The National Times - Jahresbericht: Bundesregierung sieht schwere Rückschläge bei Abrüstung

Jahresbericht: Bundesregierung sieht schwere Rückschläge bei Abrüstung


Jahresbericht: Bundesregierung sieht schwere Rückschläge bei Abrüstung
Jahresbericht: Bundesregierung sieht schwere Rückschläge bei Abrüstung / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesregierung will an ihrem Ziel der weltweiten Abrüstung festhalten - sieht sich dabei aber angesichts der aktuellen Krisenlage mit schwierigen Bedingungen konfrontiert. Im vergangenen Jahr habe es "harte weitere Rückschläge für die Abrüstungsbemühungen" gegeben, schreibt das Auswärtige Amt in seinem jährlichen Abrüstungsbericht, den das Bundeskabinett am Mittwoch billigte. Vizeregierungssprecher Wolfgang Büchner betonte, dass die Bundesregierung "keinen Widerspruch" sehe zwischen ihrem Bekenntnis zur Abrüstung und der Unterstützung für eine militärische Stärkung der Nato und der Ukraine.

Textgröße ändern:

"Rüstungskontrolle ist komplementär zu Abschreckung und Verteidigung", sagte Büchner. Ähnlich argumentierte das Auswärtige Amt. Die Bemühungen zur Abrüstung und die Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten seien "zwei Seiten derselben Medaille", sagte ein Außenamtssprecher. "Alle diese Bemühungen dienen dazu, die Sicherheit Europas zu stärken."

Der Bericht aus dem Auswärtigen Amt listet eine Reihe von Umständen auf, die einer effektiven Abrüstung aktuell entgegenstehen. Russland setze "die Verletzung zentraler Prinzipien der europäischen und internationalen Sicherheits- und Abrüstungsarchitektur fort" und habe sich aus zahlreichen internationalen Verträgen zurückgezogen oder seine Teilnahme ausgesetzt.

China setze derweil den Ausbau seines Arsenals an nuklearen und konventionellen Waffen fort und lehne jegliche Transparenz- und Rüstungskontrollmaßnahmen ab, heißt es weiter in dem Bericht. Zusätzlich stellten die "sich verschärfenden Proliferationskrisen" in Nordkorea und im Iran eine "Bedrohung für die regionale und globale Sicherheit" dar.

"Langfristiges Ziel bleibt eine Welt ohne Nuklearwaffen", erklärte das Auswärtige Amt. "Der russische Angriffskrieg darf auch nicht dazu führen, das Chemie- und Biowaffentabu aufzuweichen, weder in Europa noch in anderen Regionen." Zudem setze sich die Bundesregierung auf internationaler Ebene für humanitäre Rüstungskontrolle ein, unter anderem bei der Eindämmung der unkontrollierten Proliferation von Kleinwaffen, der Ächtung bestimmter Waffensysteme und der Schaffung verbindlicher Mindeststandards im Umgang mit Munition.

Der Außenamtssprecher wies darauf hin, dass trotz all der Widrigkeiten im vergangenen Jahr einige "kleine Fortschritte" bei den Abrüstungsbemühungen hätten erreicht werden können. So habe 2023 die vollständige Vernichtung aller deklarierten Chemiewaffenbestände abgeschlossen werden können".

D.Kelly--TNT

Empfohlen

Grünen-Chefin fordert SPD zu Parteiausschluss von Altkanzler Schröder auf

Nach dem Geburtstagsbesuch von Gerhard Schröder bei Kreml-Chef Wladimir Putin drängt die Grünen-Ko-Vorsitzende Franziska Brantner die SPD zu einem Parteiausschluss des Altkanzlers. 2022 sei ein Parteiausschluss noch gescheitert, sagte Brantner der Online-Ausgabe des "Tagesspiegels". Seitdem habe sich die Lage verschärft: "Russland greift mit hybriden Angriffen inzwischen sogar uns in Deutschland an. Schröder hat daraus nichts gelernt. Ein neues Verfahren gehört auf den Tisch."

Ukraine: Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen auf Saporischschja

Bei russischen Angriffen auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine sind am Samstag nach Angaben der Regionalbehörden mindestens acht Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Zwölf Menschen würden noch vermisst, mindestens 16 Menschen seien verletzt worden, teilte der Ko-Vorsitzende des Verteidigungsrats der Region Saporischschja, Iwan Fedorow, mit. Die Angriffe erfolgten, während im US-Bundesstaat neue Beratungen zwischen Vertretern der USA, der Ukraine und Europas über eine Beendigung des Ukraine-Krieges laufen.

Bauindustrie fordert Milliarden-"Finanzierungsturbo" gegen Wohnungsnot

Die Bauindustrie erwartet wegen der gestiegenen Kosten einen weiteren Einbruch beim Wohnungsbau und hat die Regierung zum Eingreifen aufgerufen. "Um aus der Krise zu kommen, muss jetzt das Finanzierungsdebakel aufgelöst werden", sagte Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ, Samstagsausgabe). Hier müsse auch der Staat ein Eigeninteresse haben. "Ein Finanzierungsturbo ist der einzige Turbo, der sofort Schub gäbe." Er schlug unter anderem die Absicherung des Wohnungsbaus mit günstigen Krediten im Volumen von bis zu 60 Milliarden Euro vor.

Noosha Aubel: 143.056 Euro Jahresgrundgehalt – und Potsdams Bürger sollen als Goldesel zahlen

Potsdam erhebt seit dem 1. Oktober Verpackungssteuer; gleichzeitig gilt eine Haushaltssperre. Bürger und Betriebe werden zusätzlich belastet, während grundlegende Aufgaben in Verantwortung der amtierenden Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (50, parteilos) ungelöst bleiben. Das politische Signal mit Blick auf die Amtsführung von Aubel ist verheerend: Für neue Einnahmen reicht die Handlungsfähigkeit, bei maroden Straßen und notwendiger Hilfe wird sie zur offenen Frage.

Textgröße ändern: