The National Times - Mögliche AfD-Unterstützung: Scholz wirft Merz "schweren Fehler" vor

Mögliche AfD-Unterstützung: Scholz wirft Merz "schweren Fehler" vor


Mögliche AfD-Unterstützung: Scholz wirft Merz "schweren Fehler" vor
Mögliche AfD-Unterstützung: Scholz wirft Merz "schweren Fehler" vor / Foto: © AFP

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) scharf kritisiert, weil dieser die Unterstützung der AfD bei seinen umstrittenen Forderungen zur Migrationspolitik in Kauf nehmen will. "Das ist ein schwerer Fehler", sagte Scholz am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag. Merz habe mit seinem Vorgehen den "Grundkonsens unserer Republik im Affekt aufgekündigt", dass niemals mit extrem Rechten gemeinsame Sache gemacht werden dürfe.

Textgröße ändern:

Die Unions-Fraktion will als Konsequenz der Gewalttaten von Aschaffenburg und Magdeburg am Nachmittag zwei Anträge zur Verschärfung der Migrations- und Asylpolitik ins Parlament einbringen. Sie sehen unter anderem die direkte Zurückweisung von Flüchtlingen an den deutschen Grenzen vor. Dies soll auch für solche mit möglichem Schutzanspruch gelten.

"Das ist die Antwort der Populisten", kritisierte Scholz, der von "Scheinlösungen" sprach, die bald wieder von den Gerichten kassiert würden. Denn neben dem Grundrecht auf Asyl wollten CDU/CSU damit auch gegen europäisches Recht verstoßen.

Der Kanzler warnte dabei vor "fataler Signalwirkung", wenn das größte EU-Land offen europäisches Recht breche. "Denn wenn wir aussteigen aus den europäischen Regeln, dann steigen auch andere aus", sagte Scholz.

"Gerade in dieser Zeit, wo Russland unsere Friedensordnung bedroht" und US-Präsident Donald Trump "einen neuen politischen Kurs einschlägt", sei "die Einigkeit Europas wichtiger denn je", betonte Scholz. Dies gelte auch für die Migrationspolitik.

Der Kanzler verwies dabei darauf, dass auf EU-Ebene nach jahrelangen Verhandlungen eine Einigung auf eine Reform der europäischen Asylpolitik gelungen ist. Diese "große europäische Einigung", die im Sinne Deutschlands sei, setze Merz mit "undurchdachten Ankündigen und rechtswidrigen Vorschlägen aufs Spiel". Scholz betonte mit Blick auf den Unionskanzlerkandidaten: "Ein deutscher Bundeskanzler darf kein Zocker sein."

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Emiratische Behörden: Flydubai-Copilot plante "Terrorakt"

Der Copilot der Flydubai-Maschine hat nach Angaben der emiratischen Behörden einen "Terrorakt" geplant. Der aus dem Oman stammende Mann habe den Piloten am Mittwoch auf dem Flug von Dubai nach Israel mit der Notaxt im Cockpit angegriffen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur WAM am Samstag die Generalstaatsanwaltschaft. Der Copilot verletzte den Piloten schwer, konnte aber von Passagieren überwältigt werden, so dass die Maschine mit mehr als 170 Menschen an Bord später sicher landete.

Parlamentswahl in Lettland hat begonnen

In Lettland haben am Samstag die Parlamentswahlen begonnen. Sicherheit und Verteidigung sind die wichtigsten Themen für die Wählerinnen und Wähler, gefolgt von wirtschaftlichen Fragen. Trotz Zugewinnen für populistische und Protestparteien wird erwartet, dass bei der Wahl der proeuropäische und proukrainische Kurs des baltischen Staates mit 1,8 Millionen Einwohnern bestätigt wird. In Umfragen führt die Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs.

G7 geben Rohöl- und Diesel-Reserven frei - Trump schließt Diesel-Exportstopp aus

Angesichts der massiv gestiegenen Spritpreise haben sich die G7-Staaten auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven verständigt - ein zuvor von den USA angedrohter Diesel-Exportstopp ist laut US-Präsident Donald Trump vom Tisch. "Wir werden kein Exportverbot verhängen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus und lobte die Entscheidung der europäischen Staaten, Diesel aus ihren Reserven freizugeben.

Lettland wählt neues Parlament unter Druck russischer Bedrohung

In Lettland wird am Samstag unter dem Eindruck wiederholter Drohnenvorfälle und der Bedrohung durch Russland ein neues Parlament gewählt. Trotz Zugewinnen für populistische und Protestparteien wird erwartet, dass bei der Wahl der proeuropäische und proukrainische Kurs des baltischen Staates mit 1,8 Millionen Einwohnern bestätigt wird. In Umfragen führt die Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs.

Textgröße ändern: