The National Times - Messerangriff auf vermeintliche "Charlie Hebdo"-Mitarbeiter: Prozess in Paris begonnen

Messerangriff auf vermeintliche "Charlie Hebdo"-Mitarbeiter: Prozess in Paris begonnen


Messerangriff auf vermeintliche "Charlie Hebdo"-Mitarbeiter: Prozess in Paris begonnen
Messerangriff auf vermeintliche "Charlie Hebdo"-Mitarbeiter: Prozess in Paris begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Kurz vor dem zehnten Jahrestag des Anschlags auf das Satireblatt "Charlie Hebdo" hat in Paris am Montag ein Prozess wegen eines späteren Messerangriffs auf vermeintliche Mitarbeiter der Zeitschrift begonnen. Sechs Männer aus Pakistan müssen sich vor einem Jugendgericht verantworten, weil drei von ihnen zum Tatzeitpunkt 2020 noch minderjährig waren.

Textgröße ändern:

Der heute 29 Jahre alte Täter Zaheer M. entschuldigte sich zum Auftakt des Prozesses bei den beiden Menschen, die er damals schwer verletzt hatte. "Es sind schlimme Taten, ich bitte die Opfer und ihre Familien um Verzeihung", sagte er mit Blick auf die Opfer, die er vor dem früheren Redaktionssitz von "Charlie Hebdo" mit einem Hackebeil im Gesicht getroffen hatte.

Er war davon ausgegangen, dass der Mann und die Frau Mitarbeiter der Zeitschrift gewesen waren. Zu diesem Zeitpunkt war die Redaktion jedoch aus Sicherheitsgründen längst an einen öffentlich nicht bekannten Ort umgezogen. "Wenn jemand den Propheten beleidigt, muss man ihn töten", hatte Zaheer M. den Ermittlern gesagt.

Damals lief gerade der Prozess gegen die Mitverantwortlichen der islamistischen Anschläge gegen die Satirezeitschrift und weitere Ziele in Paris vom Januar 2015. "Charlie Hebdo" hatte die Mohammed-Karikaturen, die ein Auslöser der Anschläge waren, anlässlich des Prozesses erneut veröffentlicht. Dies hatte zu Protesten in zahlreichen muslimischen Ländern geführt, auch in Pakistan.

Der Haupttäter war 2018 ohne Papiere nach Frankreich gekommen. Die Ermittler machten fünf mutmaßliche Unterstützer aus, mit denen er unter anderem Videos mit Gewaltaufrufen islamistischer Prediger ausgetauscht hatte. Der Prozess soll bis zum 24. Januar dauern.

F.Jackson--TNT

Empfohlen

Wahlen in in Bosnien und Herzegowina zu zentralem Staatspräsidium und Parlamenten

In Bosnien und Herzegowina wird am Sonntag gewählt. Die Bürgerinnen und Bürger des in einen serbischen und einen kroatisch-muslimischen Teilstaat geteilten Landes bestimmen das zentrale Parlament und die beiden regionalen Parlamente neu. Auch wählen sie die Präsidenten der Teilrepubliken und das dreiköpfige Staatspräsidium des Zentralstaats. Die Präsidentschaft ist mit einem Kroaten, einem bosnischen Muslim und einem Serben besetzt.

Lula gegen Bolsonaro-Sohn: Brasilien wählt Präsidenten und Parlament

Brasilien wählt am Sonntag seinen Präsidenten sowie große Teile seines Parlaments. Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und sein wichtigster Herausforderer Flávio Bolsonaro liegen in den Umfragen eng beieinander. Erreicht keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, findet am 25. Oktober eine Stichwahl statt.

Rechtsextreme Gruppen wollen in Madrid zu Protestcamp gegen Wohnungsnot vordringen

Inmitten der seit Tagen anhaltenden Proteste gegen die Wohnungsnot in Spanien haben sich am Samstagabend Dutzende Mitglieder rechtsextremer Gruppe im Zentrum von Madrid versammelt. Einige versuchten, das auf der Plaza del Sol von Aktivisten errichtete Protestcamp zu erreichen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Einige aus der Gruppe zeigten den Hitlergruß. Die Polizei verstellte den Rechtsextremen den Weg in das Protestcamp.

"Wahrer Held": Netanjahu lädt indischen Piloten des Flydubai-Flugs nach Israel ein

Nach der Vereitelung eines mutmaßlichen Anschlags auf eine Flydubai-Maschine mit vorwiegend israelischen Passagieren an Bord hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den indischen Piloten Smit Machchhar als "wahren Helden" bezeichnet und ihn nach Israel eingeladen. "Sie sind ein wahrer Held der tapferen Völker Indiens und Israels, und Sie sind ein Held der ganzen Welt", sagte Netanjahu am Samstag zu dem im Krankenhaus liegenden verletzten Piloten in einem Telefonat, wie ein von Netanjahus Büro veröffentlichtes Video zeigte.

Textgröße ändern: