The National Times - Nach Parlamentswahl in Island: Sozialdemokraten mit Regierungsbildung beauftragt

Nach Parlamentswahl in Island: Sozialdemokraten mit Regierungsbildung beauftragt


Nach Parlamentswahl in Island: Sozialdemokraten mit Regierungsbildung beauftragt
Nach Parlamentswahl in Island: Sozialdemokraten mit Regierungsbildung beauftragt / Foto: © AFP/Archiv

Nach dem Sieg der Sozialdemokraten bei der Parlamentswahl in Island hat Präsidentin Halla Tomasdottir die bisherige Oppositionspartei mit der Regierungsbildung beauftragt. Sie habe Parteichefin Kristrun Frostadottir ein Mandat zur Regierungsbildung erteilt, erklärte Tomasdottir am Dienstag. Sowohl Frostadottir als auch die Chefs anderer Parteien hätten ihr mitgeteilt, dass die Sondierungsgesprächen liefen, fügte die Präsidentin hinzu.

Textgröße ändern:

Die Sozialdemokraten hatten bei der vorgezogenen Parlamentswahl am Samstag ein Ergebnis von 20,8 Prozent erzielt und sich damit 15 der insgesamt 63 Sitze im Parlament sichern können. Sie konnten damit ihr Ergebnis der vorherigen Wahl von 2021 mehr als verdoppeln.

Die 36-jährige Frostadottir könnte zusammen mit der Mitte-Rechts stehenden Liberalen Reformpartei und der Mitte-Links stehenden Volkspartei eine Regierungskoalition bilden. Die Liberalen waren bei der Wahl mit 15,8 Prozent und elf Sitzen die dritterfolgreichste Partei. Die Volkspartei erreichte 13,8 Prozent und zehn Sitze. Die Parteien hatten sich für eine Wiederaufnahme der Beitrittsgespräche Islands mit der EU ausgesprochen, die 2013 ausgesetzt worden waren.

Die konservative Unabhängigkeitspartei von Ministerpräsident Bjarni Benediktsson hatte wie erwartet Stimmen verloren und erreichte 19,4 Prozent der Stimmen beziehungsweise 14 Sitze im Parlament. Sie fuhr damit das schlechteste Ergebnis in ihrer Geschichte ein.

Der vorzeitige Urnengang war notwendig geworden, weil Benediktssons Koalition Mitte Oktober auseinandergebrochen war. Das Dreierbündnis aus der Unabhängigkeitspartei, den Linksgrünen und der Fortschrittspartei hatte sich unter anderem in der Migrations- und Energiepolitik sowie in außenpolitischen Fragen zerstritten. Bei der Wahl spielten zudem die Gesundheitsversorgung, Wirtschaftsthemen und die Wohnungspolitik eine große Rolle.

P.Barry--TNT

Empfohlen

Präsidentenstichwahl in Brasilien zwischen rechtem Bolsonaro und linkem Lula

Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien haben es der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro und der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva in die Stichwahl geschafft. In der ersten Runde kam Bolsonaro am Sonntag laut Wahlgericht auf überraschend starke 47 Prozent der Stimmen, der als Favorit geltende Lula landete mit 45 Prozent auf Platz zwei. Die Wahl gilt als richtungsweisend für einen möglichen Rechtsruck in der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas.

Merz empfängt litauischen Ministerpräsidenten Sinkevicius im Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am Montag (16.00 Uhr) den litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt. Das Treffen findet im Rahmen eines zweitägigen Arbeitsbesuchs des litauischen Regierungschefs in Berlin statt. Im Zentrum der Gespräche stehen Fragen der Sicherheit, insbesondere mit Blick auf hybride Bedrohungen, die Stärkung der Nato-Ostflanke sowie der Aufbau der deutschen Brigade in Litauen.

Bundespräsident Steinmeier verleiht Schlagerlegende Nana Mouskouri Verdienstorden

Die aus Griechenland stammende Schlagerlegende Nana Mouskouri wird am Montag (11.00 Uhr) zum Tag der deutschen Einheit mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht der 91-Jährigen den Preis zur Anerkennung ihres Einsatzes für Frieden und Freiheit. Dass sie als Sängerin nach Kriegsende einen Prozess der Aussöhnung eingeleitet habe, präge bis heute das Griechenlandbild der Deutschen.

Präsidentschaftswahl in Brasilien: Bolsonaro knapp vor Lula - Stichwahl Ende Oktober

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro knapp vor dem linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva gelegen. Der 45-Jährige kam am Sonntag nach Angaben des Wahlgerichts nach Auszählung der Stimmen von rund 99 Prozent der Wahlbüros auf rund 47 Prozent. Er lag damit knapp vor dem 80-jährigen Lula, der knapp 45 Prozent erreichte. Beide Kandidaten treten nun am 25. Oktober in einer Stichwahl gegeneinander an, da keiner von ihnen mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erzielte.

Textgröße ändern: