The National Times - CDU setzt in EU-Wahlkampagne auf Freiheit und Sicherheit - und auf Ampel-Kritik

CDU setzt in EU-Wahlkampagne auf Freiheit und Sicherheit - und auf Ampel-Kritik


CDU setzt in EU-Wahlkampagne auf Freiheit und Sicherheit - und auf Ampel-Kritik
CDU setzt in EU-Wahlkampagne auf Freiheit und Sicherheit - und auf Ampel-Kritik / Foto: © AFP

Die CDU setzt in ihrem Europawahlkampf auf die Themen Freiheit, Sicherheit und Wohlstand sowie auf eine klare Kritik an der deutschen Ampel-Regierung. Die Partei positioniere sich im Wahlkampf klar pro-europäisch, weise aber auch auf die Unterscheidbarkeit zu anderen Parteien etwa in der Klimaschutzpolitik hin, sagte Generalsekretär Carsten Linnemann am Freitag bei der Kampagnenpräsentation im Berliner Konrad-Adenauer-Haus.

Textgröße ändern:

In der Klimapolitik wolle die CDU zwar Zielvorgaben machen, setze aber auch auf Technologieoffenheit in der Umsetzung, betonte Linnemann. "Wir werden alles dafür tun, dass es eine Rücknahme beispielsweise des Verbrennerverbots gibt." Für den Wohlstand in Europa sei der gemeinsame Binnenmarkt entscheidend, sagte der Generalsekretär weiter. Allein die von der AfD befeuerte Debatte um einen Volksentscheid über Deutschlands Verbleib in der Europäischen Union habe verunsichert und dem Standort Deutschland geschadet.

In einem am Freitag präsentierten CDU-Wahlwerbespot, der in den Wochen vor dem Wahltag am 9. Juni im Fernsehen ausgestrahlt werden soll, werden unter anderem die Themen Klimaschutz, Wirtschaft, Frieden und Freiheit angesprochen. In dem Video sind Spitzenkandidatin und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie Parteichef Friedrich Merz etwa zu gleichen Anteilen zu hören - von der Leyen allerdings nur auf englisch mit deutschen Untertiteln.

"Richten wir uns darauf ein, dass wir Europäer in den nächsten Jahrzehnten für unsere Freiheit, für unsere Sicherheit und für unseren Wohlstand mehr tun müssen als wir dies in der Vergangenheit getan haben", sagt Merz in dem Spot.

Am Freitag seien die ersten Wahlplakate in Berlin und Brandenburg aufgehängt worden, sagte Linnemann. Die Plakatkampagne solle in drei "Wellen" ablaufen - erst in der letzten Welle wenige Wochen vor der Wahl werde Spitzenkandidatin von der Leyen auf den Postern zu sehen sein, ebenso Parteichef Merz. Da gehe es um die "unmittelbare Mobilisierung" der Wählerinnen und Wähler, betonte Linnemann. Zuvor müsse die anstehende Wahl überhaupt in das Bewusstsein der Bevölkerung gerückt werden.

Explizit adressiert werden sollen Briefwählerinnen und Briefwähler, führte der CDU-Generalsekretär fort - sowohl in einem Werbefilm als auch auf Plakaten. Die Partei rechne mit einem hohen Anteil der Briefwahl. Auch in sozialen Medien wie Instagram und Tiktok will die Partei um Stimmen werben und hier vor allem jüngere Menschen erreichen. Erstmals dürfen bei einer Europawahl auch 16- und 17-Jährige wählen.

H.Davies--TNT

Empfohlen

Brand auf Schulgelände in Hessen - Polizei vermutet Anschlag auf Ukraine-Hilfe

Nach einem Brand auf einem Schulgelände in Hessen vermuten die Ermittler einen Anschlag auf Hilfsgüter für die Ukraine. Die Ermittler gingen aufgrund der Spurenlage davon aus, dass die Täter den Brand im Frankfurter Stadtteil Dornbusch vorsätzlich gelegt haben, teilte die Polizei am Samstag in Frankfurt mit. Da in dem betroffenen Gebäudeteil Sachspenden und Hilfsgüter für die Ukraine gelagert waren, wurde das Staatsschutzkommissariat eingeschaltet.

CDU-Generalsekretärin Hoppermann dämpft Erwartungen an CDU-Präsidiumsklausur

Vor der CDU-Präsidiumsklausur hat Partei-Generalsekretärin Franziska Hoppermann die Erwartungen an das Treffen gedämpft. Von dem Treffen werde "keine 'Silver Bullet'" ausgehen, "die alle Probleme über Nacht wegzaubert", sagte Hoppermann der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. Nach den jüngsten Wahlschlappen steht die Partei unter einem hohen Erwartungsdruck. In der CDU umstritten ist weiter der Umgang mit der AfD.

Grünen-Chefin fordert SPD zu Parteiausschluss von Altkanzler Schröder auf

Nach dem Geburtstagsbesuch von Gerhard Schröder bei Kreml-Chef Wladimir Putin drängt die Grünen-Ko-Vorsitzende Franziska Brantner die SPD zu einem Parteiausschluss des Altkanzlers. 2022 sei ein Parteiausschluss noch gescheitert, sagte Brantner der Online-Ausgabe des "Tagesspiegels". Seitdem habe sich die Lage verschärft: "Russland greift mit hybriden Angriffen inzwischen sogar uns in Deutschland an. Schröder hat daraus nichts gelernt. Ein neues Verfahren gehört auf den Tisch."

Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja

Bei russischen Angriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine sind am Samstag nach Angaben der Regionalbehörden mindestens acht Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Zwölf Menschen würden noch vermisst, mindestens 16 Menschen seien verletzt worden, teilte der Ko-Vorsitzende des Verteidigungsrats der Region Saporischschja, Iwan Fedorow, mit. Die Angriffe erfolgten, während im US-Bundesstaat neue Beratungen zwischen Vertretern der USA, der Ukraine und Europas über eine Beendigung des Ukraine-Krieges laufen.

Textgröße ändern: