The National Times - Wachsender Druck auf Trumps Kandidat für die Leitung des Pentagon

Wachsender Druck auf Trumps Kandidat für die Leitung des Pentagon


Wachsender Druck auf Trumps Kandidat für die Leitung des Pentagon
Wachsender Druck auf Trumps Kandidat für die Leitung des Pentagon / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Der vom designierten US-Präsidenten Donald Trump für das Amt des Verteidigungsministers vorgesehene TV-Moderator Pete Hegseth gerät zunehmend unter Druck. Bis zu sechs republikanische Senatoren hätten ernsthafte Zweifel an der Eignung des 44-Jährigen, berichtete der Sender NBC News am Mittwoch. Unter den Kritikern sei auch der Senator Lindsey Graham, einer der treuesten Trump-Verbündeten.

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Einige Medienberichte über Hegseth seien "sehr beunruhigend", sagte Graham dem Sender CBS News. Selbstverständlich bekomme der 44-Jährige die Gelegenheit, sich zu verteidigen, "aber einige dieser Dinge werden schwierig werden".

Hegseth werden unter anderem Alkoholmissbrauch sowie sexuelle Gewalt gegen eine Frau im Jahr 2017 vorgeworfen. Nach Informationen der "Washington Post" zahlte Hegseth einen Betrag in unbekannter Höhe an die Frau, um eine Klage und einen Prozess zu verhindern.

Befeuert wurden die Vorwürfe durch eine Email seiner Mutter aus dem Jahr 2018, in der sie ihrem zum dritten Mal verheirateten Sohn vorgeworfen hatte, Frauen routinemäßig schlecht zu behandeln. Hegseth selbst sagte am Mittwoch dem Sender CBS, Trump habe ihm am Morgen Rückendeckung gegeben und gesagt, er solle weiter kämpfen. Dies werde er tun.

Hegseth ist auch in der Kritik wegen seiner Tätowierungen mit Symbolen und Parolen aus dem Mittelalter, die in den vergangenen Jahren in großem Stil von weißen Rassisten und Neonazis verwendet wurden. Bei der Vereidigung von Joe Biden im Januar 2021 wurde Hegseth wegen Sicherheitsbedenken aus dem Korps der Nationalgarde entfernt.

Als Chef des Pentagon stünde Hegseth, der praktisch über keine Regierungserfahrung verfügt, an der Spitze einer Militärverwaltung mit 3,4 Millionen Soldaten und zivilen Mitarbeitern sowie einem Jahresbudget von mehr als 850 Milliarden Dollar (806,6 Milliarden Euro). Zum Lebenslauf des einstigen Soldaten gehören Kampferfahrungen in Afghanistan und im Irak, in der Nationalgarde stieg er bis zum Rang eines Majors auf.

Um ernannt zu werden, benötigt Hegseth die Zustimmung des Senats, in dem die Republikaner bei der Wahl am 5. November die Mehrheit zurückerobert haben. Allerdings könnte dort eine kleine Zahl von Abweichlern dazu führen, dass die nötige einfache Mehrheit der Stimmen verfehlt wird.

Trump musste bereits den Rückzug seines Wunschkandidaten Matt Gaetz für den Posten des Justizministers hinnehmen. Auch dem Rechtsaußenpolitiker Gaetz wurde fehlende Erfahrung vorgehalten, aber vor allem vielfaches Fehlverhalten als Kongressabgeordneter.

D.S.Robertson--TNT

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