The National Times - Erdogan: Israel zieht im Libanon ganze Region in den Krieg

Erdogan: Israel zieht im Libanon ganze Region in den Krieg


Erdogan: Israel zieht im Libanon ganze Region in den Krieg
Erdogan: Israel zieht im Libanon ganze Region in den Krieg / Foto: © AFP

Angesichts der Eskalation im Libanon hat der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan Israel vorgeworfen, eine ganze Region in einen "Krieg hineinzuziehen". In seiner Rede vor der UN-Vollversammlung am Dienstag stellte Erdogan die Frage, worauf die Welt noch warte, um die Massaker in der Region zu stoppen.

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Das Vorgehen der israelischen Führung gefährde neben dem palästinensischen Volk auch das Leben der eigenen Bürger und "treibt zur Wahrung der eigenen politischen Aussichten eine ganze Region in den Krieg", sagte der türkische Staatschef.

Mit Blick auf den Krieg im Gazastreifen warf Erdogan der UNO Untätigkeit vor. Die palästinensische Küstenregion sei "zum größten Friedhof der Welt für Kinder und Frauen" geworden. Aber es seien "nicht nur die Kinder, es ist auch das System der Vereinten Nationen, das in Gaza stirbt", sagte Erdogan. "Die Werte, die der Westen vorgibt zu verteidigen, sterben."

Auch sei zu fragen, worauf der UN-Sicherheitsrat noch warte, "um den Völkermord im Gazastreifen zu verhindern und Stopp zu dieser Grausamkeit, dieser Barbarei zu sagen". "Die Welt ist größer als die Fünf", sagte Erdogan mit Blick auf die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, die zum Nahostkonflikt und in weiteren zentralen weltpolitischen Fragen entgegengesetzte Positionen vertreten.

Erdogan ist seit langem einer der schärfsten Kritiker des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu. In der Generaldebatte verglich er den israelischen Premier mit Hitler. "So wie vor 70 Jahren eine Allianz der Menschheit Hitler stoppte, müssen Netanjahu und sein Mördernetzwerk von einer Allianz der Menschheit gestoppt werden", sagte Erdogan.

Das israelische Militär hatte am Montag den bisher größten Einsatz gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon seit Beginn des Gaza-Krieges am 7. Oktober ausgeführt. Rund 1600 Ziele wurden angegriffen, nach Angaben der libanesischen Regierung wurden dabei mindestens 558 Menschen getötet. Am Dienstag starteten die israelischen Streitkräfte eine zweite großangelegte Angriffswelle gegen Hisbollah-Ziele.

P.Jones--TNT

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