauptstadt zum Erliegen gebracht. Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten am Freitag lange Schlangen stehender Autos und Busse auf den Hauptstraßen der ukrainischen Hauptstadt, da Verkehrsteilnehmer angesichts der Sperrung der Südbrücke Ausweichrouten suchten. Diese ist eine von acht Brücken, die den Osten und Westen Kiews über den Dnipro verbinden, sie wurde in beide Richtungen voll gesperrt.

Textgröße ändern: