The National Times - Krankenstand in Deutschland bleibt hoch - Werte weiter höher als vor Coronapandemie

Krankenstand in Deutschland bleibt hoch - Werte weiter höher als vor Coronapandemie


Krankenstand in Deutschland bleibt hoch - Werte weiter höher als vor Coronapandemie
Krankenstand in Deutschland bleibt hoch - Werte weiter höher als vor Coronapandemie / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Der Krankenstand bei deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist einer Analyse der Betriebskrankenkassen (BKK) zufolge weiterhin hoch. Die Rate lag im vergangenen Jahr bei durchschnittlich 5,9 Prozent, wie der BKK-Dachverband am Mittwoch in Berlin mitteilte. Damit lag sie auf dem Niveau des Vorjahres und weiterhin deutlich über den Werten vor der Coronapandemie.

Textgröße ändern:

Hauptursache für den anhaltend hohen Krankenstand sei weiter die starke Zunahme von Atemwegserkrankungen seit dem Ende der Coronamaßnahmen im März 2022. Auch andere Infektionskrankheiten nahmen laut BKK-Dachverband seither sprunghaft und deutlich zu.

Doch auch die Umstellung des Meldeverfahrens zur Arbeitsunfähigkeit wirke sich auf die Statistik aus. Seit 2022 werden die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) von den Arztpraxen flächendeckend elektronisch an die Krankenkassen übermittelt, was zu einer realistischeren Abbildung des tatsächlichen Krankenstands führt.

Zudem steigen weiterhin kontinuierlich die krankheitsbedingten Fehlzeiten im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen. Während 2016 im Jahresdurchschnitt 0,62 Prozent des Krankenstands auf psychische Erkrankungen zurückzuführen waren, waren es 2024 bereits 0,93 Prozent.

"In Zeiten, in denen wir immer mehr AU-Tage aufgrund psychischer Erkrankungen beobachten, müssen die Betriebe und Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf das Wohlbefinden ihrer Beschäftigten legen", erklärte BKK-Verbandschef Franz Knieps. "Schlechte Arbeit kann krank machen, gute Arbeit macht gesund."

Generell sei eine gesunde und vertrauensvolle Unternehmenskultur essenziell, erklärte Knieps. Anwesenheit sollte nicht belohnt und Abwesenheit nicht bestraft werden. "Entscheidend ist das Ergebnis der Arbeit."

Der BKK-Dachverband ist die politische Interessenvertretung von 65 Betriebskrankenkassen und vier Landesverbänden mit rund 9,6 Millionen Versicherten. In die vorliegende Analyse flossen den Angaben zufolge die Daten von 4,7 Millionen Beschäftigen ein.

D.Kelly--TNT

Empfohlen

Flydubai-Pilot schildert Angriff: "Konnte all diese Menschen nicht sterben lassen"

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf eine Flydubai-Maschine mit 174 Passagieren an Bord hat der verletzte Pilot erstmals die dramatischen Minuten im Cockpit geschildert. "Ich habe versucht, mein eigenes Leben zu retten, aber ich wusste, dass ich all diese Menschen nicht sterben lassen konnte", sagte der von seinem Co-Piloten attackierte indische Flugkapitän Smit Machchhar am Freitag. US-Präsident Donald Trump deutete unterdessen eine Beteiligung Irans an und drohte mit harten Konsequenzen.

Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berliner Tiergarten beschmiert

Eine Bank in Regenbogenfarben, die im Berliner Tiergarten an den Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) erinnert, ist innerhalb weniger Wochen zum vierten Mal beschädigt worden. Sie wurde großflächig mit schwarzer Farbe besprüht, wie die Polizei in der Bundeshauptstadt am Freitag mitteilte. Die Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes wegen des Verdachts der gemeinschädlichen Sachbeschädigung liefen.

Schweizer Präsident Parmelin gibt Regierungsposten zum Jahresende auf

Der Schweizer Präsident Guy Parmelin gibt seinen Regierungsposten zum Jahresende auf. Der 66-jährige Politiker von der rechtsgerichteten Schweizerischen Volkspartei (SVP) kündigte am Freitag an, zum 31. Dezember als Wirtschaftsminister zurückzutreten - am selben Tag endet auch seine einjährige Präsidentschaft. Er wolle in geopolitisch unsicheren Zeiten "frischen Kräften Platz machen", sagte Parmelin bei einer Pressekonferenz.

Übertragungsfehler bei Wahl in Berlin: Weniger Parlamentssitze als angenommen

Wegen eines Fehlers bei der Übertragung von Wahlergebnissen muss die Zahl der Sitze im Berliner Abgeordnetenhaus nach unten korrigiert werden. Im künftigen Parlament werden nicht wie bislang angenommen 158, sondern 153 Abgeordnete sitzen, wie Landeswahlleiter Stephan Bröchler am Freitag auf Anfrage mitteilte. CDU, SPD und Grüne verlieren jeweils ein Mandat, die Linke zwei Sitze.

Textgröße ändern: