The National Times - Mehr Abschiebungen im ersten Halbjahr - aber 60 Prozent der Versuche abgebrochen

Mehr Abschiebungen im ersten Halbjahr - aber 60 Prozent der Versuche abgebrochen


Mehr Abschiebungen im ersten Halbjahr - aber 60 Prozent der Versuche abgebrochen
Mehr Abschiebungen im ersten Halbjahr - aber 60 Prozent der Versuche abgebrochen / Foto: © AFP

Die Zahl der Abschiebungen ist im ersten Halbjahr um gut ein Fünftel gestiegen. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministerium der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag mitteilte, gab es von Anfang Januar bis Ende Juni nach Kenntnis der Bundesregierung 9465 Abschiebungen - nach 7861 im Vorjahreszeitraum. Allerdings scheiterte im ersten Halbjahr 2024 weiter ein Großteil aller Abschiebeversuche.

Textgröße ändern:

Von den insgesamt 24.066 geplanten Abschiebungen scheiterten zwischen Januar und Juni 14.601, wie aus einer Aufstellung des Bundesinnenministeriums hervorgeht. Damit liegt die Abbruchquote bei fast 61 Prozent. Über die gescheiterten Abschiebungen hatte zuerst das Portal "t-online.de" berichtet.

Abschiebungen liegen grundsätzlich in der Zuständigkeit der Länder. Die Bundespolizei spielt aber eine zentrale Rolle dabei, die Menschen ins Ausland zu bringen.

Fast alle gescheiterten Abschiebungen mussten vor der Übergabe der Betroffenen an die Bundespolizei abgebrochen werden. Dies waren 14.067 Fälle. In den meisten Fällen (8223) wird eine "nicht erfolgte Zuführung" als Grund angegeben; das heißt in der Regel, dass die Menschen nicht auffindbar waren.

5748 Mal wurde das Abschiebeersuchen bis einen Tag vor dem geplanten Termin storniert - die genauen Gründe dafür werden in der Ministeriumsstatistik nicht aufgeführt. In nur sieben Fällen scheiterten Abschiebungen an einem fehlenden Rückführungsplatz.

Weitere 534 Abschiebungen mussten während oder nach der Übernahme durch die Bundespolizei abgebrochen werden, wie aus den Angaben des Innenministeriums weiter hervorgeht. In den meisten Fällen (142) war auf dem Luftweg der Grund eine Beförderungsverweigerung. Dies passiert etwa, wenn die Besatzung des Flugzeuges Sicherheitsbedenken beim Transport hat. Widerstand von Betroffenen, der zum Abbruch führte, gab es in weiteren 132 Fällen.

In 67 Fällen verweigerte die Bundespolizei zudem selbst die Übernahme des Ausreisepflichtigen. In einigen Fällen (48) führten auf dem Luft- und Landweg auch eingelegte Rechtsmittel kurzfristig zum Abbruch. Und 41 Mal wurde die Abschiebung aus medizinischen Gründen nicht vollzogen. In 27 Fällen verweigerte der Zielstaat die Übernahme.

Acht Mal war eine Selbstverletzung oder ein Suizidversuch Grund für den Abbruch. Einen Fluchtversuch gab es nur ein einziges Mal.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Massenfestnahmen: Drastisches Vorgehen gegen "Kakerlaken"-Protestbewegung in Indien

Massives Polizeiaufgebot in den Straßen, das Internet blockiert und tausende Festnahmen: In der indischen Hauptstadt Neu Delhi sind die Behörden drastisch gegen Proteste der sogenannten Kakerlakenbewegung (CJP) vorgegangen. Ihr Gründer Abhijeet Dipke wurde nach CJP-Angaben gemeinsam mit zwei führenden Mitstreitern am Samstag bei der Ankunft am Flughafen von Neu Delhi festgenommen. Die Bewegung hatte zu Massenprotesten aufgerufen, um den Rücktritt des Leiters der staatlichen Wahlkommission zu erreichen.

Konflikt mit Huthis: Zwölf Tote und 309 Verletzte bei Angriff auf Flughafen Riad

Bei einem erneuten Angriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet und 309 weitere verletzt worden. Zu den Todesopfern des Angriffs vom Samstag zählten acht Ausländer, darunter ein US-Bürger, wie die zivile Luftfahrtbehörde am Sonntag erklärte. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition machte die jemenitische Huthi-Miliz für den Angriff verantwortlich und kündigte eine entschiedene Reaktion an.

Behörden: Mindestens zwölf Tote und 309 Verletzte bei Angriff auf Flughafen Riad

Bei dem Angriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen getötet worden, darunter neben vier Einheimischen auch acht Ausländer. 309 weitere Menschen seien bei der Attacke am Samstag verletzt worden, einige von ihnen schwer, teilte die zivile Luftfahrtbehörde am Sonntag mit.

Umfrage: Macrons Beliebtheit auf niedrigstem Stand seit Amtsantritt 2017

Angesichts von Gewalt bei Schülerprotesten und hoher Staatsverschuldung ist die Popularität von Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron auf den niedrigsten Stand seit seinem Amtsantritt 2017 gesunken. In einer am Samstag veröffentlichten Umfrage des Instituts Ipsos BVA-Cesi äußerten nur 15 Prozent der Befragten eine positive Sicht von Macron. Dies war noch ein Prozentpunkt weniger als im Vormonat.

Textgröße ändern: