The National Times - Brandenburger Verfassungsschutz registriert mehr Rechtsextremisten

Brandenburger Verfassungsschutz registriert mehr Rechtsextremisten


Brandenburger Verfassungsschutz registriert mehr Rechtsextremisten
Brandenburger Verfassungsschutz registriert mehr Rechtsextremisten / Foto: © AFP/Archiv

Die Zahl der Rechtsextremisten in Brandenburg ist im vergangenen Jahr laut Verfassungsschutz erneut angestiegen. 2023 wurden 3085 Menschen als rechtsextrem eingestuft, das waren 230 mehr als 2022, wie aus dem am Montag in Potsdam vorgestellten Verfassungsschutzbericht hervorgeht. 1300 der registrierten Rechtsextremen gelten dem Bericht zufolge als gewaltorientiert, das sind 40 Personen mehr als im Jahr davor. Auch die Gewaltstraftaten legten im vergangenen Jahr zu. Es wurden 117 registriert, das waren 27 mehr als 2022.

Textgröße ändern:

Auch rechte Parteien hatten im vergangenen Jahr laut Verfassungsschutz Zulauf. So kamen die AfD Brandenburg und ihre Jugendorganisation Junge Alternative Brandenburg (JA) 2023 auf insgesamt 1260 Mitglieder, 180 mehr als im Vorjahr. Die JA in Brandenburg gilt seit Juli 2023 als erwiesen rechtsextrem. Der Landesverband der AfD ist seit 2020 Verdachtsfall.

Die Partei Die Heimat - ehemals NPD - kam auf 140 Mitglieder -ein minus von 60. Die Partei Der III. Weg kam auf 70 Mitglieder - ein plus von zehn. 405 Rechtsextremisten waren in parteiunabhängigen Strukturen organisiert. Das "weitgehend unstrukturierte rechtsextremistische Personenpotenzial" umfasste dem Bericht zufolge 1660 Menschen.

"Wir haben einen historischen Höchststand im Bereich des Rechtsextremismus", erklärte Verfassungsschutzpräsident Jörg Müller. "Unter allen Phänomenbereichen verfügt er über die mit Abstand meisten Anhänger - daher gehen von ihm die größten Gefahren für unsere Demokratie aus."

Der Verfassungsschutz zählte 2023 in Brandenburg außerdem tausend sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter, das waren mit 350 deutlich mehr als im Jahr davor. "Dieser Anstieg spiegelt die hohe Szenedynamik der letzten Jahre wider", erklärte Müller. "Wir haben darauf reagiert und den Personalansatz entsprechend erhöht."

Auch die Zahl der Linksextremen stieg laut Verfassungsschutz 2023 leicht um 20 Menschen auf 550 an. Die Zahl gewaltorientierter Autonomer lag unverändert bei 200. Die Zahl linksextremer Gewaltstraftaten sank auf elf - ein Minus von sieben.

2023 wurden zudem 220 islamische Extremisten gezählt - ein Plus von zehn. "Gefährlich ist die Entwicklung der Tiktokisierung des Islamismus", erklärte Müller. "Seit 2021 haben sich in beachtlicher Geschwindigkeit weitgehend unbekannte Salafistenprediger zu islamistischen Influencern entwickelt."

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Tausende Menschen bei pro-palästinensischer Kundgebung in Berlin

In Berlin haben am Samstag mehrere tausend Menschen an einer pro-palästinensischen Demonstration teilgemommen. Wie ein Polizeisprecher sagte, versammelten sich am Nachmittag rund 3500 Demonstrantinnen und Demonstranten am Spreebogen im Regierungsviertel, um zum Alexanderplatz im Bezirk Mitte zu ziehen. Dort kamen am Abend etwa 2000 Menschen an.

Nach Kritik Selenskyjs: Trump fordert Ablösung des ukrainischen Präsidenten

US-Präsident Donald Trump hat eine Ablösung des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj gefordert. Es sei "an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen Präsidenten bekommt", der bereit sei, den Krieg mit Russland zu beenden, sagte Trump am Samstag vor Journalisten am Weißen Haus. Zuvor hatte Selenskyj Trump wegen dessen Diesel-Deal mit Moskau scharf angegriffen. Trump forderte Selenskyj zudem auf, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen.

Nach fehlgeschlagener Hinrichtung in den USA: Christa Pike ist wieder im Gefängnis

Die US-Todeskandidatin Christa Pike ist zehn Tage nach ihrer fehlgeschlagenen Hinrichtung zurück ins Gefängnis gebracht worden. Wie Pikes Anwälte am Samstag mitteilten, wurde die verurteilte Mörderin aus dem Krankenhaus entlassen und wird nun im Gefängnis weiter medizinisch versorgt. Sie bedanke sich bei den Ersthelfern und Ärzten für die Behandlung "unter diesen außergewöhnlichen Umständen".

누샤 아우벨: 연 기본급 143,056유로 — 포츠담 시민은 돈줄 취급을 받으며 부담을 떠안아야 한다

포츠담은 10월 1일부터 포장세를 징수하고 있다. 동시에 예산 집행 동결 조치도 시행 중이다. 시민과 기업에는 추가 부담이 부과되는 반면, 현직 시장인 누샤 아우벨(Noosha Aubel, 50세, 무소속)의 책임 아래 있는 기본적인 과제들은 여전히 해결되지 않고 있다. 아우벨의 시정 운영이 보내는 정치적 신호는 참담하다. 새로운 수입을 확보할 때는 행정력이 작동하지만, 파손된 도로와 반드시 필요한 지원 앞에서는 그 행정력 자체가 의문으로 남는다.

Textgröße ändern: