The National Times - Djir-Sarai sieht Lindners Wirtschaftspapier als eine Grundlage für den Wahlkampf

Djir-Sarai sieht Lindners Wirtschaftspapier als eine Grundlage für den Wahlkampf


Djir-Sarai sieht Lindners Wirtschaftspapier als eine Grundlage für den Wahlkampf
Djir-Sarai sieht Lindners Wirtschaftspapier als eine Grundlage für den Wahlkampf / Foto: © AFP/Archiv

Die FDP will das von Parteichef Christian Lindner noch zu Zeiten der Ampel-Koalition vorgelegte Wirtschaftspapier für ihre Positionierung im Wahlkampfs nutzen. Die deutsche Wirtschaft erlebe eine Wachstumsschwäche, die inzwischen auch bei den Arbeitsplätzen ankomme, sagte FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai am Montag in Berlin. "Wir haben uns vorgenommen, Deutschland wieder erfolgreich zu machen." Lindner habe dazu Vorschläge gemacht - "damit gehen wir auch in den Wahlkampf".

Textgröße ändern:

Laut Djir-Sarai arbeitet die Parteispitze derzeit "intensiv" am Wahlprogramm für die vorgezogene Bundestagswahl am 23. Februar. Am 9. Februar sei dazu ein außerordentlicher Parteitag in Potsdam geplant. Im Wahlprogramm werde es insbesondere um eine bessere Wirtschaftspolitik gehen, außerdem um Sicherheit und Verteidigung.

Die FDP wolle "den Menschen zutrauen, selbst die richtigen Entscheidungen für ihr Leben zu treffen", fügte Djir-Sarai hinzu. Zudem solle "an unsere Kinder und Enkelkinder" gedacht werden - deshalb wolle die FDP die Schuldenbremse "achten". Es gehe insgesamt darum, das Land erfolgreich zu machen, "damit die Menschen wieder stolz auf Deutschland sein können".

Spitzenkandidat für die Wahl werde "selbstverständlich" Parteichef Lindner, sagte Djir-Sarai weiter. Zur Frage der möglichen Koalitionen nach der Wahl sagte er, er mache keinen Wahlkampf für eine "bestimmte Konstellation", sondern für eine "starke FDP". Es sei allerdings klar, dass es mit der Union in der Wirtschafts-, Außen- und Sicherheitspolitik die größten Schnittmengen gebe.

Für ihn sei "heute schon klar", dass die Union die Wahl gewinne, sagte Djir-Sarai. Die entscheidende Frage sei, mit wem CDU und CSU dann regierten. Er glaube nicht, dass eine große Koalition "gut wäre für unser Land". Das Gleiche gelte für Schwarz-Grün.

Am früheren Bündnis der FDP mit SPD und Grünen, das am 6. November nach knapp drei Jahren geplatzt war, ließ Djir-Sarai kein gutes Haar. Er sei "froh, dass diese Koalition zu Ende ist", sagte er. "Diese Koalition war schlecht für das Land." Die FDP habe "nichts Großartiges kaputtgemacht", sondern beim Ampel-Aus sei "eine nicht funktionierende Bundesregierung" gescheitert.

Auf die Frage, warum die FDP in den Umfragen bisher nicht vom Ende der Koalition profitiere, sagte Djir-Sarai, für ihn seien die Erhebungen "nicht relevant" - es zähle das Ergebnis am Wahlabend. Die FDP orientiere ihr Handeln nicht an Umfragen. Derzeit liegt die Partei in der Wählergunst bei drei bis fünf Prozent.

C.Blake--TNT

Empfohlen

Hacker greifen Dänemarks Melderegister an - Daten von 8,8 Millionen Menschen betroffen

Dänemarks Digitalministerin spricht von einem "äußerst schwerwiegenden Vorfall": Hacker haben das zentrale Melderegister des Landes angegriffen und sich Zugriff auf die Daten von 8,8 Millionen Menschen verschafft. Ministerin Christina Egelund erklärte am Montag, das gesamte Ausmaß des Angriffs müsse noch erfasst werden. Die Unbekannten erlangten unter anderem Zugriff auf Namen, Adressen und Sozialversicherungsnummern von registrierten lebenden und verstorbenen Menschen. Insgesamt enthält das Register Daten von rund elf Millionen Menschen.

Bosnisch-serbischer Hardliner Dodik erklärt seine Partei zum Wahlsieger - Dank an Trump und Putin

Die Partei des abgesetzten bosnischen Serbenführers Milorad Dodik hat bei den Wahlen in Bosnien-Herzegowina offensichtlich ihre Macht erhalten können - sowohl in der Teilrepublik Srpska als auch im dreiköpfigen Staatspräsidium des Zentralstaats. "Ich erkläre, dass wir gewonnen haben", sagte der nationalistische Hardliner am Sonntag vor Unterstützern in Banja Luka. Dabei dankte er US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin. Die Wahlbeteiligung lag deutlich niedriger als bei den vorherigen Wahlen.

Linke zieht gegen Ministerin Reiche vor das Bundesverfassungsgericht

Die Linkspartei zieht im Streit um eine Äußerung von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor das Bundesverfassungsgericht. Anlass für die Klage ist eine Äußerung, die Reiche auf der offiziellen Seite des Ministeriums im Onlinedienst Instagram gepostet hatte: "Antisemitismus und Enteignung gefährden Deutschland und die Wirtschaft." Die Berliner Linke sieht darin eine Verletzung des Neutralitätsgebots des Ministeriums und klagte auf Unterlassung. Ein Sprecher Reiches bestätigte am Montag, dass ein Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht eingegangen und an das Ministerium weitergeleitet worden sei.

Strafbarkeit von Leugnung des Existenzrechts Israels: Hessen pocht auf Gesetz

Hessens Landesregierung hat einen neuen Anlauf genommen, um die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe zu stellen. Das Bundesland sieht sich dabei durch ein neues Rechtsgutachten bestätigt, das am Montag in Berlin vorgestellt wurde. Das Gutachten habe die von der Bundesregierung vorgebrachten verfassungsrechtliche Bedenken "klar widerlegt", sagte der hessische Justizminister Christian Heinz (CDU) bei der Vorstellung.

Textgröße ändern: