The National Times - 41 Prozent der eingewanderten Volljährigen wären 2023 wahlberechtigt gewesen

41 Prozent der eingewanderten Volljährigen wären 2023 wahlberechtigt gewesen


41 Prozent der eingewanderten Volljährigen wären 2023 wahlberechtigt gewesen
41 Prozent der eingewanderten Volljährigen wären 2023 wahlberechtigt gewesen / Foto: © AFP/Archiv

Hätten 2023 Bundestagswahlen stattgefunden, wären 41 Prozent der Volljährigen mit Einwanderungsgeschichte wahlberechtigt gewesen. Von den 17,1 Millionen Volljährigen mit Einwanderungsgeschichte, die Ende des vergangenen Jahres in Deutschland lebten, waren 7,1 Millionen wahlberechtigt, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Textgröße ändern:

Der Anteil der Menschen mit Migrationsgeschichte an allen Wahlberechtigten lag damit bei zwölf Prozent. Zehn Jahre zuvor hatte er noch bei neun Prozent gelegen. Eine Einwanderungsgeschichte hat, wer selbst oder dessen beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland einwanderten.

27 Prozent der Wahlberechtigten mit Einwanderungsgeschichte besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft seit der Geburt. Jeweils rund ein Drittel erwarb die deutsche Staatsangehörigkeit durch eine Einbürgerung oder besaß sie aufgrund des Status als Spätaussiedler. Weniger als ein Prozent erwarb sie durch Adoption durch mindestens einen deutschen Elternteil.

Von den Volljährigen, die selbst nach Deutschland einwanderten, waren 36 Prozent wahlberechtigt. Im Schnitt lebten sie bereits seit 32 Jahren in der Bundesrepublik. Von ihren volljährigen Nachkommen waren 71 Prozent wahlberechtigt.

Bei der Wahlbeteiligung gleichen sich Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte an. Der Unterschied lag 2022 bei 6,8 Prozentpunkten. 88,4 Prozent der volljährigen Wahlberechtigten mit und 95,2 Prozent derjenigen ohne Einwanderungsgeschichte gaben bei einer Nachwahlbefragung an, bei der Bundestagswahl 2021 ihre Stimme abgegeben zu haben. 2009 hatte die Differenz zwischen beiden Gruppen noch bei 16,6 Prozentpunkten gelegen.

W.Baxter--TNT

Empfohlen

Wähler in Bosnien und Herzegowina bestimmen neue Parlamente und Präsidenten

In Bosnien und Herzegowina sind am Sonntag die Amtsträger im komplexen politischen System des früheren Bürgerkriegslandes gewählt worden. Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet.

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Luftalarm, Drohnenangriff und eine scharfe Warnung aus Moskau: Bei einem Besuch unter dramatischen Umständen in Kiew hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unbeirrt in seiner Unterstützung für die Ukraine gezeigt. Er sagte dem Land am Sonntag Militär- und Infrastruktur-Hilfen von über einer Milliarde Euro zu. Während seines Besuchs wurde eine Brücke in Kiew von einer russischen Drohne getroffen.

SPD wehrt sich in Reformdebatte gegen Blockadevorwürfe aus der Union

Die SPD ist Kritik aus der Union entgegengetreten, sie verzögere vereinbarte Reformvorhaben. "Blockadevorwürfe, öffentliche Forderungen oder Ultimaten bringen uns ehrlich gesagt nicht weiter - sie machen die Suche nach gemeinsamen Lösungen sogar eher langwieriger", sagte Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, am Sonntag der "Süddeutschen Zeitung". "Was uns weiterbringt, ist der Blick auf das, was uns verbindet und was wir gemeinsam erreichen wollen."

Selenskyj: Washington plant neue trilaterale Gespräche mit Kiew und Moskau im Oktober

Die USA planen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj neue trilaterale Gespräche der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten bis Ende Oktober stattfinden, sagte Selenskyj am Sonntag vor Journalisten in Kiew. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt.

Textgröße ändern: