The National Times - Italienischer Minister sorgt mit Äußerung zu Joints für Erheiterung

Italienischer Minister sorgt mit Äußerung zu Joints für Erheiterung


Italienischer Minister sorgt mit Äußerung zu Joints für Erheiterung
Italienischer Minister sorgt mit Äußerung zu Joints für Erheiterung / Foto: © AFP

Vor dem Hintergrund eines möglichen Verbots sogenannter Cannabis-Light-Produkte in Italien hat eine Äußerung von Landwirtschaftsminister Francesco Lollobrigida für Erheiterung gesorgt. Als er am Montagabend bei einer Wahlkampfveranstaltung von einem Journalisten gefragt wurde, ob er einen Joint mit geringem THC-Gehalt wolle, sagte Lollobrigida: "Light, nein danke. Wenn man schon einen Joint raucht, sollte man es richtig tun."

Textgröße ändern:

Lollobrigida hatte sich zuvor gegen den Anbau von Cannabis in Italien ausgesprochen. Die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die Lollobrigidas Schwägerin ist, erwägt italienischen Medien zufolge ein Verbot der Cannabis-Light-Produkte. Die Produktion und der Verkauf von Cannabis ist in Italien seit 2019 legal, wenn es weniger als 0,5 Prozent THC enthält.

Die Äußerung Lollobrigidas verbreitete sich schnell in den Online-Netzwerken. Ein Meme zeigte ihn als Rastafari-Sänger mit Dreadlocks, dem ein Joint von den Lippen hängt. Wo der Minister seine Drogen kaufe, fragte ein Nutzer im Onlinedienst X scherzhaft. Ein anderer schrieb, endlich habe Lollobrigida mal etwas Sinnvolles gesagt.

Der Minister war bereits vor zwei Wochen mit Äußerungen zum Ukraine-Krieg in die Schlagzeilen geraten. Zu einem Fernsehreporter sagte er, "Geselligkeit" befördere Frieden. Viele Kriege hätten durch "gut organisierte" Abendessen mit guten Gesprächen und Wein vermieden werden können.

Der Generalsekretär der liberalen Partei Più Europa, Riccardo Magi, schrieb bei X, es sei besser, Cannabis ganz zu legalisieren. "Das denken auch Millionen Italiener", fügte er hinzu.

Melonis Koalitionspartner, die rechtsnationalistische Lega von Vize-Regierungschef Matteo Salvini, will laut Berichten ebenfalls die Gesetze gegen den Konsum von Cannabis verschärfen und die Veröffentlichung von Abbildungen der Droge in der Werbung mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestrafen.

F.Adams--TNT

Empfohlen

Spaniens König Felipe VI. besucht Exklave Ceuta in Nordafrika

Der spanische König Felipe VI. und Königin Letizia besuchen am Dienstag die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika. Ende Juli waren mehr als 70.000 Menschen aus Marokko zu Fuß oder schwimmend nach Ceuta gelangt, es gab dutzende Tote. Die meisten kehrten zwar nach Marokko zurück oder wurden zurückgebracht. Tausende Migranten blieben aber in der nur 18 Quadratkilometer großen Exklave, wo sie auf der Straße oder an Stränden schlafen.

Wadephul nimmt an internationalem Sicherheitsforum in Warschau teil

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) nimmt am Dienstag an einem internationalen Sicherheitsforum in Warschau teil. Beim Warsaw Security Forum (WSF) will der Minister zusammen mit seinen Kollegen aus Polen, Großbritannien und Norwegen über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf die Sicherheit in Europa diskutieren, wie das Auswärtige Amt ankündigte.

Bundesverfassungsgericht verhandelt über Privilegien von Firmenerben

Das Bundesverfassungsgericht prüft am Dienstag (10.00 Uhr) in Karlsruhe die Privilegien für Firmenerben. Wer betriebliches Vermögen erbt, muss meist deutlicher weniger Steuern darauf zahlen als die Erben von Privatvermögen, teilweise wird die Steuer auch ganz erlassen. Darum zog ein Erbe vor Gericht. Dieses will herausfinden, ob die unterschiedliche Behandlung vom Grundgesetz gedeckt ist. (Az. 1 BvR 804/22)

Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteichefin lässt sich der Co-Parteivorsitzende Lars Klingbeil eine erneute Kandidatur für die Parteispitze offen. "Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt", sagte Klingbeil am Montag im "heute journal" im ZDF. "Da geht es nicht um mich, und es geht auch nicht darum, dass ich am Amt klebe, sondern es geht um die bestmögliche Aufstellung."

Textgröße ändern: