The National Times - UNO: Lage Goma "extrem besorgniserregend" - Botschaften in Kinshasa attackiert

UNO: Lage Goma "extrem besorgniserregend" - Botschaften in Kinshasa attackiert


UNO: Lage Goma "extrem besorgniserregend" - Botschaften in Kinshasa attackiert
UNO: Lage Goma "extrem besorgniserregend" - Botschaften in Kinshasa attackiert / Foto: © AFP

Die UNO hat die Lage in der umkämpften Stadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo als "extrem besorgniserregend" bezeichnet. Es gebe Berichte über Vergewaltigungen und Plünderungen, sagte der Sprecher des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (Ocha), Jens Laerke, am Dienstag vor Pressevertretern in Genf. In der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa attackierten Demonstranten die Botschaften mehrerer Staaten, denen sie Untätigkeit angesichts der anhaltenden Gewalt vorwerfen.

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Laerke sagte, Ocha habe "Berichte über geschlechtsspezifische Gewalt und Vergewaltigungen durch Kämpfer, Plünderungen, einschließlich eines humanitären Lagers, und Angriffe auf humanitäre und gesundheitliche Einrichtungen" in Goma erhalten. Die UNO habe bereits nicht unbedingt erforderliche humanitäre Helfer verlegt, "aber das unerlässliche Personal bleibt in Goma", sagte Laerke.

Ein Lager des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) soll ebenfalls geplündert worden sein. Die Sprecherin der WFP in der Demokratischen Republik Kongo, Shelley Thakral, sagte in einer Videoschalte mit Pressevertretern, die Plünderungen zeigten, "wie verzweifelt die Menschen jetzt sind". Aufgrund der Sicherheitsbedenken habe das WFP die Ernährungshilfen vorübergehend gestoppt. "Die nächsten 24 Stunden werden kritisch sein, da die Vorräte langsam zur Neige gehen und die Menschen sehen müssen, was sie finden können, um zu überleben", sagte Thakral.

Kämpfer der von Ruanda unterstützten Gruppe M23 und ruandische Soldaten waren am Sonntagabend in das Stadtzentrum von Goma eingedrungen. Es gab widersprüchliche Angaben darüber, wie viel von Goma noch unter kongolesischer Kontrolle stand. Am Dienstag waren erneut Schüsse in der Stadt zu hören. M23-Kämpfer und ruandische Soldaten eroberten nach Angaben aus Sicherheitskreisen zudem den Flughafen der Großstadt.

Am Montag wurden mehr als 360 Menschen in Krankenhäusern behandelt, die bei den Kämpfen verletzt wurden. Nach Zählung der Nachrichtenagentur AFP gab es mindestens 17 Tote.

Unterdessen attackierten wütende Demonstranten in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa mehrere Botschaften. Die Menge griff neben der Botschaft Ruandas auch die Botschaften Frankreichs, Belgiens und der USA an. Die US-Botschaft riet ihren Bürgern, "an Ort und Stelle zu bleiben und Bewegungen zu vermeiden". Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot verurteilte den Angriff auf die französische Botschaft als "inakzeptabel" und erklärte, ein Feuer in dem Gebäude sei mittlerweile unter Kontrolle.

Der kenianische Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Korir Sing'Oei, verurteilte im Onlinedienst X Angriffe auf die Botschaften Kenias, Ugandas und Südafrikas durch "marodierende Demonstranten".

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnte außerdem vor einem Austritt von Virenproben aus einem Labor - darunter solche des Ebola-Virus. Es sei wichtig, "die Proben zu schützen, die von den Kämpfen betroffen sein könnten", sagte der IKRK-Regionaldirektor für Afrika, Patrick Youssef, in Genf. Er warnte vor "unvorstellbaren Konsequenzen".

Das Rote Kreuz äußerte sich ebenfalls besorgt über die humanitäre Lage in Goma. Viele Menschen, die durch Schüsse oder Explosionen verletzt worden seien, suchten demnach Einrichtungen des Roten Kreuzes auf. Seit Anfang des Monats hätten Mitarbeiter des Roten Kreuzes mehr als 600 Verletzte behandelt, fast die Hälfte von ihnen Zivilisten und viele von ihnen Frauen und Kinder.

Die an Bodenschätzen reichen kongolesischen Provinzen Nord- und Süd-Kivu im Osten des zentralafrikanischen Landes sind seit drei Jahrzehnten von Konflikten geprägt. Die M23 hat sich dabei als stärkste bewaffnete Gruppe erwiesen. Seit 2021 hat sie weite Gebiete im Osten erobert, tausende Menschen vertrieben und eine humanitäre Krise ausgelöst.

R.Hawkins--TNT

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