The National Times - Russische Zentralbankchefin fordert "offene Wirtschaft" trotz Sanktionen

Russische Zentralbankchefin fordert "offene Wirtschaft" trotz Sanktionen


Russische Zentralbankchefin fordert "offene Wirtschaft" trotz Sanktionen
Russische Zentralbankchefin fordert "offene Wirtschaft" trotz Sanktionen / Foto: © AFP

Russland sollte nach Ansicht Chefin der russischen Zentralbank trotz der Abschottung westlicher Staaten offen für Austausch und ausländische Investitionen sein. Das Land brauche eine "offene Wirtschaft", sagte Elvira Nabjullina am Donnerstag beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. "Trotz der Sanktionen sollten wir bereit sein, unsere Wirtschaft in die Weltwirtschaft zu integrieren."

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Nabjullina sprach sich außerdem dafür aus, auswärtige Investoren "zum Eintritt in den Kapitalmarkt" in Russland zu ermutigen. Es brauche "mehr Investitionen in die Wirtschaft". Die Zentralbankchefin warnte vor Steuererhöhungsplänen der Regierung. Diese dürften nicht dazu führen, das Investoren abgeschreckt werden.

Finanzminister Anton Siluanow betonte hingegen, Russland brauche vor allem "finanzielle Souveränität". "Daran werden wir in den kommenden Jahren arbeiten."

Wegen der russischen Offensive in der Ukraine haben westliche Staaten Russland mit Sanktionen belegt und weitgehend vom internationalen Finanzsystem ausgeschlossen. Viele westliche Unternehmen haben sich aus dem Land zurückgezogen. China ist nun mit Abstand Russlands wichtigster Handelspartner.

Auch das Internationale Wirtschaftsforum, das früher in Anlehnung an das Weltwirtschaftsforum "russisches Davos" genannt wurde, zeigt mittlerweile vor allem Russlands Isolierung. Bei früheren Ausgaben hatten sich etwa Altbundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Chinas Staatschef Xi Jinping oder Indiens Premierminister Narendra Modi die Ehre gegeben.

Russlands Staatschef Wladimir Putin empfängt in diesem jahr die höchsten staatlichen Vertreter Simbabwes und Boliviens. Auch die in Afghanistan regierenden radikalislamischen Taliban haben eine Delegation nach St. Petersburg geschickt.

T.Bennett--TNT

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