The National Times - Neuer Linken-Chef: Bleiben Partei des Friedens und der Abrüstung

Neuer Linken-Chef: Bleiben Partei des Friedens und der Abrüstung


Neuer Linken-Chef: Bleiben Partei des Friedens und der Abrüstung
Neuer Linken-Chef: Bleiben Partei des Friedens und der Abrüstung / Foto: © AFP

Der neue Linken-Chef Jan van Aken hat seine Partei aufgefordert, sich weiterhin für eine weltweite Abrüstung einzusetzen. "Wir sind und bleiben eine Partei des Friedens und der Abrüstung", sagte er am Sonntag beim Bundesparteitag in Halle an der Saale. Dies sei einer der Punkte, in dem sich die Partei einig sei. Als Beispiel nannte van Aken die Ablehnung des 100-Milliarden-Sondervermögens für die Bundeswehr durch die Linke.

Textgröße ändern:

"Darauf müssen wir aufbauen", forderte der Parteichef. "Wir müssen als Linke ganz praktisch für Abrüstung kämpfen." An jene gerichtet, die sich fragen, was sie als einzelne tun könnten, sagte van Aken: "Die Macht liegt auf der Straße, Du musst sie nur aufheben." Dies gehe immer und überall - zum Beispiel in Form von Demonstrationen und Protesten.

Der Linken-Chef stellte in diesem Zusammenhang auch seine Idee für mehr weltweite Abrüstung vor. Er setze sich seit über 20 Jahren für Frieden und Abrüstung ein, betonte van Aken. Bei seiner früheren Tätigkeit für die Rosa-Luxemburg-Stiftung habe er eine globale Abrüstungskampagne mitentwickelt.

Diese sieht demnach vor, dass alle Länder gleichzeitig ihre Militärausgaben um jeweils zehn Prozent reduzieren. "Dann bleibt doch die relative Sicherheit gleich", so van Aken. "Das haben wir schon einmal geschafft und das schaffen wir wieder", sagte er an Kritiker gerichtet und verwies dabei auf das Landminenverbot, auf welches sich die Vereinten Nationen Ende der 90er-Jahre einigten.

Während van Aken in seiner Rede das linke Ideal der Friedenspartei beschwor, legte Ko-Parteichefin Ines Schwerdtner den Fokus auf die Sozialpolitik. "Wir sind die Verteidiger des Sozialstaats", sagte sie. Der CDU warf sie "große Angriffe" auf den Sozialstaat vor.

"Alles, was wir an Aushöhlung des Sozialstaats kennen, wird sich noch vertiefen." Schwerdtner kritisierte aber auch die Ampel-Regierung. Diese schaffe es, in die aktuelle Wirtschaftskrise hineinzusparen; sie sei "um keinen Deut besser".

R.Campbell--TNT

Empfohlen

US-Regierung nennt Negativschlagzeilen über "USS Lincoln" Stimmungsmache

Der in die Negativschlagzeilen geratene US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" kommt nach rund elf Monaten zurück nach Kalifornien. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nutzte einen Besuch auf dem Kriegsschiff am Mittwoch, um gegen Medien auszuteilen. Einige Journalisten hätten versucht, die "Lincoln" zu einem Symbol für "Pannen", "schlechte Stimmung" oder sogar "einen gescheiterten Einsatz" zu machen, kritisierte er.

Proteste in Izmir nach Wechsel des Bürgermeisters zur Regierungspartei AKP

Nach dem Parteiwechsel des Bürgermeisters von Izmir zur islamisch-konservativen AKP haben in der westtürkischen Metropole mehr als tausend Menschen gegen diesen Schritt protestiert. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch berichteten, sperrte die Polizei die zentralen Plätze der Stadt im Vorfeld der Proteste ab. Am Abend versammelte sich eine Menschenmenge rund um den abgesperrten Cumhuriyet Platz, die türkische Flaggen schwenkte und an den Bürgermeister Cemil Tugay gerichtet skandierte: "Tugay, der Verräter" und "Tugay, tritt zurück".

Von Zwangsräumung betroffene Spanierin Maricarmen gestorben

Die Zwangsräumung ihrer Wohnung in der spanischen Hauptstadt Madrid hatte landesweite Massenproteste und schließlich Neuwahlen ausgelöst: Nun ist die 87-jährige Maricarmen Abascal gestorben. "Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass Maricarmen heute gestorben ist", teilte der Mieterverband am Mittwoch mit. Nach der Zwangsräumung war Maricarmen wegen Erschöpfung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die größten Gewerkschaften Spaniens riefen derweil zu einem Generalstreik am 11. November auf, um vor den vorgezogenen Parlamentswahlen die Aufmerksamkeit auf der Wohnungskrise zu halten.

Mieterverband: Zwangsgeräumte Spanierin Maricarmen gestorben

Die Zwangsräumung ihrer Wohnung in Madrid hat Massenproteste ausgelöst - nun ist die 87-jährige Maricarmen Abascal gestorben. "Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass Maricarmen heute gestorben ist", teilte der Mieterverband am Mittwoch mit. Der Fall der 87-Jährigen hatte eine heftige politische Kontroverse, landesweite Proteste und schließlich Neuwahlen ausgelöst.

Textgröße ändern: