The National Times - Kolumbien: ELN macht Waffenruhe von Normalisierung der Verhandlungen abhängig

Kolumbien: ELN macht Waffenruhe von Normalisierung der Verhandlungen abhängig


Kolumbien: ELN macht Waffenruhe von Normalisierung der Verhandlungen abhängig
Kolumbien: ELN macht Waffenruhe von Normalisierung der Verhandlungen abhängig / Foto: © AFP/Archiv

In den Friedensverhandlungen zwischen Regierung und Rebellen in Kolumbien hat die Guerilla-Gruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) eine Normalisierung der Verhandlungen zur Bedingung für die Einhaltung einer Waffenruhe gemacht. "Wir haben gesagt, dass es einen neuen Waffenstillstand geben wird, wenn 'der Verhandlungstisch' wieder seinen normalen Arbeitszyklus aufnimmt", erklärte ELN-Unterhändler Pablo Beltran am Samstag in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. "Dazu müssen wir aus dem Stillstand herauskommen, in dem wir uns befinden", fügte Beltran hinzu.

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Seit Dienstag finden in Caracas Gespräche zwischen kolumbianischer Regierung und der ELN statt. Beltran zufolge bewegen sich die Parteien in einem neuen Verhandlungsmodell mit einem Prozess der "Kritik und Selbstkritik".

Die kolumbianische Regierung von Präsident Gustavo Petro und die ELN hatten Anfang November angekündigt, den ins Stocken geratenen Friedensprozess wieder aufnehmen zu wollen. Petro hatte den Prozess im September ausgesetzt, nachdem bei einem ELN-Angriff auf eine Militärbasis drei Soldaten getötet und 28 weitere verletzt worden waren. Die Armee nahm ihre Einsätze gegen die Rebellen wieder auf.

Kolumbien leidet seit sechs Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten zwischen dem Staat sowie linken Guerilla-Gruppen, rechten Paramilitärs und Drogenschmugglern. 2016 hatte die größte Guerilla-Organisation Farc ein Friedensabkommen mit der damaligen Regierung des südamerikanischen Landes unterzeichnet. Mehrere Splittergruppen der mittlerweile aufgelösten Farc lehnten das Friedensabkommen aber ab.

Der linksgerichtete Präsident Petro war 2022 mit dem Ziel angetreten, dem Land "vollständigen Frieden" zu bringen. In der Folge wurden etwa Friedensgespräche mit der stärksten verbliebenen Rebellenorganisation, der ELN, geführt.

die Gespräche fanden in der Vergangenheit in Mexiko, in Kuba und in Venezuela statt. Zuletzt hatten beide Seiten im Mai miteinander verhandelt.

T.Bennett--TNT

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