The National Times - Paus stellt Pläne für Demokratieförderprogramm vor - Finanzierung 2025 gesichert

Paus stellt Pläne für Demokratieförderprogramm vor - Finanzierung 2025 gesichert


Paus stellt Pläne für Demokratieförderprogramm vor - Finanzierung 2025 gesichert
Paus stellt Pläne für Demokratieförderprogramm vor - Finanzierung 2025 gesichert / Foto: © AFP/Archiv

Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hat neue Schwerpunkte für das Demokratieförderprogramm des Bundes vorgestellt. In der dritten Förderperiode des Programms "Demokratie leben!" stünden unter anderem "Verschwörungsdenken und Hass im Netz" sowie strukturschwache Regionen im Fokus, erklärte Paus am Dienstag. Zudem werde die Förderperiode auf acht Jahre bis 2032 verlängert, um beteiligten Organisationen mehr Planungssicherheit zu geben.

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Mit dem Programm fördert das Bundesfamilienministerium seit 2015 zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und Vielfalt sowie die Arbeit gegen Radikalisierung und Polarisierung in der Gesellschaft. Paus betonte, Demokratieförderung könne "nicht allein auf Ehrenamtliche abgewälzt werden. Ehrenamt braucht Hauptamt, um sich entfalten zu können".

Für die dritte Förderperiode von 2025 bis 2032 wurden 333 Partnerschaften für Demokratie geschlossen. Hinzu kommen Projekte für 16 Landes-Demokratiezentren, 15 Vorhaben im Strafvollzug, 125 Innovationsprojekte und 14 Kooperationsverbünde.

Für das laufende Jahr will das Ministerium voraussichtlich 182 Millionen Euro für das Programm bereit stellen. Auch wenn nach dem Bruch der Ampel-Koalition noch kein Haushalt 2025 beschlossen ist, sei die Finanzierung der Projekte gesichert, teilte ein Ministeriumssprecher mit. "Im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung können alle Projekte von 'Demokratie leben!' finanziert werden, für die eine positive Antragsentscheidung vorliegt. Für das Jahr 2025 ist somit finanzielle Planungssicherheit gegeben."

Ziel ist es, auch für die folgenden Jahre Mittel "mindestens in gleicher Höhe zur Verfügung zu stellen", erklärte das Ministerium weiter. Damit sollten "valide Planungen auf Seiten der Verwaltung und der zivilgesellschaftlichen Träger ermöglicht werden.

Paus erklärte, das Ministerium habe das Programm ausgeweitet. "So fördern wir mehr Projekte und einen bundesweiten Kooperationsverbund im Bereich Antisemitismus. Unsere Demokratie steht unter Druck und es ist unser aller Pflicht, darauf zu reagieren."

Die grüne Ministerin forderte vor diesem Hintergrund erneut eine Verabschiedung des Demokratiefördergesetzes. Denn der Bund bekäme damit "den gesetzlichen Auftrag, Projekte zur Demokratieförderung zu unterstützen", betonte Paus. "Es wäre damit keine Kannleistung des Bundes wie zur Zeit, sondern eine Pflichtaufgabe mit hohen Transparenz- und Rechenschaftspflichten gegenüber dem Parlament."

W.Baxter--TNT

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