The National Times - Palästinenser bei Einsatz des israelischen Militärs im Westjordanland getötet

Palästinenser bei Einsatz des israelischen Militärs im Westjordanland getötet


Palästinenser bei Einsatz des israelischen Militärs im Westjordanland getötet
Palästinenser bei Einsatz des israelischen Militärs im Westjordanland getötet / Foto: © AFP/Archiv

Bei einem Einsatz der israelischen Armee im besetzten Westjordanland ist ein Palästinenser erschossen worden. Der 20-Jährige sei in einem Flüchtlingslager nahe der Stadt Jericho nach einem Kopfschuss seinen Verletzungen erlegen, teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah am Dienstag mit. Das israelische Militär erklärte, die Soldaten seien bei einem "Anti-Terror-Einsatz" in dem Flüchtlingslager von dutzenden Angreifern attackiert worden.

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Nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa wurden drei Männer bei der nächtlichen Razzia verletzt. Die israelische Armee erklärte gegenüber AFP, Ziel des Einsatzes sei es gewesen, "gesuchte Verdächtige festzunehmen". Die Soldaten seien von "dutzenden Palästinensern" angegriffen worden. "Die Randalierer verbrannten Reifen und bewarfen die Soldaten mit Steinen und Molotowcocktails." Die Soldaten hätten daraufhin scharfe Munition eingesetzt. Auf Seiten der Armee sei niemand verletzt worden.

Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern hatten sich in den vergangenen Wochen erheblich verschärft. Seit dem 22. März wurden bei Anschlägen auf Israelis 14 Menschen getötet. Bei Einsätzen der israelischen Sicherheitskräfte wurden nach AFP-Informationen 25 Menschen getötet, unter ihnen mehrere Attentäter.

Rund um den Jerusalemer Tempelberg kam es zuletzt zu heftigen Zusammenstößen zwischen palästinensischen Demonstranten und der israelischen Polizei, bei denen zahlreiche Menschen verletzt wurden. In der vergangenen Woche feuerten militante Palästinenser aus dem Gazastreifen außerdem an vier aufeinanderfolgenden Tagen Raketen auf Israel ab.

Wegen der Spannungen wird eine weitere Eskalation des Nahost-Konflikts befürchtet. Im vergangenen Jahr hatten Unruhen in Ost-Jerusalem zu einem elftägigen bewaffneten Konflikt zwischen der israelischen Armee und militanten Palästinenserorganisationen aus dem Gazastreifen geführt.

S.O'brien--TNT

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