The National Times - Klingbeil erwartet Haushaltseinigung noch diesen Donnerstag

Klingbeil erwartet Haushaltseinigung noch diesen Donnerstag


Klingbeil erwartet Haushaltseinigung noch diesen Donnerstag
Klingbeil erwartet Haushaltseinigung noch diesen Donnerstag / Foto: © AFP/Archiv

SPD-Chef Lars Klingbeil erwartet eine Einigung der Koalition über den Bundeshaushalt noch an diesem Donnerstag. "Das ist mein Wunsch, ehrlich gesagt auch meine Erwartung", antwortete Klingbeil am Nachmittag im Sender MDR auf eine entsprechende Frage. "Und da bin ich optimistisch, dass es auch gelingt."

Textgröße ändern:

Danach könne der überarbeitete Etatentwurf "dann auch in dieser Woche noch im Kabinett verabschiedet werden", fügte Klingbeil hinzu - voraussichtlich im Umlaufverfahren am Freitag. Der SPD-Chef verwies auf "wahrscheinlich" gerade zum Zeitpunkt des Interviews laufende Gespräche von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).

Eine Einigung müsse jetzt gelingen, "weil ich glaube, dass kaum noch jemand versteht, dass man da so lange braucht", drängte Klingbeil erneut zur Eile. Es müsse eine finanzielle Lücke geschlossen werden, "aber wenn man das will, und wenn man sich anstrengt, dann gelingt das".

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Schuldenbremse von 2023 habe die Koalition im letzten Haushaltsjahr und auch in diesem vor große Herausforderungen gestellt, räumte der SPD-Chef weiter ein. Spätestens nach der Bundestagswahl 2025 müsse darüber gesprochen werden, wie die Finanzpolitik unter diesen Voraussetzungen künftig gestaltet werden könne.

"Wir brauchen Investitionen in die Schulen, wir brauchen Investitionen in die Infrastruktur, wenn es um das Stichwort 'Bahn oder Autobahn' geht, wenn es auch um die Frage von wirtschaftlicher Stärke geht oder wenn es um die Sicherheit unseres Landes geht", hob Klingbeil hervor. "Alles das braucht Geld. Und ich möchte nicht in eine Situation kommen, wo wir diskutieren, ob Bundeswehr oder Rente", fügte er hinzu. In der Ampel-Koalition gebe es in diesen Fragen allerdings unterschiedliche Meinungen.

Die Koalition ringt seit Wochen um die Klärung offener Finanzierungsfragen im Haushaltsentwurf für 2025. Dieser war eigentlich bereits Mitte Juli vom Kabinett beschlossen worden. Eine noch bestehende Lücke von 17 Milliarden Euro sollte aber durch verschiedene Maßnahmen zumindest deutlich verkleinert werden. Der Rest soll dann im Haushaltsvollzug eingespart werden. Das Finanzministerium bezifferte die zu schließende Lücke zuletzt auf etwa fünf Milliarden Euro.

F.Adams--TNT

Empfohlen

Wahl von AfD-Landtagspräsident: Miersch fordert von CDU Konsequenzen

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert von der CDU Konsequenzen aus der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt, der womöglich auch durch Stimmen der CDU ins Amt kam. "Ich erwarte, dass die Bundespartei entsprechende Aufklärung verlangt und daraus Konsequenzen zieht", sagte Miersch der "Zeit" laut Mitteilung vom Sonntag.

Ministerium: Polen vermutet Attentatsversuche auf Regierungschef und Verteidigungsminister

Die polnische Polizei hat nach Angaben des Innenministeriums in Warschau Hinweise auf mögliche Attentatsversuche auf Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz erhalten. Vor diesem Hintergrund sei ein Treffen im Terror-Abwehrzentrum des Inlandsgeheimdienstes einberufen worden, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums am Sonntag im Onlinedienst X mit. Der Innenminister und der für die Koordination der Geheimdienste zuständige Minister hätten Maßnahmen angeordnet.

Ilse Aigner widerspricht Pessimisten: "Unser Land ist kein Problemfall"

Die als mögliche erste Bundespräsidentin gehandelte bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) hat vor zu viel Pessimismus in Deutschland gewarnt. "Unser Land hat Probleme. Aber unser Land ist kein Problemfall", schrieb Aigner in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Deutschland habe eine Zukunft, "und die sollten wir uns von niemandem nehmen lassen".

Anthropics KI-Modell Claude gibt US-Polizei falschen Hinweis zu Mordfall

Eine Künstliche Intelligenz (KI) des Unternehmens Anthropic hat der US-Polizei einen falschen Hinweis zu einem Mordfall gegeben. Der gefälschte Tipp sei im Juli auf der Website PhillyUnsolvedMurders.com eingegangen, berichtete die Polizei in Philadelphia am Freitag (Ortszeit). Die Behörde warf Anthropic vor, sie erst mit zwei Monaten Verspätung über den Vorfall informiert zu haben.

Textgröße ändern: