The National Times - Konservative Gerb-Partei bildet Regierungskoalition in Bulgarien

Konservative Gerb-Partei bildet Regierungskoalition in Bulgarien


Konservative Gerb-Partei bildet Regierungskoalition in Bulgarien
Konservative Gerb-Partei bildet Regierungskoalition in Bulgarien / Foto: © AFP/Archiv

Die konservative Gerb-Partei Bulgariens hat sich mit drei anderen Parteien auf eine Regierungskoalition geeinigt. Bei einer Zeremonie am Mittwoch beauftragte Bulgariens Präsident Rumen Radew den Gerb-Politiker Rossen Jeliaskow mit der Bildung einer neuen Regierung. Damit endet eine politische Krise, die den EU-Mitgliedstaat monatelang beschäftigt hatte.

Textgröße ändern:

Teil der Koalition sind neben der konservativen Gerb auch die sozialistische BSP, die rechtspopulistische ITN und die Partei der türkischen Minderheit. Der designierte Ministerpräsident Jeliaskow erklärte, alle vier Parteien hätten ihre "ernsthaften ideologischen, politischen Differenzen" beigelegt und seien "notwendige Kompromisse" eingegangen. Die vier Parteien verfügen mit 126 von 240 Sitzen über eine knappe einfache Mehrheit im bulgarischen Parlament.

Präsident Radew kündigte an, mit einem Dekret an das Parlament eine Abstimmung über die Kabinettsmitglieder bereits am Donnerstag möglich zu machen.

Mit der voraussichtlichen Regierungsbildung kehrt vorerst Ruhe in dem ärmsten EU-Mitgliedstaat ein. Die Parlamentswahl im vergangenen Oktober war bereits die siebte in drei Jahren gewesen. Die Gerb-Partei wurde stärkste Kraft, hatte aber lange Zeit Schwierigkeiten, Koalitionspartner zu finden.

Den turbulenten Krisenjahren war der Rücktritt des jahrelangen Regierungschefs Bojko Borissow von der Gerb-Partei vorausgegangen. Anti-Korruptions-Proteste im Jahr 2021 hatten ihn zu Fall gebracht. Nun kehrt seine Partei zurück an die Spitze der bulgarischen Regierung, wenn auch nicht mit Borissow als Regierungschef.

Beobachter sagen der Regierungskoalition eine harte Zeit voraus. "Es wird eine schwierige Koalition sein, mit Parteien, die immer wieder erklärt haben, dass sie nicht miteinander regieren können", sagte Daniel Smilow von der bulgarischen Denkfabrik Centre for Liberal Strategies dem öffentlichen Radiosender BNR diese Woche. Doch allein die Tatsache, dass es eine Regierung geben wird, ist laut Smilow positiv.

Für Bulgarien ist ein Ende der politischen Krise auch deshalb wichtig, weil der Staat seit Jahren der Eurozone beitreten möchte. Zum 1. Januar dieses Jahres war Bulgarien bereits in den Schengenraum aufgenommen werden, auf einen Beitritt der Eurozone möchte der Balkanstaat sich ab dem Jahr 2026 bewerben.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

ALEX BODI UND BOTSCHAFTER GUM DOMINIC MATIOK DER REPUBLIK SÜDSUDAN BESPRECHEN IN BERLIN DIE MÖGLICHKEIT EINES HONORARKONSULATS IN BUKAREST

Der rumänische Unternehmer Alex Bodi (41) und der südsudanesische Botschafter Gum Dominic Matiok Matiok (60) haben am 27. September 2026 im Berliner Hotel Ritz-Carlton über die Einrichtung eines Honorarkonsulats der Republik Südsudan in Bukarest gesprochen. Zur Diskussion steht damit eine konsularische Anlaufstelle, die den Austausch zwischen beiden Ländern unterstützen könnte, wobei Bodi als Honorarkonsul vorgesehen ist.

Nach Scheitern von Wohnungspaket: Zehntausende protestieren in Spanien

Nach dem Scheitern eines Regulierungspakets gegen die Wohnungsnot im Parlament sind in Spanien erneut zehntausende Menschen für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen. Allein in der Hauptstadt Madrid beteiligten sich am Samstag nach Behördenangaben 70.000 Menschen an den Demonstrationen, die Organisatoren sprachen von 500.000. Auch in mehreren anderen Städten gab es Proteste.

Zweites Treffen: Rot-Grün-Rot in Berlin verständigt sich auf "gemeinsamen Weg"

Die Berliner Landesverbände von Linken, Grünen und SPD haben sich bei einem zweiten Treffen nach der Wahl "auf einen weiteren gemeinsamen Weg verständigt". Dies geht aus einer gleichlautenden Erklärung hervor, welche die drei Parteien am Samstag verbreiteten. "In der kommenden Woche werden wir die aktuellen Gespräche zu einem Ergebnis führen", hieß es darin weiter.

Bilanz mit pessimistischen Untertönen: Steinmeier warnt vor Gefahr für Demokratie

Besorgte Mahnungen zum Ende einer langen Amtszeit: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat wenige Monate vor seinem Ausscheiden aus dem Amt vor einer ernsthaften Gefährdung für Demokratie und Zusammenhalt in Deutschland gewarnt. In seiner Rede zum Tag der Deutschen Einheit beklagte Steinmeier am Samstag in Bremen eine "unerträgliche politische Demagogie extremistischer Kräfte", die an den Grundfesten des Staates rüttle. Er rief die Bundesregierung auf, trotz allen Widerstands ihren Reformkurs fortzusetzen.

Textgröße ändern: