The National Times - Brexit-Verfechter Farage zieht ins britische Parlament ein

Brexit-Verfechter Farage zieht ins britische Parlament ein


Brexit-Verfechter Farage zieht ins britische Parlament ein
Brexit-Verfechter Farage zieht ins britische Parlament ein / Foto: © AFP

Der Brexit-Verfechter Nigel Farage ist bei der Wahl in Großbritannien im achten Anlauf ins Unterhaus eingezogen. Seine rechtspopulistische Partei Reform UK kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf vier Sitze. Sein Plan sei es, im Laufe der kommenden Jahre eine "nationale Massenbewegung" aufzubauen, sagte Farage am Freitag in seinem Wahlkreis im ostenglischen Clacton-on-Sea mit Blick auf die nächste Parlamentswahl im Jahr 2029. "Dies ist nur der erste Schritt von etwas, das Sie alle verblüffen wird."

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Es gebe eine "gewaltige Lücke" im Mitte-Rechts-Spektrum der britischen Politik, sagte Farage weiter. Es sei sein Job, diese zu füllen, "und genau das werde ich tun". Zuvor hatte er im Onlinedienst X geschrieben: "Die Revolte gegen das Establishment ist im Gange."

Zwar war Farage mit seinen vorherigen Versuchen, Abgeordneter im britischen Parlament zu werden, gescheitert, er saß jedoch bereits für die Brexit-Partei Ukip - die Vorläuferpartei von Reform UK - im EU-Parlament in Brüssel.

Der ehemalige Ukip-Chef ist der Sohn eines Börsenmaklers, ging auf eine Privatschule und steht dem früheren US-Präsidenten Donald Trump nahe. Farage war eine treibende Kraft hinter dem Brexit-Votum von 2016 und arbeitete danach als Moderator beim konservativen Fernsehsender GB News, was ihm eine gewisse Popularität bei der konservativen Wählerschaft sichert.

Nachwahlbefragungen hatten Reform UK zunächst sogar 13 Mandate vorhergesagt - damit hätte die Partei noch deutlich besser abgeschnitten als in Umfragen vorausgesagt. Noch nie zuvor hat eine Rechtsaußenpartei in Großbritannien bei der Parlamentswahl mehr als einen einzigen Sitz gewonnen.

In Großbritannien kommt es nach 14 Jahren zu einem Machtwechsel: Die Labour-Partei von Keir Starmer erreichte den bisherigen Ergebnissen zufolge die absolute Mehrheit, die konservativen Tories von Premierminister Rishi Sunak erlitten dagegen ihre schlimmste Niederlage seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

D.Cook--TNT

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