The National Times - Lambrecht äußert Verständnis für Kritik wegen Mitflugs von Sohn in Helikopter

Lambrecht äußert Verständnis für Kritik wegen Mitflugs von Sohn in Helikopter


Lambrecht äußert Verständnis für Kritik wegen Mitflugs von Sohn in Helikopter
Lambrecht äußert Verständnis für Kritik wegen Mitflugs von Sohn in Helikopter / Foto: © AFP

Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Verständnis für Unmut über den Mitflug ihres erwachsenen Sohnes in einem Bundeswehrhubschrauber geäußert. Es sei zulässig, diese Entscheidung infrage zu stellen, sagte sie am Mittwoch im ZDF-"Mittagsmagazin". "Dafür habe ich auch Verständnis." Ihrerseits bat die Ministerin um Verständnis für ihren Wunsch, trotz des fordernden Amts Zeit mit ihrem Sohn zu verbringen.

Textgröße ändern:

Lambrecht betonte, dass sie sich juristisch nichts vorzuwerfen habe. Ihr sei es "nicht nur als Juristin, sondern auch als Ministerin, als Bürgerin" sehr wichtig, dass alle ihre Entscheidungen "rechtlich völlig korrekt" seien. "Das ist hier auch der Fall, die Kostenübernahme ist erfolgt."

Lambrecht warb für Verständnis für ihr Vorgehen. "Ich bin als Ministerin in einer Situation, dass ich sehr wenig Zeit habe für Privatleben und insbesondere für Kontakt mit meinem Sohn", sagte sie. "Ich bitte um Verständnis dafür, dass es darum geht, eben auch den Kontakt zum Kind weiter aufrecht zu halten." Dieser Wunsch führe vielleicht "manchmal zu einer Entscheidung, die man im Nachhinein so nicht mehr treffen würde".

Es tue ihr für ihren Sohn Leid, sagte Lambrecht mit Blick auf die Folgen des Mitflugs. "Der ist ja keine Person des öffentlichen Lebens", er werde aber jetzt "so in den Fokus" gerückt. Sie wolle nunmehr "Planungen in Zukunft völlig anders" vornehmen. "Die Konsequenz ist natürlich, dass wir noch mehr im Privatleben darauf achten, dass auch solche Vorwürfe dann nicht möglich sind."

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ließ über Vizeregierungssprecherin Christiane Hoffmann ausrichten, dass er "mit der Verteidigungsministerin eng und vertrauensvoll zusammenarbeitet". Darüber hinaus wolle er sich nicht äußern, sagte Hoffmann.

Die Linksfraktion forderte neue Regeln für Regierungsflüge. "Wenn alles formal korrekt gelaufen ist, dann stimmt einfach was mit den Regularien nicht", sagte Linken-Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte der "Augsburger Allgemeinen".

Lambrecht war am Mittwoch vor Ostern in Begleitung ihres Sohnes in einem Regierungshubschrauber von Berlin zu einem Truppenbesuch in Schleswig-Holstein gereist. Im Anschluss daran machte sie mit ihrem Sohn Urlaub auf Sylt. Laut Bundesverteidigungsministerium ist eine solche Mitreise rechtlich zulässig; Lambrecht habe wie vorgeschrieben die Kosten "zu 100 Prozent" übernommen. Die Unionsfraktion nannte den Vorgang "stillos" und kündigte eine eigene rechtliche Prüfung an.

P.Murphy--TNT

Empfohlen

Letzter Tag der Parlamentswahl in Russland: Zwei Tote bei Drohnenangriffen in Moskau

Am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl in Russland sind bei Angriffen mit hunderten Drohnen nach Behördenangaben zwei Menschen getötet und eine große Raffinerie bei Moskau getroffen worden. Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, teilte am Sonntag mit, eine 44-jährige Frau und ein älterer Mann seien bei Angriffen an zwei verschiedenen Orten getötet worden. Eine Drohne habe zudem ein Feuer in einem 21-stöckigen Gebäude ausgelöst, 400 Menschen seien evakuiert worden.

Wahllokale geöffnet: Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat begonnen

In Berlin hat die Abgeordnetenhauswahl begonnen. Die Wahllokale öffneten am Sonntag um 08.00 Uhr. Rund zweieinhalb Millionen Menschen sind in der Bundeshauptstadt bis 18.00 Uhr dazu aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen. Die Umfragen sagen ein enges Rennen zwischen der regierenden CDU und der oppositionellen Linken voraus.

Wahllokale geöffnet: Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat begonnen

In Mecklenburg-Vorpommern hat die Landtagswahl begonnen. Um 08.00 Uhr öffneten am Sonntag die Wahllokale. Rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte sind bis 18.00 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen. Für die Sozialdemokraten kämpft Ministerpräsidentin Manuela Schwesig darum, weiterregieren zu können. In einer der jüngsten Umfragen, in denen die SPD 33 bis 37 Prozent erreichte, setzte sich die Partei zuletzt vor die AfD, die ansonsten vorn lag.

CDU-Präsidium um Bundeskanzler Merz kommt an Wahlabend in Berlin zusammen

Am Abend der wegweisenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kommt am Sonntag (17.00 Uhr) in Berlin das CDU-Präsidium um den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen im Konrad-Adenauer-Haus zusammen. Merz steht seit dem Debakel bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen, wo die CDU abgeschlagen hinter der AfD landete, massiv unter Druck. Vereinzelt wurde zuletzt über seine Ablösung diskutiert.

Textgröße ändern: