The National Times - Dänische Regierungschefin Frederiksen auf Platz in Kopenhagen angegriffen

Dänische Regierungschefin Frederiksen auf Platz in Kopenhagen angegriffen


Dänische Regierungschefin Frederiksen auf Platz in Kopenhagen angegriffen
Dänische Regierungschefin Frederiksen auf Platz in Kopenhagen angegriffen / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP/Archiv

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen ist auf offener Straße angegriffen worden. Die Ministerpräsidentin sei am Freitagabend auf einem Platz in der Hauptstadt Kopenhagen von einem Mann geschlagen worden, erklärte ihr Büro. Dieser wurde demnach festgenommen. Frederiksen sei "schockiert über den Vorfall", erklärte ihr Büro. EU-Spitzenpolitiker kritisierten den Angriff scharf.

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Die Polizei bestätigte zunächst lediglich einen Vorfall im Zusammenhang mit der Regierungschefin, ohne Einzelheiten zu nennen. Ein Mensch sei festgenommen worden, der Vorfall werde untersucht. Weitere Angaben würden vorerst nicht gemacht, erklärte die Polizei im Onlinedienst X.

Zwei Zeuginnen sagten der Zeitung "BT", sie hätten Frederiksen um kurz vor 18.00 Uhr auf den Platz kommen sehen, als sie in der Nähe gesessen hätten. Ein Mann sei aus der entgegengesetzten Richtung gekommen und habe sie hart gegen die Schulter gestoßen, sodass sie zur Seite gefallen sei. Es sei ein starker Stoß gewesen, Frederiksen sei jedoch nicht zu Boden gegangen. Anschließend habe sich die dänische Regierungschefin in einem nahe gelegenen Café hingesetzt, sagten die Zeuginnen weiter.

Der Mann habe versucht, wegzurennen. Er sei aber nicht weit gekommen, bevor Männer in Anzügen ihn gepackt und zu Boden gestoßen hätten.

Der Angriff auf die dänische Regierungschefin rief bei Spitzenpolitikern der EU scharfe Kritik hervor. EU-Ratspräsident Charles Michel verurteilte den "feigen Akt der Aggression" in einer Erklärung auf X. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einer "verabscheuungswürdigen" Tat, die allem widerspreche, "woran wir glauben und wofür wir in Europa kämpfen". EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola nannte den Angriff "empörend" und betonte, Gewalt habe keinen Platz in der Politik.

Der Vorfall "erschüttert jeden von uns, die ihr nahe stehen", schrieb der dänische Umweltminister Magnus Heunicke in einem Online-Beitrag. "So etwas darf in unserem schönen, sicheren und freien Land nicht passieren."

Zuletzt hatte es auch in Deutschland wiederholt Angriffe auf Politiker gegeben. In Dresden war Anfang Mai der sächsische SPD-Europaabgeordnete Matthias Ecke niedergeschlagen und schwer verletzt worden. Zuvor sollen die mutmaßlichen Täter einen 28-Jährigen angegriffen haben, der für die Grünen Wahlplakate anbrachte. Berlins SPD-Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey wurde wenige Tage später bei einem Angriff mit einem Beutel leicht verletzt. Vergangene Woche Samstag wurde der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter bei einem Angriff an einem Wahlkampfstand im baden-württembergischen Aalen leicht verletzt.

Mitte Mai war der slowakische Regierungschef Robert Fico nach einer Kabinettssitzung in der Kleinstadt Handlova niedergeschossen und lebensgefährlich verletzt worden. Er musste zwei Mal operiert werden.

P.Barry--TNT

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