The National Times - Taiwan meldet großes chinesisches Militärmanöver in Gewässern um die Insel

Taiwan meldet großes chinesisches Militärmanöver in Gewässern um die Insel


Taiwan meldet großes chinesisches Militärmanöver in Gewässern um die Insel
Taiwan meldet großes chinesisches Militärmanöver in Gewässern um die Insel / Foto: © AFP

China hält nach Angaben aus Taiwan derzeit eine der bislang größten Militärübungen rund um die Insel ab. "Fast 90" Schiffe der chinesischen Marine und Küstenwache befänden sich in den Gewässern entlang der sogenannten ersten Inselkette, welche die japanische Präfektur Okinawa, Taiwan und die Philippinen miteinander verbindet, sagte am Dienstag ein hochrangiger taiwanischer Sicherheitsbeamter der Nachrichtenagentur AFP.

Textgröße ändern:

Taiwans Verteidigungsministerium meldete zudem die Sichtung von 47 chinesischen Flugzeugen innerhalb von 24 Stunden - die größte Zahl innerhalb eines Tages seit einem riesigen chinesischen Militärmanöver infolge der Ansprache von Taiwans Präsident Lai Ching-te zum Nationalfeiertag Mitte Oktober.

Laut dem Sprecher des Verteidigungsministeriums, Sun Li-fang, ist die Zahl der chinesischen Schiffe in den Gewässern weitaus größer als während eines chinesischen Manövers 2022 nach einem Besuch der damaligen Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taipeh.

China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die wieder mit dem Festland vereinigt werden soll - notfalls mit militärischer Gewalt. Peking verstärkte in den vergangenen Jahren seine militärischen Aktivitäten rund um Taiwan verstärkt.

In etwas mehr als zwei Jahren hielt China vier groß angelegte Militärübungen um Taiwan ab, darunter die Übungen als Reaktion auf Pelosis Besuch und zwei seit Lais Amtsantritt im Mai.

In China berichteten zunächst weder die Volksbefreiungsarmee noch staatliche Medien über verstärkte militärische Aktivitäten im Ostchinesischen Meer, in der Straße von Taiwan oder im Südchinesischen Meer.

Eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking sagte jedoch am Montag, dass China seine Souveränität "entschlossen verteidigen" werde, nachdem Taiwans Militär angesichts der chinesischen Übungen in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden war.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

Bosnisch-serbischer Hardliner Dodik erklärt sich zum Wahlsieger und dankt Trump und Putin

Bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat der abgesetzte bosnische Serbenführer Milorad Dodik nach eigenen Angaben seine Macht in der serbischen Teilrepublik gesichert. "Ich erkläre, dass wir gewonnen haben", sagte Dodik am Sonntag vor Unterstützern in Banja Luka, der Hauptstadt der Republika Srpska. Seine Partei habe sowohl in der Teilrepublik gewonnen als auch den serbischen Sitz des dreiköpfigen Staatspräsidiums des Zentralstaats.

Wähler in Bosnien und Herzegowina bestimmen neue Parlamente und Präsidenten

In Bosnien und Herzegowina sind am Sonntag die Amtsträger im komplexen politischen System des früheren Bürgerkriegslandes gewählt worden. Der Beginn des Urnengangs verlief holprig, vielerorts gab es technische Probleme mit der neu eingeführten biometrischen Technik. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen, erste Ergebnisse wurden für den späten Abend erwartet.

Kanzler in Kiew: Hilfe für Ukraine zur Abwehr "barbarischer Angriffe" aus Russland

Luftalarm, Drohnenangriff und eine scharfe Warnung aus Moskau: Bei einem Besuch unter dramatischen Umständen in Kiew hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) unbeirrt in seiner Unterstützung für die Ukraine gezeigt. Er sagte dem Land am Sonntag Militär- und Infrastruktur-Hilfen von über einer Milliarde Euro zu. Während seines Besuchs wurde eine Brücke in Kiew von einer russischen Drohne getroffen.

SPD wehrt sich in Reformdebatte gegen Blockadevorwürfe aus der Union

Die SPD ist Kritik aus der Union entgegengetreten, sie verzögere vereinbarte Reformvorhaben. "Blockadevorwürfe, öffentliche Forderungen oder Ultimaten bringen uns ehrlich gesagt nicht weiter - sie machen die Suche nach gemeinsamen Lösungen sogar eher langwieriger", sagte Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, am Sonntag der "Süddeutschen Zeitung". "Was uns weiterbringt, ist der Blick auf das, was uns verbindet und was wir gemeinsam erreichen wollen."

Textgröße ändern: