The National Times - DAK-Studie: Rekordkrankenstand nicht auf "Blaumachen" zurückzuführen

DAK-Studie: Rekordkrankenstand nicht auf "Blaumachen" zurückzuführen


DAK-Studie: Rekordkrankenstand nicht auf "Blaumachen" zurückzuführen
DAK-Studie: Rekordkrankenstand nicht auf "Blaumachen" zurückzuführen / Foto: © AFP/Archiv

Der Rekordkrankenstand in Deutschland ist nach einer DAK-Studie nicht auf das "Blaumachen" von Beschäftigten zurückzuführen. Grund für den sprunghaften Anstieg der Fehltage seien vor allem ein neues elektronisches Meldeverfahren und Erkältungswellen, wie eine am Dienstag von der DAK in Hamburg veröffentliche Sonderauswertung ergab. DAK-Vorstandschef Andreas Storm forderte eine offene Debatte über die tatsächlichen Ursachen des Krankenstands und warnte vor einer "Misstrauenskultur in der Arbeitswelt".

Textgröße ändern:

Zuletzt hatte der Chef des Versicherungskonzerns Allianz, Oliver Bäte, vorgeschlagen, den sogenannten Karenztag bei Krankmeldungen wieder einzuführen. Damit würden die Arbeitnehmer die Kosten für den ersten Krankheitstag selbst tragen. Bäte begründete dies mit dem hohen Krankenstand von Arbeitnehmern in Deutschland mit durchschnittlich 20 Tagen pro Jahr, während der EU-Schnitt bei acht Krankheitstagen liege. Deutschland sei mittlerweile "Weltmeister bei den Krankmeldungen", kritisierte der Unternehmenschef.

Im Auftrag der DAK wertete nun das Iges-Institut die Daten von 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten der Kasse aus den Jahren 2019 bis einschließlich 2023 aus. Zudem befragte Forsa mehr als 7000 Erwerbstätige.

Bei den Fehltagen gab es demnach erstmals von 2021 auf 2022 einen sprunghaften Anstieg um fast 40 Prozent. Die Anzahl durchschnittlicher Fehltage pro Kopf und Jahr stieg damit von etwa 15 Tagen in früheren Jahren auf rund 20 Tage an und verharrt seitdem auf diesem Niveau.

Als Grund für die Steigerung nennt die DAK ein neues elektronisches Meldeverfahren, Seitdem gehen Arztatteste zur Arbeitsunfähigkeit automatisch bei den Krankenkassen ein. Der Studie zufolge beträgt der Meldeeffekt abhängig von der Diagnose rund 60 Prozent und mehr. Ein Drittel der zusätzlichen Fehltage ergebe sich seit 2022 zudem durch verstärkte Erkältungswellen und Coronainfektionen.

Für einen systematischen Missbrauch der telefonischen Krankschreibung, die mit als Grund für den Rekordkrankenstand diskutiert wurde, sieht die Studie demnach keinerlei Anzeichen. Insgesamt nähmen Krankmeldungen wegen leichter Erkältungskrankheiten, unabhängig von der telefonischen Krankschreibung, einen "saisonalen Verlauf".

Insgesamt ließ sich mit 36 Prozent mehr als ein Drittel der befragten Beschäftigten bereits einmal per Telefon krankschreiben. Als Grund gaben 72 Prozent an, dass der eigene Gesundheitszustand keinen Arztbesuch zugelassen habe. 86 Prozent wollen zudem vermeiden, dass sich andere Menschen im Wartezimmer bei ihnen anstecken.

"Unsere Studie belegt, dass die große Mehrheit der Beschäftigten verantwortungsbewusst mit der telefonischen Krankschreibung umgeht", erklärte Storm. "Blaumachen hat nicht das Ausmaß, den Krankenstand signifikant nach oben zu treiben."

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

"Wahrer Held": Netanjahu lädt indischen Piloten des Flydubai-Flugs nach Israel ein

Nach der Vereitelung eines mutmaßlichen Anschlags auf eine Flydubai-Maschine mit vorwiegend israelischen Passagieren an Bord hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den indischen Piloten Smit Machchhar als "wahren Helden" bezeichnet und ihn nach Israel eingeladen. "Sie sind ein wahrer Held der tapferen Völker Indiens und Israels, und Sie sind ein Held der ganzen Welt", sagte Netanjahu am Samstag zu dem im Krankenhaus liegenden verletzten Piloten in einem Telefonat, wie ein von Netanjahus Büro veröffentlichtes Video zeigte.

ALEX BODI ȘI AMBASADORUL REPUBLICII SUDANUL DE SUD, GUM DOMINIC MATIOK, DISCUTĂ LA BERLIN DESPRE POSIBILITATEA ÎNFIINȚĂRII UNUI CONSULAT ONORIFIC LA BUCUREȘTI

Antreprenorul român Alex Bodi (41 de ani) și ambasadorul sud-sudanez Gum Dominic Matiok Matiok (60 de ani) au discutat, la 27 septembrie 2026, la hotelul Ritz-Carlton din Berlin, despre înființarea unui consulat onorific al Republicii Sudanul de Sud la București. Este avută astfel în vedere o reprezentanță consulară care ar putea sprijini schimburile dintre cele două țări, Bodi fiind propus pentru funcția de consul onorific.

Nach Luftangriffen auf Sanaa: Huthi-Miliz im Jemen greift Aramco-Anlage in Riad an

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine Anlage des saudiarabischen Ölriesen Aramco in Riad angegriffen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Samstag von einem Brand in der Anlage in der Hauptstadt. Zuvor hatten die Huthis der Armee Saudi-Arabiens vorgeworfen, 26 Luftangriffe auf die von der Miliz kontrollierte jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen zu haben.

Ex-BSW Politikerin Wolf warnt Wagenknecht vor Unterstützung der AfD in Sachsen-Anhalt

Thüringens Finanzministerin Katja Wolf hat vor der konstituierenden Sitzung des Landtags in Sachsen-Anhalt scharfe Kritik am Kurs ihrer Ex-Partei BSW geübt und diese vor einer Unterstützung der AfD gewarnt. "Das BSW wird der AfD erstmals zum Vorsitz über ein Landesparlament verhelfen", sagte Wolf der Nachrichtenseite ntv.de in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview. "Der AfD den Landtagspräsidenten zu überlassen, halte ich aber für falsch, weil das eine sehr machtvolle Position ist", betonte Wolf.

Textgröße ändern: