The National Times - Streitkräfte verkünden Ende der Gefechte in Haftanstalt im syrischen Hassakeh

Streitkräfte verkünden Ende der Gefechte in Haftanstalt im syrischen Hassakeh


Streitkräfte verkünden Ende der Gefechte in Haftanstalt im syrischen Hassakeh
Streitkräfte verkünden Ende der Gefechte in Haftanstalt im syrischen Hassakeh

Das kurdisch dominierte Militärbündnis Demokratische Kräfte Syriens (SDF) hat am Sonntag nach zehn Tagen das Ende der Kämpfe in dem von Dschihadisten angegriffenen Gefängnis in der Stadt Hassakeh verkündet. Der Erklärung zufolge seien auch die letzten Bereiche, in denen sich noch Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) aufhielten, jetzt wieder unter der Kontrolle des Militärbündnisses.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte stieg die Zahl der Toten seit Beginn der Gefechte auf 373 Menschen. Die in Großbritannien ansässige Aktivisten-Gruppe bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk verschiedener Quellen in Syrien, deren Angaben von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen sind. Bei den Toten handelte es sich demnach um 268 IS-Kämpfer, 98 kurdische Kämpfer und sieben Zivilisten. Die Beobachtungsstelle geht davon aus, dass die Zahl der Toten wahrscheinlich noch weiter steigen könnte.

Die von den USA unterstützten SDF hatten bereits am Mittwoch erklärt, wieder die Haftanstalt in der nordsyrischen Stadt Hassakeh unter Kontrolle zu haben. Bis Samstag kam es in der Nähe des Gefängnisses aber immer wieder zu Gefechten zwischen kurdischen Kämpfern und Dschihadisten.

Mehrere IS-Kämpfer hatten sich in "Schlafsälen im Norden" des Gefängnisses verschanzt und wurden laut SDF-Angaben erst am Sonntag besiegt. Der Beobachtungsstelle zufolge hatten sich viele Kämpfer in Kellern versteckt, die nur "schwierig" aus der Luft getroffen oder gestürmt werden konnten.

Der nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, erklärte: "Dank der Tapferkeit und Entschlossenheit der SDF, von denen viele das ultimative Opfer gebracht haben, sind die Bemühungen des IS, einen groß angelegten Gefängnisausbruch durchzuführen, um seine Reihen neu zu formieren, gescheitert."

Mehr als hundert IS-Kämpfer hatten am 20. Januar das von Kurden verwaltete Gefängnis Ghwajran angegriffen, um Häftlinge zu befreien. In der Haftanstalt saßen bislang nach Angaben der Beobachtungsstelle rund 3500 mutmaßliche IS-Kämpfer, darunter auch führende Köpfe der Miliz. Wie vielen Insassen nach der Erstürmung des Gefängnisses die Flucht gelang, war unklar. Nach UN-Angaben flohen 45.000 Menschen wegen der Gefechte aus Hassakeh.

Laut der Beobachtungsstelle war es der größte Angriff dieser Art seit der Zerschlagung des "Kalifats" des IS 2019. Damals war der IS in Syrien und im Irak militärisch weitgehend besiegt worden. Seitdem verübte er aber regelmäßig Angriffe auf überwiegend militärische Einrichtungen oder die Ölindustrie. Der Angriff auf das Gefängnis von Hassakeh könnte ein Wiedererstarken der Miliz andeuten.

A.M.Murray--TNT

Empfohlen

Ägypten und Saudi-Arabien fordern freie Schifffahrt durch Meerenge Bab al-Mandab

Ägypten und Saudi-Arabien haben eine gefahrlose Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus und die Meerenge Bab al-Mandab gefordert. "Die Freiheit und Sicherheit der Schifffahrt" durch die beiden Meerengen müsse gewährleistet werden, erklärte das ägyptische Präsidialamt nach einem Treffen von Staatschef Abdel Fattah al-Sisi mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman am Dienstag in Kairo.

Ehemalige Regierungspartei in Brandenburg: Landtagsabgeordneter tritt aus BSW aus

Das einst in Brandenburg mitregierende BSW hat einen weiteren Abgeordneten verloren. Der Parlamentarier Oliver Skopec trat aus der Landtagsfraktion und der Partei aus, wie Landeschefin Friederike Benda am Dienstag in Potsdam erklärte. Damit hat die BSW-Fraktion nur noch acht Mitglieder - nach der Landtagswahl 2024 waren es noch 14.

Nach Niederlage im Briefwahl-Streit: Trump kritisiert Oberstes US-Gericht scharf

US-Präsident Donald Trump hat nach seiner Niederlage im Streit um die Briefwahl scharf gegen das Oberste US-Gericht ausgeteilt. Die Richter hätten ein "schreckliches, hoch politisches Urteil" gefällt, erklärte Trump am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Der Supreme Court hat unser Land wirklich im Stich gelassen", fügte er hinzu.

Anwälte: Duterte leidet unter "erheblichen Gedächtnisverlusten"

Der wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag angeklagte frühere philippinische Präsident Rodrigo Duterte leidet nach Angaben seiner Anwälte unter "erheblichen Gedächtnisverlusten". Dutertes Zustand hindere ihn daran, sich an jüngere Ereignisse zu erinnern "und verlässlich auf Erinnerungen zurückzugreifen", erklärte das Anwaltsteam des 81-Jährigen in einer Stellungnahme, die am Dienstag auf der Website des IStGH veröffentlicht wurde.

Textgröße ändern: