The National Times - Grüne fordern Bund-Länder-Taskforce zum Schutz der Demokratie

Grüne fordern Bund-Länder-Taskforce zum Schutz der Demokratie


Grüne fordern Bund-Länder-Taskforce zum Schutz der Demokratie
Grüne fordern Bund-Länder-Taskforce zum Schutz der Demokratie / Foto: © AFP/Archiv

Die Grünen fordern angesichts des Erstarkens der extremen Ränder die Einsetzung einer Bund-Länder-Taskforce zum Schutz der Demokratie. "Der Kanzler muss dieses Thema jetzt zu seiner Aufgabe machen", sagte Fraktionschefin Katharina Dröge auf der Klausurtagung des Grünen-Fraktionsvorstands am Mittwoch in Berlin. Sie warnte eindringlich vor russischen Versuchen der Desinformation und Wahlbeeinflussung.

Textgröße ändern:

Solche "manipulative Einflussnahme" sei "relevant für das Funktionieren von Demokratie", sagte auch Ko-Fraktionschefin Britta Haßelmann. An der von den Grünen geforderten Task Force gegen solche Desinformation müssten sich alle Ministerien, der Kanzler und auch die Länder beteiligen. Als Ziel nannten die Grünen, auf allen Ebenen "weitere wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz unserer Demokratie" zu identifizieren. Daran könne sich auch die Union beteiligen.

Ein zentrales Thema der Klausurberatungen war die Lageanalyse nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen. Dass in Thüringen "erstmals eine offen rechtsextreme Partei stärkste Kraft geworden ist, ist der Punkt, wo die Politik nicht einfach wieder zum Tagesgeschäft übergehen sollte", sagte Dröge mit Blick auf die AfD. Sie fügte hinzu, mit AfD und BSW gebe es nun in zwei Landtagen zwei Parteien, "die ein bisschen klingen wie der Pressesprecher von Putin".

Weiteres Klausurthema ist die Sicherheits- und die Migrationspolitik auch vor dem Hintergrund des Messer-Attentats von Solingen. Wichtig sei jetzt, "auf konkrete Probleme konkrete und pragmatische Antworten zu geben", sagte Vizekanzler Robert Habeck (Grüne). Er wies darauf hin, dass es der Regierung vergangene Woche gelungen sei, "leise und schnell ein Sicherheitspaket" zu verhandeln.

Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mahnte auch zur Differenzierung. Es müsse unterschieden werden "zwischen Islamisten, die offensichtlich den Kern unserer Verfassung angreifen und denjenigen, die vor genau diesen Terroristen geflohen" und die sich auch nachdem sie in Deutschland Schutz gefunden haben, "gegen diesen Islamismus stellen". Terrorismus bekämpft man "nicht mit Hysterie", sondern durch ein Miteinander der demokratischen Kräfte, sagte sie weiter.

Haßelmann forderte "mehr Investitionen für eine bessere Ausstattung der Sicherheitsbehörden". Diese müssten alles erhalten, "was sie brauchen", damit "sich die Menschen in unserem Land jederzeit sicher fühlen". In der europäischen Flüchtlingspolitik pochte sie auf "Humanität, Ordnung und Menschlichkeit".

Haßelmann begrüßte die aktuellen Gespräche der Bundesregierung mit Ländern und CDU/CSU über die Migrationspolitik. "Wir prüfen alle Vorschläge offen, die helfen und mit Grundgesetz und europäischem Recht vereinbar sind", sicherte sie zu. Vor allem gehe es aber darum, bestehendes Recht konsequent durchzusetzen und "Vollzugsdefizite aufzulösen". Auf die Unionsforderung, Geflüchtete direkt an den deutschen Grenzen abzuweisen, ging Haßelmann nicht explizit ein.

Habeck mahnte generell einen anderen Umgang der demokratischen Kräfte untereinander an. Es sei "der Kerngedanke von Demokratie", so miteinander umzugehen, dass dies "ein Land nicht spaltet, sondern zusammenbringt. Statt eines An- und Niederbrüllens sei es wichtig, Kritik aneinander "so vorzutragen, dass ein gemeinsames Gespräch möglich wird".

Dröge kündigte an, die Grünen wollten wieder um mehr Vertrauen der Menschen in die Politik kämpfen. "Der Alltag der Menschen gehört in den Mittelpunkt der Politik", sagte sie. Die Klausurtagung soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Weitere Themen sind die anstehenden parlamentarischen Beratungen zum Haushalt, sowie die Energie- und Klimapolitik, "Klimaschutz ist für uns immer noch das wichtigste Thema", betonte Dröge.

P.Jones--TNT

Empfohlen

努莎・奧貝爾:年基本薪資143,056歐元——波茨坦市民卻得充當搖錢樹埋單

波茨坦自10月1日起徵收包裝稅;與此同時,市政府正實施預算凍結。市民與企業承受額外負擔,而現任市長努莎・奧貝爾(Noosha Aubel,50歲,無黨籍)職責範圍內的基本工作,卻仍有諸多問題懸而未決。從奧貝爾的施政表現來看,這釋放出的政治訊號極其糟糕:為了增加收入,市府有能力採取行動;面對破敗的道路與必要的援助,這種行動能力卻成了問號。

Rund 2000 Teilnehmer bei pro-palästinensischer Kundgebung in Berlin

In Berlin haben sich am Samstagnachmittag zahlreiche Demonstranten zu einer pro-palästinensischen Kundgebung versammelt. Ein Polizeisprecher nannte auf AFP-Anfrage die Zahl von rund 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie versammelten sich am Spreebogen im Regierungsviertel und wollten zum Alexanderplatz im Bezirk Mitte ziehen. Die Polizei war wegen dieser und weiterer Kundgebungen in der Hauptstadt mit einem Großaufgebot von 1400 Beamtinnen und Beamten im Einsatz.

"Schande für das Land": Forderungen nach Parteiausschluss von Altkanzler Schröder

Nach dem Besuch von Gerhard Schröder bei Kreml-Chef Wladimir Putin drängen Politiker von SPD und Grünen die Sozialdemokraten zum Parteiausschluss des Altkanzlers. Neben den SPD-Landesvorsitzenden aus Bayern und Baden-Württemberg forderte auch Grünen-Ko-Chefin Franziska Brantner einen solchen Schritt. Putin hatte Schröder am Mittwoch an seinem 74. Geburtstag bei sich zu Hause empfangen.

Mecklenburg-Vorpommern: Grünes Licht für rot-rot-grüne Koalitionsverhandlungen

Grünes Licht für rot-rot-grüne Koalitionsverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern: Nach SPD und Linken haben am Samstag auch die Grünen der Aufnahme von Gesprächen zur Regierungsbildung zugestimmt. Ein kleiner Landesparteitag in Rostock votierte nach Angaben eines Parteisprechers einstimmig für Koalitionsverhandlungen. Diese sollen nach SPD-Angaben am Montag in Schwerin beginnen.

Textgröße ändern: