The National Times - Umfrage: Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und AfD vor Landtagswahl in Brandenburg

Umfrage: Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und AfD vor Landtagswahl in Brandenburg


Umfrage: Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und AfD vor Landtagswahl in Brandenburg
Umfrage: Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und AfD vor Landtagswahl in Brandenburg / Foto: © AFP/Archiv

Gut eine Woche vor der Landtagswahl in Brandenburg am Sonntag kommender Woche zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der regierenden SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke und der AfD ab. Einer am Donnerstag in Köln veröffentlichten ARD-Vorwahlbefragung zufolge kommt die AfD auf 27 Prozent, während die SPD 26 Prozent erreicht. Damit legte die SPD im Vergleich zur Vorgängerumfrage eine Woche zuvor um drei Prozentpunkte zu, die AfD veränderte sich hingegen nicht.

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Mit klarem Abstand folgt auf Platz drei die CDU von Spitzenkandidat Jan Redmann, die auf 16 Prozent kommt. Das sind zwei Punkte weniger als in der Umfrage aus der vergangenen Woche und drei weniger als noch im Juli. Rang vier erreicht mit 13 Prozent das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) von Spitzenkandidat Robert Crumbach, das ebenfalls zwei Punkte einbüßt.

Die Grünen kommen bei einem Minus von einem halben Punkt laut Umfrage auf 4,5 Prozent und würden den Einzug in den Landtag damit knapp verpassen. Gleiches gilt für die Linke, die wie in der vorangegangenen Umfrage auf vier Prozent kommt. Auch die Freien Wähler würden laut aktueller Umfrage mit 4,5 Prozent nicht einziehen - sie legten aber binnen einer Woche um 1,5 Punkte zu.

Die drei Parteien können allerdings hoffen, beim Gewinn von mindestens einem Direktmandat entsprechend ihrer prozentualen Stärke in den Landtag einzuziehen. Dies ermöglicht in Brandenburg die sogenannte Grundmandatsklausel. Bei der zurückliegenden Wahl im Jahr 2019 gewannen die Grünen und die Freien Wähler je ein Direktmandat. Beide Parteien waren darauf letztlich jedoch nicht angewiesen. Die Grünen holten damals 10,8 Prozent, die Freien Wähler 5,0 Prozent.

Gewinner der Landtagswahl von 2019 war die SPD mit 26,2 Prozent. Sie ging eine Koalition mit der CDU, die damals 15,6 Prozent erreichte, und den Grünen ein. Laut der neuen Umfrage könnte es diesmal auch knapp für eine große Koalition von SPD und CDU reichen.

Da alle anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD von Spitzenkandidat Hans-Christoph Berndt ausschließen, könnte ansonsten das BSW ins Spiel kommen, das nach den Wahlen in Sachsen und Thüringen derzeit als Partner in CDU-geführten Regierungen im Gespräch ist. Ministerpräsident Woidke kündigte für den Fall, dass die SPD erstmals seit 1990 nicht auf den ersten Platz kommt, seinen Rückzug an.

Mit der Arbeit der aktuellen Landesregierung sind der Erhebung zufolge 45 Prozent der Wahlberechtigten zufrieden. 40 Prozent wünschen sich, dass die SPD auch die kommende Regierung anführt. 24 Prozent sprechen sich in dieser Frage für die CDU aus, 20 Prozent für die AfD. Könnte der Ministerpräsident in Brandenburg direkt gewählt werden, würden sich der Umfrage zufolge 50 Prozent für Woidke entscheiden. Jeweils neun Prozent würden für Redmann oder Berndt stimmen.

M.Wilson--TNT

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