The National Times - Frauen und Mütter von russischen Soldaten protestieren in Moskau für deren Rückkehr

Frauen und Mütter von russischen Soldaten protestieren in Moskau für deren Rückkehr


Frauen und Mütter von russischen Soldaten protestieren in Moskau für deren Rückkehr
Frauen und Mütter von russischen Soldaten protestieren in Moskau für deren Rückkehr / Foto: © AFP

Eine Gruppe von Frauen hat in Moskau für die Rückkehr ihrer in der Ukraine kämpfenden Männer und Söhne protestiert. Die rund 15 Demonstrantinnen knieten sich am Montag vor das Verteidigungsministerium, wie auf im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Bildern zu sehen war. Auf Plakaten waren Forderungen zu lesen wie, "bringt meinen Mann nach Hause".

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Zudem verlangten die Demonstrantinnen mit dem neuen Verteidigungsminister Andrej Beloussow zu sprechen. "Jede Teilnehmerin ist aus einem anderen Grund hier", sagte die Demonstrantin Paulina der Nachrichtenagentur AFP. "Eine verlangt, dass alle Soldaten abgezogen werden, eine andere möchte nur, dass ihre Angehörigen zurückkommen. Die Frauen und Mütter der Soldaten können einfach nicht mehr. Sie wollen, dass ihre Männer zurückkommen." Die Polizei forderte die Demonstrantinnen zum Gehen auf. Die Frauen zogen sich laut eigenen Angaben allerdings wegen eines plötzlichen Regengusses zurück.

Durch das strikte Vorgehen gegen kritische Stimmen sind Demonstrationen in Russland sehr selten geworden. Gruppen von Frauen oder anderen Angehörigen von Soldaten, die deren Rückkehr fordern, sind die einzigen, die noch in Moskau protestieren.

Noch bis Anfang des Jahres waren Angehörige von Soldaten in der Gruppe Put Domoy (Rückkehr nach Hause) organisiert und riefen fast wöchentlich über Telegram zu Demonstrationen auf. In der vergangenen Woche stuften die Behörden die Gruppe als "ausländischen Agenten" ein. Die Regelung erlaubt eine behördliche Verfolgung der Organisation.

Die vor dem Verteidigungsministerium protestierenden Frauen gaben an, nicht Teil von Put Domoy zu sein. Sie hätten zudem Journalisten nicht vorab über den Protest informiert, um Verhaftungen zu vermeiden.

Die Demonstrantin Maria sagte, die Frauen würden sich nicht entmutigen lassen, auch wenn sie nicht wie verlangt mit Verteidigungsminister Beloussow sprechen konnten. "Ich hoffe, dass die Dinge in Bewegung kommen. Wir haben nicht vor, aufzugeben."

T.F.Russell--TNT

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