The National Times - Ukrainische Behörden ordnen Teilevakuierung mehrerer Städte und Ortschaften an

Ukrainische Behörden ordnen Teilevakuierung mehrerer Städte und Ortschaften an


Ukrainische Behörden ordnen Teilevakuierung mehrerer Städte und Ortschaften an
Ukrainische Behörden ordnen Teilevakuierung mehrerer Städte und Ortschaften an / Foto: © Press service of the 24th Mechanized Brigade/AFP

Angesichts der verstärkten Kämpfe in der ostukrainischen Region Donezk haben ukrainische Behörden angeordnet, Kinder und ihre Eltern oder Betreuer aus mehreren Städten und Ortschaften verlegen zu lassen. Der Gouverneur von Donezk, Wadim Filaschkin, nannte in seiner am Donnerstag über Online-Netzwerke verbreiteten Ankündigung unter anderem die Kleinstadt Lyman, das Dorf Prohres und weitere Ortschaften nahe der Front.

Textgröße ändern:

"Die Sicherheitslage in der Region verschlechtert sich ständig und die Intensität des Beschusses nimmt zu", fügte Filaschkin an. Die Teilevakuierung sei eine "wichtige Entscheidung mit dem vorrangigen Ziel, die Leben unserer Kinder zu retten". Filaschkin zufolge wurden am Mittwoch bereits 217 Menschen verlegt, darunter 61 Kinder.

Zuvor hatte der Gouverneur den Tod einer 59-jährigen Frau bei russischem Beschuss in der ebenfalls in der Region Donezk gelegenen Kleinstadt Tschassiw Jar gemeldet. Drei weitere Menschen seien am Donnerstag bei russischen Angriffen verletzt worden. Weitere zwei Zivilisten wurden demnach am Mittwoch bei russischen Angriffen getötet.

Russland hatte im September 2022 die Annexion von Donezk und drei weiteren ukrainischen Regionen verkündet, ohne diese jedoch vollständig militärisch zu kontrollieren. Die Ukraine hatte bereits in den ersten Wochen des russischen Angriffskriegs gegen das Land die Bewohner von Donezk zum Verlassen der Region aufgelassen, diese Anordnung jedoch nicht durchgesetzt.

Aufgrund der russischen Offensive in der nordostukrainischen Region Charkiw hatte die Ukraine im Mai zahlreiche Kräfte von anderen Frontabschnitten dorthin verlegen müssen. In der Region Donezk gelang es der russischen Armee, seit der Einnahme der strategisch wichtigen Stadt Awdijiwka weiter nach Westen vorzurücken. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge ist ein großer Teil der russischen Streitkräfte inzwischen in die Region Donezk vorgerückt.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Spaniens König Felipe VI. besucht Exklave Ceuta in Nordafrika

Der spanische König Felipe VI. und Königin Letizia besuchen am Dienstag die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika. Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangt, es gab dutzende Tote. Die meisten kehrten zwar nach Marokko zurück oder wurden zurückgebracht. Tausende Migranten blieben aber in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave, wo sie auf der Straße oder an Stränden schlafen.

Wadephul nimmt an internationalem Sicherheitsforum in Warschau teil

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nimmt am Dienstag an einem internationalen Sicherheitsforum in Warschau teil. Beim Warsaw Security Forum (WSF) will der Minister zusammen mit seinen Kollegen aus Polen, Großbritannien und Norwegen über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf die Sicherheit in Europa diskutieren, wie das Auswärtige Amt ankündigte.

Bundesverfassungsgericht verhandelt über Privilegien von Firmenerben

Das Bundesverfassungsgericht prüft am Dienstag (10.00 Uhr) in Karlsruhe die Privilegien für Firmenerben. Wer betriebliches Vermögen erbt, muss meist deutlicher weniger Steuern darauf zahlen als die Erben von Privatvermögen, teilweise wird die Steuer auch ganz erlassen. Darum zog ein Erbe vor Gericht. Dieses will herausfinden, ob die unterschiedliche Behandlung vom Grundgesetz gedeckt ist. (Az. 1 BvR 804/22)

Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteichefin lässt sich der Co-Parteivorsitzende Lars Klingbeil eine erneute Kandidatur für die Parteispitze offen. "Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt", sagte Klingbeil am Montag im "heute journal" im ZDF. "Da geht es nicht um mich, und es geht auch nicht darum, dass ich am Amt klebe, sondern es geht um die bestmögliche Aufstellung."

Textgröße ändern: