The National Times - Scholz: Nicht am Grundrecht auf Asyl rütteln

Scholz: Nicht am Grundrecht auf Asyl rütteln


Scholz: Nicht am Grundrecht auf Asyl rütteln
Scholz: Nicht am Grundrecht auf Asyl rütteln / Foto: © AFP

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat eindringlich vor einer Einschränkung des Asylrechts in Deutschland gewarnt. "Das Recht auf Asyl ist fester Bestandteil unserer Rechts- und Werteordnung. Daran dürfen wir nicht rütteln", sagte Scholz am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag. Das Asylrecht sei "die unmittelbare Antwort auch auf das Grauen der NS-Herrschaft", stellte Scholz klar.

Textgröße ändern:

Der Kanzler führte weiter aus: "Es gebietet der Anstand, dass wir klar unterscheiden zwischen denen, die sich auf das Recht auf Asyl berufen können und jenen, für die das nicht gilt." Das Asylrecht biete Schutz vor Gewalt, Krieg und Terror. Unter anderem in ihm fänden Menschlichkeit und Gerechtigkeit ihren Ausdruck.

Scholz hält am Mittwoch eine Regierungserklärung zur Migrationspolitik. Anlass ist der tödliche Messerangriff von Aschaffenburg vor einer Woche. Die Unions-Fraktion stellt am Nachmittag zwei Anträge zur namentlichen Abstimmung, die unter anderem die Zurückweisung von Schutzsuchenden an den deutschen Grenzen vorsieht. Die SPD kritisierte bereits, dass dadurch das grundgesetzlich garantierte Recht auf Asyl faktisch ausgesetzt würde.

Scholz erklärte sich in seiner Regierungserklärung bereit, "jeden neuen Vorschlag zu unterstützen, der unseren Behörden die Arbeit weiter erleichtert". Aber die Taten von Mannheim, Solingen, Magdeburg und Aschaffenburg "hätten durch die konsequente Anwendung bestehender Gesetze verhindert werden können - allesamt", sagte der Kanzler weiter.

Die bestehenden Regeln seien von den Behörden aber nicht konsequent ausgenutzt worden, kritisierte der Kanzler - und warf im Fall des Täters von Aschaffenburg insbesondere Bayern schwere Versäumnisse vor. "Deshalb sage ich bewusst wir haben ein Vollzugsdefizit", sagte er. Es seien "Dinge schiefgelaufen im Freistaat Bayern". Aber auch auf Ebene der Bundesverwaltung habe es Versäumnisse gegeben : "Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hätte schneller sein müssen."

S.O'brien--TNT

Empfohlen

Emiratische Behörden: Flydubai-Copilot plante "Terrorakt"

Der Copilot der Flydubai-Maschine hat nach Angaben der emiratischen Behörden einen "Terrorakt" geplant. Der aus dem Oman stammende Mann habe den Piloten am Mittwoch auf dem Flug von Dubai nach Israel mit der Notaxt im Cockpit angegriffen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur WAM am Samstag die Generalstaatsanwaltschaft. Der Copilot verletzte den Piloten schwer, konnte aber von Passagieren überwältigt werden, so dass die Maschine mit mehr als 170 Menschen an Bord später sicher landete.

Parlamentswahl in Lettland hat begonnen

In Lettland haben am Samstag die Parlamentswahlen begonnen. Sicherheit und Verteidigung sind die wichtigsten Themen für die Wählerinnen und Wähler, gefolgt von wirtschaftlichen Fragen. Trotz Zugewinnen für populistische und Protestparteien wird erwartet, dass bei der Wahl der proeuropäische und proukrainische Kurs des baltischen Staates mit 1,8 Millionen Einwohnern bestätigt wird. In Umfragen führt die Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs.

G7 geben Rohöl- und Diesel-Reserven frei - Trump schließt Diesel-Exportstopp aus

Angesichts der massiv gestiegenen Spritpreise haben sich die G7-Staaten auf die Freigabe von bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren Reserven verständigt - ein zuvor von den USA angedrohter Diesel-Exportstopp ist laut US-Präsident Donald Trump vom Tisch. "Wir werden kein Exportverbot verhängen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus und lobte die Entscheidung der europäischen Staaten, Diesel aus ihren Reserven freizugeben.

Lettland wählt neues Parlament unter Druck russischer Bedrohung

In Lettland wird am Samstag unter dem Eindruck wiederholter Drohnenvorfälle und der Bedrohung durch Russland ein neues Parlament gewählt. Trotz Zugewinnen für populistische und Protestparteien wird erwartet, dass bei der Wahl der proeuropäische und proukrainische Kurs des baltischen Staates mit 1,8 Millionen Einwohnern bestätigt wird. In Umfragen führt die Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste von Ministerpräsident Andris Kulbergs.

Textgröße ändern: