The National Times - Merz bestätigt Zustimmung zu Steuergesetz und Kindergelderhöhung

Merz bestätigt Zustimmung zu Steuergesetz und Kindergelderhöhung


Merz bestätigt Zustimmung zu Steuergesetz und Kindergelderhöhung
Merz bestätigt Zustimmung zu Steuergesetz und Kindergelderhöhung / Foto: © AFP

Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) hat bestätigt, dass CDU und CSU im Bundestag nun doch den Vorhaben der früheren Ampel-Koalition für Steuererleichterungen und die Erhöhung des Kindergelds zustimmen werden. Danach müsse Kanzler Olaf Scholz (SPD) allerdings in Verhandlungen mit den Ländern treten, sagte Merz am Montag in Berlin. Denn sie müssten "mehr als die Hälfte der Steuerausfälle" durch das Gesetz tragen.

Textgröße ändern:

"Das müssen auch die Länder bezahlen können", sagte Merz. "Das ist ein nicht unerheblicher Steuerausfall für die Länder." Merz kündigte an, er selbst wolle am Donnerstagabend mit den Ministerpräsidenten der Union über die Frage sprechen.

Die rot-grüne Minderheitsregierung hatte sich vergangene Woche mit dem ehemaligen Ampel-Partner FDP darauf verständigt, die Erhöhung von Kindergeld, Kinderfreibeträgen und Kinderzuschlag sowie den Abbau der kalten Progression zu beschließen. Dabei sollen schleichende Steuererhöhungen durch Lohn- und Preissteigerungen über die Anpassung von Grundfreibetrag und Steuertarif verhindert werden. Die Union unterstützte dies zwar schon länger, hatte aber zunächst angekündigt, den Beschluss rückwirkend in einer neuen Regierung treffen zu wollen.

Als weiteres Gesetzesvorhaben, bei dem die Union zustimmen wolle, nannte Merz die Pläne zum besseren Schutz des Bundesverfassungsgerichts. Auch dem Gasumlagegesetz, das europäische Nachbarn von der Gasumlage ausnehmen solle, wolle sich die Union anschließen.

Nach der gescheiterten Vertrauensfrage im Bundestag, mit der der Weg für Neuwahlen eröffnet wurde, stellte sich Merz auf einen "sehr harten Wahlkampf" ein. Die SPD werde nicht davor zurückschrecken, Dinge zu behaupten, die wahrheitswidrig seien, sagte er. Er bekräftigte dabei erneut, dass er keine Absicht habe, Renten zu kürzen oder das Renteneintrittsalter nach hinten zu verschieben.

Als "wirkliche Niedertracht" habe er empfunden, wie Scholz am Montag in der Debatte zur Vertrauensfrage mit FDP-Chef Christian Lindner umgegangen sei. Der Kanzler hatte den Liberalen "wochenlange Sabotage" der Ampel-Koalition vorgeworfen und ihnen die "nötige sittliche Reife" für eine Regierungsbeteiligung abgesprochen.

A.M.James--TNT

Empfohlen

Wähler in Bosnien und Herzegowina bestimmen neue Parlamente und Präsidenten

In Bosnien und Herzegowina sind am Sonntag die Amtsträger im komplexen politischen System des früheren Bürgerkriegslandes gewählt worden. Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet.

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Luftalarm, Drohnenangriff und eine scharfe Warnung aus Moskau: Bei einem Besuch unter dramatischen Umständen in Kiew hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unbeirrt in seiner Unterstützung für die Ukraine gezeigt. Er sagte dem Land am Sonntag Militär- und Infrastruktur-Hilfen von über einer Milliarde Euro zu. Während seines Besuchs wurde eine Brücke in Kiew von einer russischen Drohne getroffen.

SPD wehrt sich in Reformdebatte gegen Blockadevorwürfe aus der Union

Die SPD ist Kritik aus der Union entgegengetreten, sie verzögere vereinbarte Reformvorhaben. "Blockadevorwürfe, öffentliche Forderungen oder Ultimaten bringen uns ehrlich gesagt nicht weiter - sie machen die Suche nach gemeinsamen Lösungen sogar eher langwieriger", sagte Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, am Sonntag der "Süddeutschen Zeitung". "Was uns weiterbringt, ist der Blick auf das, was uns verbindet und was wir gemeinsam erreichen wollen."

Selenskyj: Washington plant neue trilaterale Gespräche mit Kiew und Moskau im Oktober

Die USA planen nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj neue trilaterale Gespräche der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten bis Ende Oktober stattfinden, sagte Selenskyj am Sonntag vor Journalisten in Kiew. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt.

Textgröße ändern: