The National Times - Fußballfans in Hongkong bleiben bei chinesischer Hymne sitzen und werden festgenommen

Fußballfans in Hongkong bleiben bei chinesischer Hymne sitzen und werden festgenommen


Fußballfans in Hongkong bleiben bei chinesischer Hymne sitzen und werden festgenommen
Fußballfans in Hongkong bleiben bei chinesischer Hymne sitzen und werden festgenommen / Foto: © AFP

In Hongkong sind drei Fußballfans festgenommen worden, weil sie bei einem Fußball-Länderspiel während der chinesischen Nationalhymne sitzen geblieben sind. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, drehten die beiden Männer und eine Frau bei einem Qualifikationsspiel für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 zwischen Hongkong und dem Iran zudem dem Spielfeld den Rücken zu. Weiter hieß es, dass jeder, der "öffentlich und absichtlich" die chinesische Nationalhymne beleidige, eine Straftat begehe.

Textgröße ändern:

Den Polizeiangaben zufolge sind die Festgenommenen zwischen 18 und 31 Jahre alt. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu drei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 50.000 Hongkong-Dollar (umgerechnet 5800 Euro).

Hongkong ist eine Sonderverwaltungsregion Chinas, tritt aber in vielen internationalen Sportarten, darunter auch im Fußball, unter eigenem Namen an. Das Spiel gegen den Iran verlor die Mannschaft mit 4:2.

In den politisch turbulenten 2010er Jahren galt die Nationalmannschaft aus Hongkong als Vertreterin des Bürgerstolzes in der Sonderverwaltungszone. Damals wurde die chinesische Nationalhymne vor Spielen in Hongkong regelmäßig von Buhrufen übertönt. Kurz nachdem Peking 2020 in Hongkong ein sogenanntes Sicherheitsgesetz erlassen hatte, wurde in der Finanzmetropole jedoch ein lokales Gesetz verabschiedet, das die Beleidigung der chinesischen Nationalhymne unter Strafe stellt.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Spaniens König Felipe VI. besucht Exklave Ceuta in Nordafrika

Der spanische König Felipe VI. und Königin Letizia besuchen am Dienstag die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika. Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangt, es gab dutzende Tote. Die meisten kehrten zwar nach Marokko zurück oder wurden zurückgebracht. Tausende Migranten blieben aber in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave, wo sie auf der Straße oder an Stränden schlafen.

Wadephul nimmt an internationalem Sicherheitsforum in Warschau teil

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nimmt am Dienstag an einem internationalen Sicherheitsforum in Warschau teil. Beim Warsaw Security Forum (WSF) will der Minister zusammen mit seinen Kollegen aus Polen, Großbritannien und Norwegen über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf die Sicherheit in Europa diskutieren, wie das Auswärtige Amt ankündigte.

Bundesverfassungsgericht verhandelt über Privilegien von Firmenerben

Das Bundesverfassungsgericht prüft am Dienstag (10.00 Uhr) in Karlsruhe die Privilegien für Firmenerben. Wer betriebliches Vermögen erbt, muss meist deutlicher weniger Steuern darauf zahlen als die Erben von Privatvermögen, teilweise wird die Steuer auch ganz erlassen. Darum zog ein Erbe vor Gericht. Dieses will herausfinden, ob die unterschiedliche Behandlung vom Grundgesetz gedeckt ist. (Az. 1 BvR 804/22)

Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteichefin lässt sich der Co-Parteivorsitzende Lars Klingbeil eine erneute Kandidatur für die Parteispitze offen. "Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt", sagte Klingbeil am Montag im "heute journal" im ZDF. "Da geht es nicht um mich, und es geht auch nicht darum, dass ich am Amt klebe, sondern es geht um die bestmögliche Aufstellung."

Textgröße ändern: