The National Times - Mehrere Festnahmen im Kosovo nach Explosion an wichtigem Versorgungskanal

Mehrere Festnahmen im Kosovo nach Explosion an wichtigem Versorgungskanal


Mehrere Festnahmen im Kosovo nach Explosion an wichtigem Versorgungskanal
Mehrere Festnahmen im Kosovo nach Explosion an wichtigem Versorgungskanal / Foto: © AFP

Im Kosovo sind nach der folgenschweren Explosion an einem für die Energieversorgung wichtigen Kanal mehrere Verdächtige festgenommen worden. Kosovos Regierungschef Albin Kurti sagte am Samstag bei einem Besuch an dem Explosionsort im Norden des Landes vor Journalisten, dass die Polizei Festnahmen vorgenommen habe. Die von dem Kanal ausgehende Wasserversorgung sei mittlerweile zu 25 Prozent wiederhergestellt worden.

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Dem Regierungschef zufolge haben die Strafverfolgungsbehörden zudem "Durchsuchungen ausgeführt" und "Zeugenaussagen und Beweise gesammelt". Weiter sagte Kurti: Die "Kriminellen und Terroristen werden sich der Justiz und dem Gesetz stellen müssen".

Die Explosion hatte sich am Freitag an dem wichtigen Ibar-Lepenac-Kanal nahe des Ortes Zubin Potok im Nordkosovo ereignet. Dabei wurde ein Versorgungskanal beschädigt, der die Kühlsysteme von zwei Kohlekraftwerken speist, die den größten Teil des Stroms im Kosovo liefern. Der Kanal verläuft vom mehrheitlich von Serben bewohnten Norden des Kosovo bis in die Hauptstadt Pristina und dient auch der Trinkwasserversorgung.

Kurti hatte am Freitagabend von einem "terroristischen Angriff" gesprochen und "serbisch geführte Banden" dafür verantwortlich gemacht. Serbien verurteilte den Vorfall am Samstag als "inakzeptablen Sabotageakt" und wies die Anschuldigungen aus dem Nachbarland nachdrücklich zurück.

Es handele sich um "verantwortungslose" und "unbegründete Anschuldigungen", kritisierte der serbische Präsident Aleksandar Vucic in einer an die Nachrichtenagentur AFP gerichteten Stellungnahme. "Solche unbegründeten Behauptungen zielen darauf ab, Serbiens Ruf zu trüben ebenso wie darauf, Bemühungen um Frieden und Stabilität in der Region zu unterlaufen", erklärte Vucic. Sein Außenminister Marko Djuric deutete an, dass nicht Belgrad, sondern die Regierung in Pristina an dem Vorfall "potenziell beteiligt" sein könnte.

Kurti warnte kurz nach der Explosion auch vor Stromausfällen in Teilen des Kosovo. Sein Wirtschaftsminister Artane Rizvanolli teilte später jedoch mit, dass die Stromversorgung reibungslos verlaufe. Die Behörden hätten eine alternative Methode zur Kühlung der Kraftwerke gefunden. Die Reparaturarbeiten waren nach Behördenangaben im Gange.

L.A.Adams--TNT

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