The National Times - Tausende polnische Landwirte protestieren in Warschau gegen EU-Umweltpolitik

Tausende polnische Landwirte protestieren in Warschau gegen EU-Umweltpolitik


Tausende polnische Landwirte protestieren in Warschau gegen EU-Umweltpolitik
Tausende polnische Landwirte protestieren in Warschau gegen EU-Umweltpolitik / Foto: © AFP

Tausende polnische Landwirte haben in Warschau gegen die Umweltpolitik der EU protestiert. Die ehemalige Regierungspartei PiS sowie die Gewerkschaft Solidarnosc hatten für Freitag zu einer Demonstration unter dem Motto "Nieder mit dem Green Deal" aufgerufen. Dem folgten mehrere tausend Bauern: Sie marschierten in gelben Westen und mit polnischen Nationalflaggen in der Hauptstadt auf und forderten ein Referendum über die EU-Klimaschutzziele.

Textgröße ändern:

Mit dem "Green Deal" von EU-Kommissionspräsidentin Ursuala von der Leyen will die EU bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität erreichen. Die ehrgeizigen Vorhaben dafür werden von einigen Seiten scharf kritisiert, besonders vom Agrarsektor und rechten Parteien. Viele der einzelnen Pläne sind auf den Druck hin bereits entschärft worden, zuletzt hatte Brüssel besonders den Landwirten weitreichende Zugeständnisse bei den Umweltvorgaben gemacht.

Die polnischen Landwirte fordern jedoch, dass ihr Land, das mittlerweile von einer pro-europäischen Regierung regiert wird, das gesamte Klimaschutzpaket ablehnt. "Wir sind mit allen Green-Deal-Vorgaben nicht einverstanden. Sie schaden der polnischen Wirtschaft", sagte der Solidarnosc-Sprecher Adrian Wawrzyniak der Nachrichtenagentur AFP. "Wir wollen ein Referendum in Polen, das den Präsidenten, das Parlament und die Regierung verpflichtet, den Green Deal abzulehnen."

Seit Monaten richtet sich der Ärger der polnischen Landwirte auch gegen die Zollbefreiung für landwirtschaftliche Produkte aus der Ukraine. Auch hier haben die EU-Institutionen mittlerweile Beschränkungen für Einfuhren aus dem von Russland angegriffenen Land vereinbart. Polen und auch anderen Ländern gehen diese aber nicht weit genug.

S.Mitchell--TNT

Empfohlen

"Russlands Google": Beeinträchtigungen durch Drohnenangriff auf Yandex-Rechenzentrum

Ein Rechenzentrum des als "Russlands Google" bekannten Technologieunternehmens Yandex ist durch einen Drohnenangriff lahmgelegt worden. Die Infrastruktur des Datenzentrums in Wladimir östlich von Moskau sei beschädigt worden, teilte das Unternehmen am Sonntag im Onlinedienst Telegram mit. Nun werde geprüft, wie die vollständig ausgesetzten Aktivitäten des Rechenzentrums wieder aufgenommen werden könnten. Verletzt wurde bei dem Angriff nach Unternehmensangaben niemand.

Lulas Team wirft US-Konzern Meta Einmischung in brasilianischen Wahlkampf vor

Das Wahlkampfteam von Brasiliens Staatschef Luiz Inàcio Lula da Silva hat dem US-Tech-Konzern Meta Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf vorgeworfen. Online-Plattformen von Meta wie etwa Instagram hätten die Verbreitung seiner Inhalte eingeschränkt, erklärte Lulas Wahlkampfteam am Samstag (Ortszeit). So sei bei einer Veröffentlichung auf Lulas offiziellem Nutzerkonto die Zählung der Abrufzahlen unterbrochen worden, was die Reichweite verringert habe.

Eskalation im Konflikt mit Huthis: Viele Tote und Verletzte bei Angriff auf Riads Airport

Mit einem tödlichen Raketenangriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad ist der Konflikt mit der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen weiter eskaliert. Nach dem Angriff mit mindestens zwölf Toten und 309 Verletzten kündigte die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition gegen die Huthis am Sonntag eine entschiedene Reaktion an. US-Präsident Donald Trump kritisierte die Attacke vom Samstag als "nicht hinnehmbar", die Vereinten Nationen äußerten sich besorgt.

SPD-Spitzenkandidat in NRW skeptisch gegenüber Parteiausschlussverfahren gegen Schröder

In der Debatte um einen Parteiausschluss von SPD-Altkanzler Gerhard Schröder wegen seiner Nähe zu Kreml-Chef Wladimir Putin hat der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Jochen Ott, Skepsis geäußert. "Die Hürden für einen Parteiausschluss sind hoch. Ich bin deshalb zum jetzigen Zeitpunkt skeptisch, ob ein Ausschlussverfahren gegen Gerhard Schröder Aussicht auf Erfolg hätte", sagte Ott dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Textgröße ändern: