The National Times - US-Justiz klagt drei iranische Hacker wegen Eingriffs in den Wahlkampf an

US-Justiz klagt drei iranische Hacker wegen Eingriffs in den Wahlkampf an


US-Justiz klagt drei iranische Hacker wegen Eingriffs in den Wahlkampf an
US-Justiz klagt drei iranische Hacker wegen Eingriffs in den Wahlkampf an / Foto: © AFP

Die US-Justiz hat drei Hacker aus dem Iran wegen mutmaßlicher Eingriffe in den US-Präsidentschaftswahlkampf angeklagt. Wie das US-Justizministerium am Freitag in Washington mitteilte, werden die drei Männer beschuldigt, die Kampagne des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump gehackt und interne Informationen abgefischt zu haben.

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Parallel zu der Anklage setzte das US-Außenministerium ein Kopfgeld von zehn Millionen Dollar für weitere Informationen über die drei Iraner aus, die im Verdacht stehen, mit den iranischen Revolutionsgarden, der ideologischen Armee der Führung in Teheran, in Verbindung zu stehen.

US-Justizminister Merrick Garland sagte, die Aktivitäten der drei Angeklagten seien Teil der "Versuche des Iran, Zwietracht zu säen und das Vertrauen in das amerikanische Wahlsystem zu untergraben". Die Botschaft der US-Regierung dazu sei klar: "Es ist das amerikanische Volk, das über den Ausgang unserer Wahlen entscheidet, nicht eine ausländische Macht", sagte Garland - weder der Iran noch Russland oder China.

Aus der Anklageschrift geht hervor, dass die drei Iraner im Mai damit begannen, speziell "Kampagne Nummer 1" zu attackieren, womit der Wahlkampf von Trump gemeint ist. Die Angeklagten seien "versierte Hacker", die bereits seit Anfang 2020 gegen die USA tätig gewesen seien und sich dann in den vergangenen Monaten in den US-Wahlkampf eingemischt hätten.

Durch Phishing hätten sie sich Zugang zu den E-Mail-Nachrichten mehrerer Verantwortlicher der Trump-Kampagne verschafft. So hätten sie Informationen unter anderem über die Vorbereitungen für das erste TV-Duell zwischen Trump und dem Präsident Joe Biden am 27. Juni erhalten.

Mitte August hatten die US-Geheimdienste darüber informiert, dass sich der Iran in den Präsidentschaftswahlkampf einmischt und versucht, Cyberangriffe auf die Kampagnen von Trump und auch von Vizepräsident Kamala Harris auszuführen. Nach Angaben der US-Behörden haben iranische Quellen unter anderem gestohlene Dokumente aus der Trump-Kampagne dem Lager von US-Präsident Joe Biden zugespielt, das darauf aber nicht reagiert habe.

F.Hughes--TNT

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