The National Times - Deutsche Luftwaffe stellt Hilfsflüge über dem Gazastreifen ein

Deutsche Luftwaffe stellt Hilfsflüge über dem Gazastreifen ein


Deutsche Luftwaffe stellt Hilfsflüge über dem Gazastreifen ein
Deutsche Luftwaffe stellt Hilfsflüge über dem Gazastreifen ein / Foto: © Jordanian army/AFP

Die Luftwaffe der Bundeswehr hat den Abwurf von Hilfsgütern über dem Gazastreifen zur Unterstützung der dortigen Bevölkerung beendet. Am Donnerstag sei zum letzten Mal ein deutsches Transportflugzeug vom Typ A400M von Jordanien aus gestartet, erklärte die Luftwaffe. Seit Beginn der Initiative Mitte März wurden demnach rund 315 Tonnen Lebensmittel, Wasser, Hygieneartikel und andere Hilfsgüter über dem Palästinensergebiet abgeworfen. Künftig werde die internationale Gemeinschaft "die Versorgung der dortigen Bevölkerung auf weiteren Transportwegen sicherstellen", hieß es in der Erklärung.

Textgröße ändern:

Nach der Entscheidung der Bundesregierung für den Einsatz im März wurden zunächst zwei Transportflugzeuge vom Typ C-130J Super Hercules der deutsch-französischen Lufttransportstaffel in Évreux in der Normandie vorübergehend in Jordanien stationiert. Die Abfertigung übernahmen zunächst französische Soldaten, die bereits vor Ort waren. Anfang April wurden die beiden Maschinen abgelöst von zwei A400M, für die eigens ein Lastenabsetzsystem entwickelt worden war.

Bereits seit Ende 2023 hatte die Luftwaffe eigenen Angaben zufolge mehrfach humanitäre Hilfe für die vom Gaza-Krieg betroffene Zivilbevölkerung ermöglicht. Wenige Tage vor Weihnachten flog im Auftrag des Auswärtigen Amtes dreimal ein A400M nach Ägypten und Jordanien, um Hilfsgüter zu liefern.

Im Gazastreifen fehlt fast acht Monate nach Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas vielen Menschen das Nötigste zum Leben. Internationale Hilfslieferungen gelangen nur spärlich in das abgeriegelte Gebiet.

Nach tödlichen Vorfällen beim Abwurf von Hilfsgütern aus der Luft hatte die den Gazastreifen kontrollierende Hamas ein Ende der Hilfslieferungen aus der Luft gefordert. Insgesamt starben durch den im Februar von der internationalen Gemeinschaft begonnenen Abwurf von Hilfsgütern laut den Hamas-Behörden in dem Palästinensergebiet mindestens 21 Menschen.

Das US-Militär hat vor der Küste des Palästinensergebiets eine provisorische Anlegestelle errichtet, um Lieferungen auf dem Seeweg zu ermöglichen.

Am Sonntag berichtete der dem ägyptischen Geheimdienst nahestehende Sender Al-Kahera News, dass 200 Lastwagen mit Hilfsgütern von der ägyptischen Seite des seit Anfang Mai von Israel kontrollierten und geschlossenen Grenzübergangs Rafah in Richtung Kerem Schalom gefahren seien.

Der Krieg im Gazastreifen war am 7. Oktober durch einen Großangriff der Hamas auf Israel ausgelöst worden. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1170 Menschen getötet und rund 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Als Reaktion geht Israel seitdem massiv militärisch in dem Küstenstreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei mittlerweile mehr als 36.200 Menschen getötet.

F.Adams--TNT

Empfohlen

Selenskyjs: Russland greift nach Trumps Ankündigung zu Energie-Waffenruhe Energieanlagen an

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu einer "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau Energieanlagen in der Ukraine angegriffen. "Die Russen haben ein Kraftwerk in Kiew mit einer Schahed-Drohne angegriffen", schrieb Selenskyj am Sonntagabend in Online-Netzwerken. Später habe es noch weitere Angriffe auf Energieanlagen in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine gegeben.

Frankreich: EU-Abgeordneter Glucksmann Präsidentschaftskandidat des sozialdemokratischen Lagers

Der EU-Abgeordnete Raphaël Glucksmann ist zum Präsidentschaftskandidaten des sozialdemokratischen Lagers in Frankreich gekürt worden. Bei der gemeinsamen Vorwahl seiner Partei Place Publique und der Sozialistischen Partei (PS) erhielt Glucksmann am Sonntag gut 66 Prozent der Stimmen, wie die Organisatoren mitteilten. Weit abgeschlagen folgte auf dem zweiten Platz der PS-Vorsitzende Olivier Faure mit knapp 14,5 Prozent der Stimmen.

Saudi-Arabien: Mehrere Verletzte bei neuem Angriff auf Flughafen von Riad

Bei einem neuen Angriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad hat es am Sonntag wieder Verletzte gegeben. Die saudiarabische Luftfahrtbehörde teilte mit, der neue Angriff am Sonntagnachmittag habe mehrere Verletzte zur Folge gehabt. "Die Beurteilung der Schäden und die Überprüfung der Sicherheit der Anlagen dauern noch an", fügte die Behörde hinzu.

Trump verkündet "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau - Selenskyj überrascht

Nach seinem Diesel-Deal mit Russland und einem heftigen Schlagabtausch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag eine angebliche "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau verkündet. Beide Länder hätten zugestimmt, ab sofort ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen, erklärte Trump. Selenskyj reagierte überrascht auf die Ankündigung. Kiew sei aber bereit, eine solche Waffenruhe zu befolgen, wenn auch Moskau sich daran halte. Vom Kreml gab es zunächst keine Stellungnahme.

Textgröße ändern: