The National Times - Marokko dementiert Verbindungen zu in Deutschland festgenommenem mutmaßlichen Spion

Marokko dementiert Verbindungen zu in Deutschland festgenommenem mutmaßlichen Spion


Marokko dementiert Verbindungen zu in Deutschland  festgenommenem mutmaßlichen Spion
Marokko dementiert Verbindungen zu in Deutschland festgenommenem mutmaßlichen Spion / Foto: © AFP/Archiv

Die marokkanischen Behörden haben Verbindungen zu einem in Deutschland festgenommenen mutmaßlichen Spion dementiert. Der Mann habe "keine Verbindungen zu marrokanischen Geheimdiensten und hat nie Informationen für sie gesammelt", erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus marokkanischen Sicherheitskreisen.

Textgröße ändern:

Der mutmaßliche Spion war am Mittwoch nach rund sechswöchiger Auslieferungshaft in Spanien nach Deutschland ausgeliefert worden. Unmittelbar bei seiner Ankunft am Flughafen von Frankfurt am Main sei der Verdächtige festgenommen worden, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Donnerstag mit. Sie wirft dem Mann vor, Anhänger einer oppositionellen marokkanischen Protestbewegung in der Bundesrepublik ausgespäht zu haben.

Der Beschuldigte wurde demnach bereits am 1. Dezember in Spanien aufgrund eines europäischen Haftbefehls gefasst und kam in Auslieferungshaft. Laut Bundesanwaltschaft soll er spätestens im Januar 2022 damit begonnen haben, hierzulande Mitglieder der Hirak-Bewegung für einen marokkanischen Dienst auszuspionieren. Sie legt ihm geheimdienstliche Agententätigkeit zur Last. Bei dem Mann handelt es sich den Angaben zufolge um einen mutmaßlichen Mittäter eines bereits im August 2023 vom Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilten marokkanischen Geheimagenten.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Nach Scheitern von Wohnungspaket: Zehntausende protestieren in Spanien

Nach dem Scheitern eines Regulierungspakets gegen die Wohnungsnot im Parlament sind in Spanien erneut zehntausende Menschen für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen. Allein in der Hauptstadt Madrid beteiligten sich am Samstag nach Behördenangaben 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000. Auch in mehreren anderen Städten gab es Proteste.

Zweites Treffen: Rot-Grün-Rot in Berlin verständigt sich auf "gemeinsamen Weg"

Die Berliner Landesverbände von Linken, Grünen und SPD haben sich bei einem zweiten Treffen nach der Wahl "auf einen weiteren gemeinsamen Weg verständigt". Dies geht aus einer gleichlautenden Erklärung hervor, welche die drei Parteien am Samstag verbreiteten. "In der kommenden Woche werden wir die aktuellen Gespräche zu einem Ergebnis führen", hieß es darin weiter.

Bilanz mit pessimistischen Untertönen: Steinmeier warnt vor Gefahr für Demokratie

Besorgte Mahnungen zum Ende einer langen Amtszeit: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat wenige Monate vor seinem Ausscheiden aus dem Amt vor einer ernsthaften Gefährdung für Demokratie und Zusammenhalt in Deutschland gewarnt. In seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit beklagte Steinmeier am Samstag in Bremen eine "unerträgliche politische Demagogie extremistischer Kräfte", die an den Grundfesten des Staates rüttle. Er rief die Bundesregierung auf, trotz allen Widerstands ihren Reformkurs fortzusetzen.

Lettland wählt neues Parlament unter dem Eindruck russischer Bedrohung

In Lettland haben die Bürger am Samstag unter dem Eindruck der russischen Bedrohung und wachsender wirtschaftlicher Sorgen ein neues Parlament gewählt. Sicherheit und Verteidigung prägten den Wahlkampf in dem baltischen Staat ebenso wie steigende Lebenshaltungskosten, niedrige Löhne und Probleme im Gesundheitssystem. Die ersten Teilergebnisse wurden für Samstagabend erwartet, das vorläufige amtliche Ergebnis für Sonntag.

Textgröße ändern: