The National Times - Rückhalt für Selenskyj auf Allzeit-Tief - Noch immer Mehrheit hinter ihm

Rückhalt für Selenskyj auf Allzeit-Tief - Noch immer Mehrheit hinter ihm


Rückhalt für Selenskyj auf Allzeit-Tief - Noch immer Mehrheit hinter ihm
Rückhalt für Selenskyj auf Allzeit-Tief - Noch immer Mehrheit hinter ihm / Foto: © POOL/AFP

Nach mehr als zwei Jahren Krieg ist der Rückhalt für Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Ukraine auf ein Allzeit-Tief gesunken - noch immer aber hat er das Vertrauen von mehr als der Hälfte der Bevölkerung. Einer am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge fiel die Zustimmung der Menschen für den Staatschef erstmals auf unter 60 Prozent. Im Mai 2022 - kurz nach Beginn des russischen Angriffskrieges - lag die Zahl noch bei 90 Prozent.

Textgröße ändern:

Im Verlauf des Krieges sank die Zustimmung für Selenskyj dann jedoch kontinuierlich. Im Dezember 2023 vertrauten ihm noch 77 Prozent der Ukrainer, im Februar dieses Jahres noch 64 Prozent.

Nun fiel dieser Wert erstmals unter 60 Prozent, wie das Umfrageinstitut KIIS am Freitag berichtete. "Der Abwärtstrend im Vertrauen setzt sich fort", schrieb das Institut. "Wir wollen zugleich aber darauf hinweisen, dass Wolodymyr Selenskyj in den Augen der ukrainischen Gesellschaft weiter Legitimität hat und die Mehrheit der Ukrainer ihm vertraut."

Selenskyj hatte sein Amt 2019 angetreten. Seine Amtsperiode endete eigentlich im vergangenen Monat - er blieb unter dem derzeit herrschenden Kriegsrecht aber Präsident. Nach Angaben der ukrainischen Behörden soll es vorerst keine Wahlen geben, unter anderem weil 20 Prozent des Landes unter russischer Kontrolle sind und Millionen Ukrainer ins Ausland geflüchtet sind.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

Spaniens König Felipe VI. besucht Exklave Ceuta in Nordafrika

Der spanische König Felipe VI. und Königin Letizia besuchen am Dienstag die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika. Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangt, es gab dutzende Tote. Die meisten kehrten zwar nach Marokko zurück oder wurden zurückgebracht. Tausende Migranten blieben aber in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave, wo sie auf der Straße oder an Stränden schlafen.

Wadephul nimmt an internationalem Sicherheitsforum in Warschau teil

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nimmt am Dienstag an einem internationalen Sicherheitsforum in Warschau teil. Beim Warsaw Security Forum (WSF) will der Minister zusammen mit seinen Kollegen aus Polen, Großbritannien und Norwegen über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf die Sicherheit in Europa diskutieren, wie das Auswärtige Amt ankündigte.

Bundesverfassungsgericht verhandelt über Privilegien von Firmenerben

Das Bundesverfassungsgericht prüft am Dienstag (10.00 Uhr) in Karlsruhe die Privilegien für Firmenerben. Wer betriebliches Vermögen erbt, muss meist deutlicher weniger Steuern darauf zahlen als die Erben von Privatvermögen, teilweise wird die Steuer auch ganz erlassen. Darum zog ein Erbe vor Gericht. Dieses will herausfinden, ob die unterschiedliche Behandlung vom Grundgesetz gedeckt ist. (Az. 1 BvR 804/22)

Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteichefin lässt sich der Co-Parteivorsitzende Lars Klingbeil eine erneute Kandidatur für die Parteispitze offen. "Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt", sagte Klingbeil am Montag im "heute journal" im ZDF. "Da geht es nicht um mich, und es geht auch nicht darum, dass ich am Amt klebe, sondern es geht um die bestmögliche Aufstellung."

Textgröße ändern: